4, Siebzehn

Toni hatte sich zwar einige Gedanken gemacht, wie er mit Lydia zusammenkommen konnte, aber nie darüber wie es sein würde, eine Beziehung mit ihr zu führen. Er hatte allgemein noch nie näher darüber nachgedacht und die einzigen Erfahrungswerte, die er diesbezüglich besaß, waren die Geschichten, die Max und die anderen von ihren Freundinnen erzählten. Was dazu führte, dass Toni die ersten Tage unbewusst darauf wartete, dass Lydia sich jetzt in jemanden verwandelte, der ständig wissen wollte was er machte und wo er war, der permanent an ihm klebte und bei dem Shoppen und gemeinsames Weggehen auf der Tagesordnung standen. Mit so jemandem hätte Toni definitiv niemals zusammen sein können und er verstand auch nicht, wieso es die anderen waren wo ihre Freundinnen doch anscheinend alle so drauf waren. Denn schließlich beschwerten sie sich bei Toni beinah täglich über mindestens eine von diesen Eigenschaften. Gutes Aussehen allein konnte doch nicht ausreichend sein, wenn alles andere scheisse war. Allerdings kannte Toni keine der Mädchen besonders gut und vielleicht übertrieben die Jungs ja auch nur. Er selbst wollte so etwas aber auf keinen Fall erleben.

Doch es stellte sich dann gleich heraus, dass seine Gedanken mal wieder völlig abwegig waren, denn Lydia mutierte jetzt nicht zu einem total anderen Menschen, nur, weil sie zusammen waren. Natürlich nicht. Sie blieb einfach die, die er schon jahrelang kannte und mit der er reden, herumalbern und im Kino tonnenweise teures Popcorn essen konnte. Und sie hatte auch Verständnis, wenn Toni einfach mal Zeit für sich brauchte, egal, ob es jetzt darum ging, ein tolles Buch zuende zu lesen, für eine anstehende Klassenarbeit zu lernen oder mit seinen Jungs um die Häuser zu ziehen.

Toni gab sich alle Mühe, ein Vorzeigefreund zu sein, weil er auf keinen Fall wollte, dass Lydia sich bei ihren Freundinnen so über ihn beschwerte, wie seine Freunde es über ihre Freundinnen bei ihm taten. Und da er keine Ahnung hatte, wie er sich genau verhalten sollte und ihm noch das gewisse Gefühl fehlte, war er auf Hilfe dringend angewiesen, von denen er glücklicherweise eine Menge hatte: neben Büchern und einigen Serien war die Frauenzeitschrift, die seine Mutter abonniert hatte, der beste Ratgeber. Also kratzte er seine besten Manieren zusammen, holte Lydia gelegentlich von der Arbeit ab, führte sie ab und zu mal überraschend zum Essen aus und schenkte ihr hin und wieder ein paar Kleinigkeiten. Ein guter Zuhörer war er sowieso, da musste er sich gar nicht anstrengen und mit dem Sex konnte er selbstverständlich auch noch warten.

Außerdem hatte Lydia, wie Toni belustigt merkte, auch ein bisschen Probleme, ihr Verhältnis aus der Freundeszone herauszuholen, obwohl sie doch diejenige war, die zuerst Interesse an mehr gehabt hatte. So kam es zu ein paar etwas peinlichen Momenten, wenn einer sich zur Begrüßung umarmen und der andere küssen wollte. Und das tief in die Augen schauen, das ja unglaublich romantisch sein sollte, artete zuerst noch in verlegenes Lachen aus.

Aber irgendwann, als sie merkte, dass es auch beziehungstechnisch super mit ihnen klappte und es nicht ein kurzes Strohfeuer werden würde an dessen Ende sie feststellten, dass sie mit Freundschaft doch besser bedient waren, begann sich etwas an Lydia zu verändern. Toni merkte es an den Blicken, mit denen sie ihn ansah, daran, dass ihre Küsse leidenschaftlicher wurden und das sie ihn ständig berühren musste.

