5. Die Botin

Seit der Herrschaft Ascarnas der Großen hat sich das Reicht Ikantjey noch mehr vergrößert, so dass sie fast die Hälfte Anthars ihr Eigen nennen. Die Löwen haben bisher jeden Feind erbarmungslos zurückgeworfen und wenn Artherg weiter auf einen Konflikt mit Ikantjey zustrebt, wird es untergehen wie einst Ciyen unterging. Die Sphinxe sind viel zu mächtig und unangreifbar, als dass wir gegen sie bestehen könnten.

Zitat Dedans

 

 

Die Wüsten erstreckten sich bis zum Horizont. Der Boden war mit einer Kiesschicht bedeckt und einzelne Inselberge erhoben sich dazwischen gen Himmel. In der Ferne flimmerte eine gewaltige Bergkette und warf einen gewaltigen Schatten, in der sonst unausweichlichen Hitze. Eine Herde Gazellen ruhten im Schatten eines Inselberges und Skorpione sahen zwischen kleineren Felsen hervor.

Ansonsten war nur eine laufende Löwin zu sehen, die über die Kiesel hetzte und die Gazellen aufscheuchte, die eilig davon liefen. Staub wirbelte auf und setzte sich in das ohnehin schon schmutzige und verklebte Fell der Sphinx. Sie folgte den Spuren der Gazellen bis zu dem Inselberg, wo sie eine Pfütze mit schmutzigem Wasser fand, von der sie gierig trank.

Dann hastete sie weiter, den für andere fast unsichtbaren Spuren von Sphinxen nachjagend.

Hadassa war eine Botin, eine Wanderin zwischen den Welten von Bocrovney und Ikantjey. Ihre Mutter war eine Bocrovney, ihr Vater aus Ikantjey. Sie und ihr Zwillingsbruder waren in Bocrovney geboren, doch in Ikantjey aufgewachsen. Ihr Bruder Mearestjohrg hatte sich für Ikantjey entschieden, doch Hadassa blieb zwischen den beiden sphinxischen Nationen stehen und versuchte die beiden Völker in ihr im Gleichgewicht zu halten. Sie diente sowohl dem König Ikantjey als auch dem in Bocrovney, war das Sprachrohr zwischen den Höfen der beiden. Beide Länder waren ihr eine Heimat und durch beide war sie unzählige Male gereist, so dass sie genaustens wusste, auf welcher Route sich tödlicher Treibsand befand, im welchen Gebiet sich Sandstürme häuften, wo die Oasenstraßen verliefen und an welchem Ort man beim Buddeln Wasser fand.

Und so war es auch dieser Instinkt, der sie jetzt warnte und ihr Fell sich sträuben ließ. Der Geruch von Löwen hing noch schwach in der Luft, doch war da noch etwas Anderes. Etwas, was sie noch nie wahrgenommen hatte und von dem doch all ihre Urinstinkte „Gefahr“ riefen.

Hadassa spannte ihre Muskeln an und sah sich um, doch es war nichts zu sehen, außer eine weitere Herde Gazellen, die in der Ferne lief.

Dennoch beschloss sie sich ihren alten Weg zu verlassen und der erst wenige Tage alte Fährte der Löwen zu folgen, die südlich zum Kehras Archid führte. Es war kein großer Umweg, wenn sie herausgefunden hatte, woher dieses Gefühl kam, würde sie ihrer ursprünglichen Route eben weiter südlich folgen, bis sie ihr Ziel die Astira im Schatten des Noqser Harqre erreichte.

Die Kieswüsten der Haretruq war eine recht sichere Reiseroute und für den Kundigen gab es überall genug Wasser, weshalb sie es auch wagte, ihre gewöhnliche Route zu verlassen.

Mehrere Stunden trabte die Sphinx schnell dahin, bis sie erneut anhielt, da ihr Gefühl stärker geworden war. Jetzt musste selbst sie zugeben, dass sie sich fürchtete und diese Furcht sich nicht unterdrücken ließ. Sie war nicht zu vertreiben und drängte Hadassa zur Flucht. Einige Momente rang sie mit sich selbst, bis sie ihren Weg langsam fortsetzte.

Die Löwin setzte ihre Tatzen ruhig auf den heißen Boden, als befürchtete sie, dass er nachgeben würde. Sie nahm den Rastplatz der Sphinxe in einigen Minuten Entfernung wahr, denen sie gefolgt war. Vor ihr erhob sich ein weiterer Inselberg und auf diesen hielt sie vorsichtig zu. Einen Moment stoppte sie, um die Luft nach Geräuschen abzusuchen, doch es war nichts zu hören, weder bebte die Erde unter dem Lauf einer Gazellenherde, noch kreisten Geier in der Nähe.