Toni hätte dieses Gefühl auch gerne gehabt, es sich einzureden funktionierte leider nicht. Also machte er einfach weiter damit, dafür zu sorgen, dass die Sache mit Lydia gut lief, denn dann würde es sicherlich irgendwann auch kommen.

"Toni, mein weiser Freund, ich beneide dich tatsächlich etwas darum, dass bei dir und deiner Perle alles so super ist," sagte Max anerkennend. "Ich würde ja sagen, gib mir ein paar Tipps, aber Lydia ist dann wohl eher zu graues Mäuschen und nichts davon würde bei meinen anspruchsvollen Frauen auch funktionieren."

Toni, der eine sehr sarkastische Bemerkung auf der Zunge hatte, was Max' ,Frauen' betraf, schluckte diese runter und fragte stattdessen: "Läuft's nicht so gut mit Sarah?"

Max seufzte einmal tief. "Nee absolut nicht. Hätt ich gewusst, dass sie so einen auf Familie macht, dann hätte ich sie gleich fallen gelassen. Aber jetzt steck ich bis zum Hals drinnen und wenn ich Schluß mache gibts wieder dieses ätzende Drama, von dem ich erst mal die Schnauze voll hab. Gebranntes Kind scheut das Feuer und so." Er warf in einer damatischen Geste den Kopf in den Nacken. "Und jetzt will sie mich unbedingt ihrer Familie vorstellen, der ganzen Familie, inklusive ihres Bruders und ihrer Großeltern. Und schon ihre Eltern sind schräg. Ihre Mutter sammelt Puppen. Weißt du wie horrormäßig das ist bei denen zuhause?! Überall wo du stehst glotzen dich welche mit ihren gruseligen Augen an, in jeder Ecke sind da welche. Wie in so nem Splatter-Film. Als ob gleich eine davon aufsteht, ihre Kettensäge anschmeißt und dann auf dich losgeht. Ich hab ja sonst vor gar nix Angst, aber da fühl selbst ich mich komisch."

"Es sind doch nur ihre Eltern," versuchte Toni ihn zu beruhigen.

 Max sah ihn stirnrunzelnd an. "Man, du liest doch so viele Bücher, du müsstest doch wissen, dass so, wie die Eltern sind, das auch immer auf die Kinder abfärbt. Sarah hat bestimmt auch irgendwelche wahnsinnige Seiten an sich und Alter glaub mir, die möcht ich nicht kennenlernen!" Er legte Toni die Hand auf den Arm. "Du hast echt sowas von Glück, dass du dich mit diesem Eltern-Problem nicht rumschlagen musst!"

"Das hab ich eindeutig," erwiderte Toni und lächelte breit, aber innerlich war ihm absolut nicht nach Lächeln zumute. Schließlich kannte Max nur die halbe Wahrheit, nämlich, wie es mit Lydias Eltern gelaufen war. Sie hatten es ihnen gesagt, als Toni, wie er es schon oft getan hatte, bei ihnen gegessen hatte und während ihre Mutter ihm mit strahlendem Lächeln die Hand getätschelt hatte, hatte ihr Vater sein Bierglas erhoben und Toni damit zugeprostet. "Gut, dass Lydia dich genommen hat und nicht irgendeinen von den Vagabunden, mit denen sie sich sonst so rumtreibt."

"Papa!" hatte Lydia daraufhin empört gerufen. "Die sind alle total in Ordnung und nicht umsonst meine Freunde." Woraus sich dann anschließend eine Diskussion entwickelt hatte, aber es war nicht die erste, bei der Toni dabei war, denn es wurde in Lydias Familie gerne diskutiert und Toni fühlte sich keine einzige Sekunde unwohl.

Das war eine Geschichte, die man jedem erzählen konnte.

Bei Tonis eigener Mutter war das schon anders. Er hatte Max zwar gesagt, dass sie es bereits wusste und auch schwer begeistert davon gewesen war, aber eigentlich hatte er es ihr noch nicht gesagt. Am liebsten wäre es ihm gewesen, wenn sie es selbst herausgefunden hätte, denn bis jetzt hatte er mit ihr noch nie über sein Liebesleben gesprochen und er wollte eigentlich auch, dass es so blieb. Denn nicht nur war ihm das Thema verdammt unangenehm, es würden auch die Fragen kommen, die seine Mutter sich, da war Toni sich sicher, bis jetzt verkniffen hatte, wenn er erst einmal den ersten Schritt machte und die Grenze damit öffnete.

Andererseits konnte er ihr mit der Vorstellung Lydias als seine feste Freundin endlich zeigen, dass er nicht so war, wie sie dachte und die Sache mit dem Buch und der Verdächtigung aller seiner männlichen Freunde reinwaschen. Das war ihm bis jetzt nämlich noch nicht gelungen und es verging praktisch kein Tag, an dem er sich nicht darüber ärgerte.

Er dachte einige Nächte darüber nach, während er im Bett lag und an die Decke starrte, wann, wo und wie er es ihr am besten sagen wollte. Und dass Peter auf keinen Fall dabei sein sollte. Aber Lydia natürlich. Er würde ihr Hand halten, seiner Mutter fest in die Augen blicken und es ihr sagen. Und wenn sie ihn dann überrascht ansehen würde und ihr dämmerte, dass sie all die Jahre ein völlig falsches Bild von ihm gehabt hatte, würde er innerlich triumphieren.

Mehrmals hintereinander spielte er diese Szene vor dem Einschlafen in seinem Kopf ab und jedes Mal fühlte es sich so gut an, dass er es am liebsten aufgestanden wäre und es sofort erledigt hätte. Aber da das nicht ging schlief er lediglich mit einem Lächeln ein.

Lydia und er hatten diesen Samstag geplant, mal wieder ins Kino zu gehen und da das Kino von Toni aus besser zu erreichen war, würde Lydia ausnahmsweise mal ihn abholen. Peter war nicht da, es war also der ideale Zeitpunkt. Wenn Lydia unten geklingelt hatte würde Toni sie nach oben holen und es dann seiner Mutter sagen. Er konnte es kaum noch abwarten und die Zeit bis acht Uhr verging quälend langsam.

Als es dann endlich klingelte schoss ein heißer Stich durch seinen ganzen Körper. Er rannte praktisch in den Flur und sein Finger lag schon auf dem Knopf des Türöffners – aber er konnte ihn einfach nicht drücken. Von einer Sekunde auf die andere war da wieder dieses komische Gefühl in seinem Magen und er fühlte sich plötzlich unglaublich schlecht. In der letzten Zeit hatte er sehr häufig Magenprobleme und anscheinend war es jetzt mal wieder soweit. Besser, er verschob die Sache mit Lydia auf einen Tag, an dem es ihm besser ging.

Anstatt die Tür zu öffnen ging er zu Gaderobe, um sich seine Jacke anzuziehen. In diesem Moment kam seine Mutter aus der Küche. "Willst du nicht aufmachen?" fragte sie erstaunt.

"Das ist Lydia. Sie wartet unten auf mich. Wir gehen ins Kino," antwortete Toni und zog den Reißverschluss zu.

"Ach so," sagte seine Mutter und wandte sich um, um wieder in die Küche zu gehen.

"Lydia und ich sind zusammen," rutschte Toni es da absolut ungewollt heraus.

Seine Mutter drehte sich wieder zu ihm und sah ihn einen Moment mit großen Augen an. Dann war sie mit zwei großen Schritten bei ihm. "Wirklich?" fragte sie ruhig und legte ihm die Hand auf den Arm.

Toni runzelte die Stirn. Nicht nur, dass das alles ganz anders lief, als er es geplant hatte, die Reaktion seiner Mutter war auch absolut nicht die, die er erwartet hatte.