Doch nun roch sie etwas, was sie zuvor nicht wahrgenommen hatte: Tod. In der Luft hing der unverkennbare Geruch von Tod, was das Fehlen der Geier noch merkwürdiger werden ließ.

Aber als sie den Tod fand, fand sie auch ein großes Mysterium, eines, was gegen die Gesetze der Natur war.

Sie hatte ein totes Tier erwartet, aber sicherlich nicht den kleinen Körper eines Sphinx. Verwandelt in einen Menschen, hockte sie neben dem Jungen nieder, der halb in der Verwandlung stecken geblieben war und dessen Gesicht durch die spitzen Zähne und den Ansatz von Fell begonnen hatte, die Züge eines Löwen anzunehmen. Er war jung, in dem Alter, in dem Sphinxe normalerweise anfingen, sich auch in einen Menschen zu verwandeln. Und obwohl sie fast schon verzweifelt nach dem Puls suchte, fand sie ihn ebenso wenig wie Verletzungen, die zu seinem Tod geführt hatten. Er besaß einige Prellungen, Hautabschürfungen und einen halbverheilten Bruch, doch waren es normale Verletzungen für einen Sphinx dieses Alters. Wirklich schwerwiegende Wunden gab es nicht, weder solche, die seinen Tod erklärten, noch solche die Anzeichen eines tiefen Heilungsschlafes waren.

Der Junge war ganz eindeutig tot und das auch schon sein mehreren Tagen. Verwesung hatte nicht eingesetzt, doch das hätte sie auch überrascht. Nein, es war die bloße Existenz dieses jungen Sphinxes, der ihren Atem stocken ließ. Sphinxe hatten sich schon immer direkt nach ihrem Tod in Sand und Wasser aufgelöst, es war immer so gewesen und müsste auch immer so sein.

Dieser Sphinx war tot, doch sein Leichnam war noch vorhanden.

Es durfte nicht sein.

 

 

 

„Aufpassen. Schütz deine Seite, Junge.“, brüllte Heled über den gesamten Platz, woraufhin der gemeinte Rekrut sein Rundschild fallen ließ und ihn mit knallrotem Kopf wieder aufhob.

„Hört auf zu lachen.“, herrschte der Rittmeister die übrigen Rekruten an, die sich eilig abwandten und sich wieder ihren Übungen zuwandten. Heleds Veteranen währenddessen übten weiter entfernt Bogenschießen unter dem Kommando von Assur. Sie waren gelangweilt und Heled wusste, dass ganz genau, doch was konnte er dafür, wenn ihm angeblich ausgebildete Rekruten zugestellt wurden, die – bis auf einige Ausnahmen - so gut wie nichts auf die Reihe brachten.

Sie alle konnten reiten und auf ihren Pferden schön aussehen, aber kämpfen hatten sie nicht gelernt.

Heled hätte liebend gerne auf sie verzichtet, seine Veteranen hätten ihm gereicht, doch mussten die Regimenter jetzt, wo Frieden war, wieder aufgestockt werden. Der Rittmeister machte sich jedoch keine Illusionen. Bald würde schon wieder in irgendeiner Provinz oder an den Grenzen Krieg ausbrechen. Oleon verhielt sich schon viel zu lange ruhig und in Tjarol wurde eigentlich immer gekämpft. Morliv hatte sich dagegen mit der Besatzung durch Artherg arrangiert und zog seinen Nutzen aus der Situation. Die letzte Provinz Servina war die kleinste aber zugleich die Wichtigste, da auf ihrem Gebiet der einzige passierbare und relativ ungefährliche Pass nach Madruk verlief und die Berge reich an Eisenerz und Kohle waren. Diese Provinz litt noch immer unter den Folgen ihrer Revolution vor fünfzehn Jahren, die zwölf Jahre angedauert hatte und Artherg in arge Bedrängnis geführt hatte, als das servinische Heer unter der Führung ihres legendären Generals Ìsiven mehrere Siege errungen hatte. Doch zuletzt war auch diese Revolution niedergeschlagen worden und Servina war mit Gewalt davon überzeugt worden, nie wieder zu rebellieren.

Artherg führte immer Krieg, weil es andere Völker nicht in Frieden ließ.

Und Heleds Aufgabe war es, diese Jungen davon zu überzeugen, für Artherg zu sterben und dabei noch möglichst viele Feinde mit in den Tod zu nehmen. Doch so wie sie jetzt kämpften, konnte er sie am besten gleich hängen lassen, das würde immerhin Rationen sparen.

„Steh nicht nur auf der Stelle, beweg dich.“, schrie er einen weiteren Rekruten an, „Das ist ein Kampf und kein verdammtes Theaterstück.“.

Er kam an einem weiteren Paar vorbei, das sich geschickter anstellte und die Schritte, die Heled ihnen am Vortag gezeigt hatte, sehr gut in den Kampf einbrachte.