"Ja, wirklich!" schnappte er. "Ich hab's doch grade gesagt, oder?!" Er wollte gehen, aber sie hielt ihn fest. "Schatz, ist es wirklich das, was du willst?! Du weißt, dass du sowas nicht machen musst, nur, weil du das Gefühl hast, dass es von dir verlangt wird! Sei der, der du bist, es ist vielleicht schwer, aber ich werde immer hinter dir stehen!"

Toni starrte sie an und war für einen Augenblick sprachlos, wie immer in so einer Situation. Dabei wäre jetzt genau die Gelegenheit gewesen ihr klarzumachen, dass er definitiv nicht so war, wie sie dachte. Aber als er dann den Mund geöffnet bekam, um genau das zu sagen, wurde ihm klar, dass er schon viel zu lange geschwiegen und sie einfach nur angesehen hatte, sodass sie ihm nicht glauben würde. Er spürte, wie ihm das Blut ins Gesicht stieg und entriss ihr brüsk seinen Arm. "Lass mich doch einfach in Ruhe!" rief er zornig, obwohl er lieber ruhig und besonnen reagiert hätte, weil das weniger verdächtig gewesen wäre. Aber es ging einfach nicht. Zornig knallte er die Wohnungstür hinter sich in Schloß und stampfte die Stufen hinunter. Er und seine komischen Anwandlungen hatten alles verdorben, was er sich doch so schön vorgestellt hatte. Ihm war ganz heiß vor Zorn.

Vor der Haustür schloß er für einen kurzen Augenblick die Augen und atmete einmal tief ein. Lydia durfte auf keinen Fall mitbekommen, wie aufgewühlt er grade war. Er versuchte zu lächeln, aber in einem Inneren war es grade zu chaotisch, um es glaubhaft hinzubekommen. Also zog er Lydia, nachdem er nach draußen getreten war, sofort in die Arme und bevor sie noch etwas sagen konnte, küsste er sie. Weil in ihm immer noch unglaublich viel Wut steckte war der Kuss heftiger als sonst und schon war es vorbei damit, Lydia zu verheimlichen, wie es ihm grade wirklich ging.

Als er sie wieder losgelassen hatte fragte sie dann auch gleich besorgt: "Ist alles in Ordnung?"

Toni zuckte mit den Schultern und für einen kurzen Augenblick schoss die Erleichterung durch seinen Körper, dass er Lydia nichts von seinem Plan erzählt hatte. "Geht so. Hatte einen üblen Streit mit meiner Mutter," erwiderte er nur und nahm sie bei der Hand. "Deswegen lass uns jetzt auch schnell hier verschwinden!"

Lydia wusste natürlich wie das war, wenn man mit den Eltern Streit hatte, schließlich war das bei ihr praktisch an der Tagesordnung. Und ebenso wusste sie, aus jahrelange Erfahrung, dass Toni entweder von sich aus erzählte, was los war oder sie es nie erfahren würde. Nachfragen brachte nichts. Also fragte sie nicht nach, sondern war einfach noch liebevoller als sonst.

Für Toni war der Abend gelaufen, selbst der Film, auf den er sich wirklich gefreut hatte schaffte es nicht, ihn auch nur ansatzweise aufzuheitern. Im Gegenteil, während er in dem Sitz saß, Lydia dicht neben sich, die die ganze Zeit seine Hand hielt und manchmal den Kopf auf seine Schulter legte, da hatte er das Gefühl, von allem erdrückt zu werden und kaum atmen zu können. Sich auf den Film zu konzentrieren war unmöglich, da sich in seinem Kopf immer wieder das Gespräch mit seiner Mutter abspielte und bei jeder neuen Sequenz fielen ihm andere bessere Dinge ein, die er ihr hätte sagen können. Schließlich wäre er am liebsten einfach aufgestanden und losgegangen, irgendwo hin, bloß raus, unter den freien Himmel, weg von allen Menschen. Aber das ging natürlich nicht. Also versuchte er, sich zu beruhigen, indem er sich auf seinen Atem konzentrierte und sich bemühte, nur noch an schöne Dinge zu denken.