Wortlos ging er an ihnen vorbei zu den nächsten Paaren, korrigierte und schrie sie an, bis sie sich besser anstellten.

Die Stadt Harinas lag nahe der Grenze zu Tjarol an einem großen See im Herzogtum Scheeru und war zu einer wehrhaften Festung ausgebaut worden. Hier war Heleds Regiment vorübergehend stationiert worden, um die Rekruten auszubilden und wenn nötig Erkundungsritte nach Tjarol durchzuführen. Als der Frühling so weit hereingebrochen war, dass das Heer die Festung Astjiras wieder hatte verlassen können, waren die Truppen auf verschiedene Festungen in Tjarol und an der Grenze stationiert worden. Heled war mit seinem Regiment hier gelandet und wartete nun auf neue Befehle.

Er ließ den Blick von den kämpfenden Paaren abweichen und sah zu den Bogenschützen hinüber. Assur stellte sich wie erwartet gut an und Heled war durchaus zufrieden mit dem Oleoner.

„Sir?“. Heled wandte sich um und erkannte einen Adjutanten Jairs.

„Ja?“.

„Oberst Jair möchte sie sprechen.“, erklärte der junge Mann, woraufhin Heled nickte.

„Hul?“. Der Artherger löste sich aus der Menge der Bogenschützen und trat zu ihnen.

„Sir?“.

„Ich möchte, dass darauf achtest, dass sich die Rekruten nicht gegenseitig umbringen.“. Sie kämpften zwar mit stumpfen Waffen, aber fertig bringen würden sie es allemal.

„Ja, Sir.“.

Hul nickte und ging zu den Rekruten hinüber, während Heled dem Adjutanten zur Kaserne folgte. Der Schnee knirschte unter ihren Füßen und ihr Atem gefror in der Luft. Es war lausig kalt. Sie kamen an weiteren kämpfenden Truppen vorbei und Heled stellte fest, dass diese Rekruten nicht besser als seine eigenen waren. Ein Pfeil flog nur wenige Handspannen an ihnen vorbei und ein Rittmeister aus Heleds Regiment schimpfte wütend auf den Rekruten ein, bevor er Heled einen entschuldigenden Blick zuwarf. Sie gelangten zu den Offiziersunterkünften, einem weiß getünchten Haus, vor dem zwei gewaltige Eichen standen. Der Adjutant führte ihn durch die Gänge, bis sie Jairs Unterkunft erreichten. Ein Raum, in dem ein Bett mit einem Vorhang abgetrennt war und ein gewaltiger Schreibtisch, auf dem sich Papierberge stapelten, sowie eine große Kommode. Ansonsten war der Raum leer.

„Sie wollten mich sprechen, Sir?“.

Jair schrieb etwas in ein Büchlein, klappte es zu und sah ihn über seinen Schreibtisch hinweg an.

„Rittmeister Heled. Ich habe einen Auftrag für sie und ihr Schwadron erhalten. Sie werden hiermit dem direkten Befehl von Herzog Havinon unterstellt und sollen sich auf den Weg nach Elam machen, in spätestens zwei Wochen sollen sie da sein.“.

Heled zog eine Augenbraue hoch. In zwei Wochen von Harinas bis Elam würde selbst zu Pferd ein Lauf gegen die Zeit werden.

„Worum geht es in dem Auftrag, Sir?“, fragte er.

Jair blätterte in einigen Dokumenten.

„Sie sollen Herzog Havinon als persönliche Leibgarde zu einem unbekannten Ziel dienen. Er wird in Elam zur Beerdigung von Herzog Doeros anreisen und danach seine Reise weiterführen. Es obliegt ihrer Verantwortung ihn vor allen Gefahren zu beschützen.“.

Heled war überrascht. Das Eraliy-Regiment war ein Teil von Havinons Heer und ihm somit auch offiziell unterstellt, doch hatte Heled noch nie mit dem Herzog gesprochen geschweige denn, ihn jemals vor einem Heer gesehen. Warum sollte der Herzog ausgerechnet sein Schwadron aussuchen? Es gab deutlich bessere und bekanntere Elitesoldaten. War es des Ruhmes wegen, den Heleds Schwadron mit der Einnahme von Astjiras gewonnen hatte? Letztendlich war es ihm auch egal, die Leibwache eines Herzogs zu sein, vor allem, die von Havinon, war sicherlich eine angenehme Aufgabe und würde helfen die Rekruten auf den Ernst des Lebens vorzubereiten.

Dass Herzog Doeros tot war, erfüllte ihn dagegen mit bitterer Genugtuung. Er hatte noch eine persönliche Rechung mit dem Herzog offen gehabt und zu wissen, dass er diese nie würde begleichen können, hatte es nicht grade einfacher gemacht. Jetzt wo Doeros tot war, konnte er auch mit dieser alten Geschichte abschließen und sich Neuen zuwenden.