 Eine Mission, die zum Scheitern verurteilt war. Es wurde zwar nicht schlimmer, aber auch nicht besser.

Nach dem Kino gingen sie noch essen, aber Tonis Magen war so zugeschnürrt, dass er kaum etwas von seiner Pizza herunterbekam. Er spürte Lydias immer noch besorgten Blick ständig auf sich und hätte ihr gerne gesagt, dass sie aufhören sollte, ihn so anzugucken, aber natürlich tat er es nicht. Er hatte sowieso ein schlechtes Gewissen, weil er ihre Zärtlichkeiten kaum und wenn, dann nur mechanisch, erwiderte, von dem, was sie ihm erzählte, kaum etwas mitbekam und selbst so gut wie gar nichts sagte.

"Es tut mir Leid, dass ich dir den Abend verdorben sag," sagte er reumütig, als sie vor Lydias Haustür standen.

Sie streichelte seine Hand. "Ist schon gut. Eltern sollte man eben einfach auf den Mond schießen!"

Zum ersten Mal an diesem Abend bekam Toni ein echtes Lächeln hin. "Das stimmt," sagte er und drückte ihre Hand. "Beim nächsten Mal ist es wieder wie sonst, das verspreche ich!"

Sie strich ihm zärtlich über die Wange. "Da freue ich mich schon drauf."

"Wenn nicht mach ich alles, was du willst," versicherte Toni. "Ich geh auch mit dir und deinen Mädels weg, damit du mit mir angeben kannst!"

"Du weißt, dass du das auch machen musst, wenn du dein Versprechen hälst, nicht wahr?!" erwiderte Lydia und Toni nickte ergeben. "Natürlich. Ich denk mir dann eben was anderes aus."

"Ich bin gespannt," sagte Lydia, sie lächelten sich an und nach einem kurzen Gute Nacht-Kuss ging Toni.

Er hätte jetzt bequem den Bus kriegen und in fünf Minuten zuhause sein können, aber die Wut auf sich selber und seine Unfähigkeit, die die ganze Zeit in ihm gebrodelt hatten und jetzt, wo er mit sich alleine war, wieder heiß in ihm hochstieg, machte es ihm unmöglich, stillzuhalten. Also ging er die Vierstelstunde zu Fuß, mit zu Fäusten geballten Händen, die Kapuze seiner Jacke tief ins Gesicht gezogen. Er wollte niemanden ansehen und schon gar nicht wollte er, dass ihn jemand ansah.

Den ganzen Weg lang versuchte Toni verzweifelt, sich selbst zu verstehen. Er hatte sich doch alles so wunderbar ausgemalt und es hatte sich so gut angefühlt, aber warum hatte er es dann trotzdem nicht hingekriegt? Und das, wo es doch die ultmative Chance gewesen war, jeglichen Verdacht von Andersartigkeit bei seiner Mutter endgültig auszulöschen. Er selbst hatte es doch endlich auf den richtigen Weg geschafft, warum um alles in der Welt hatte er seine Mutter nicht mitnehmen können?!

Natürlich fand er die Antwort nicht und als er vor dem Haus stand und zu den erleuchteten Fenstern der Wohnung hochblickte, da war es ihm unmöglich, jetzt schon reinzugehen. Stattdessen drehte er erst eine Runde um den Block, dann noch eine und noch eine; er ging so lange weiter bis er völlig kaputt war und der Wunsch nach Schlaf alle anderen Gedanken in ihm verdrängt hatte.

Das Licht hinter den Fenstern war inzwischen ausgegangen und als er so geräuschlos wie möglich die Tür aufgeschlossen und in den Wohnungsflur getreten war, blieb alles ruhig. Leise zog er Schuhe und Jacke aus, ging in sein Zimmer, schloß die Tür hinter sich und kroch angezogen wie er war ins Bett. Er zog sich die Decke über den Kopf und lag dann da und starrte blicklos in die Dunkelheit. Bis er schließlich einschlief.

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