„Ich werde den Auftrag zu Ihrer Zufriedenheit erfüllen, Sir.“.

„Das bezweifle ich nicht, Heled.“. Er nickte ihm zu und wandte sich wieder seinen Unterlagen zu.

Heled verließ die Offiziersunterkünfte und ging zu den Übungsplätzen zurück, wo Hul die Rekruten ebenso erbarmungslos lehrte wie es auch sein Rittmeister tat.

„Lass antreten.“, befahl Heled dem Leutnant, was dieser sogleich tat.

In ordentlichen Reihen stellte sich das Schwadron auf, Rekruten und Veteranen gemischt.

„Männer. Wir haben einen Auftrag.“.

Mit einer Handbewegung unterdrückte er den aufkeimenden Jubel der Veteranen und fuhr fort: „Wir werden nach Elam reiten und dort Herzog Havinon als persönliche Eskorte unterstellt werden.“.

Gespaltete Meinungen waren auf den verschwitzten und schmutzigen Gesichtern zu lesen, die einen hielten Herzog Havinon für feige, die anderen ihn für einen neuen Volkshelden und wieder anderen war es egal für wen sie kämpften, solange sie es denn taten.

„Morgen will ich euch vor Sonnenaufgang in Uniform auf den Pferderücken sehen.“.

„Ja, Sir.“, schallte es einstimmig zurück.

„Abtreten.“, befahl Heled und die Männer wandten sich wieder ihren Übungen zu.

Doch morgen würden sie aufbrechen.

 

 

 

„Ich hasse die Ástilos.“, murrte Nachat, als er bei seinem Eintreten das Mädchen entdeckte, das in einer Ecke der Bibliothek saß und ihrer Harfe wunderbare Melodien entlockte.

Sein Gegenüber zuckte mit den Schultern, zeigte aber auch keine Anzeichen dafür, dass er gegen Nachats Aussage war.

„König Jaakan hätte ihnen Servina niemals geben dürfen.“, fuhr dieser in einer Tirade fort. „Vorher hatte dieses Volk nur die Hoffnung auf einen Staat, jetzt haben sie die Hoffnung, dass sie ihre Freiheit erhalten, wenn sie sich der arthergischen Legionen vernichten.“.

Er deutete auf das Mädchen, die mit keiner Geste erkennen ließ, ob sie seine Worte verstanden hatte. Sie war hübsch, doch das waren die Frauen Servinas alle und das war auch die Gefahr an ihnen. Die Revolution war zum Teil dadurch ausgebrochen, dass die arthergischen Soldaten die Finger nicht von den Frauen lassen konnten. Kein Artherger warf einer Tjarolerin mehr als einen flüchtigen Blick zu und auch Frauen aus Oleon und Morliv waren zu fremdartig und abstoßend, aber Frauen vom Volk der Ástilos waren nach arthergischen Maßstäben teuflisch schön.

Er warf seinem neuen Verbündeten einem unverkennbaren Blick zu und dieser befahl die Harfnerin mit einigen barschen Worten hinaus. Die Tür der Bibliothek schloss sich hinter ihr und nur sie beide blieben zwischen den Büchern zurück, die flüsternd und wispernd ihre Geschichten erzählten.

„Was ist?“, fragte der Gefangene, in seiner Stimme ein unübersehbarer Stolz, den erst Nachat wieder hatte erwachen lassen.

„Doeros ist tot.“. Er war wütend, zornig darüber, dass die Nachricht ihn erst jetzt erreicht hatte, als das Leben unter der feinen Schneedecke schon wieder erwachte. Den besten Eindruck machte das nicht grade.

Zu seinem Überraschen lachte sein Gesprächspartner.

„Hat es den alten Fuchs also doch noch erwischt?“, gluckste er, „Mein ganzes Leben war er eine konstante Größe und ausgerechnet jetzt, wo ich ein einziges Mal seine Unterstützung in Anspruch nehmen will, beschließt er doch lieber in der Erde zu liegen?“.

Für Nachat war das weniger lustig, hatte er in seinen Plänen doch auf den Herzog gebaut.

„Er hat zwei Söhne, nicht wahr?“, fragte der Lachende und wischte sich die Tränen aus den Augen.

„Einen.“, gab der verbannte Grafensohn finster zurück. „Der Ältere ist vor einigen Jahren in den Grenzkämpfen mit Ikantjey gefallen. Der Jüngere hat Prinzessin Amasa geehelicht und war zusammen mit Prinz Jasreel ein Mündel an Herzog Havinons Hof. Er wird sich sicherlich auf Jasreels Seite stellen.“.

Eine Mehrheit von drei gegen zwei war sowieso keine allzu sichere Mehrheit aus dem Kreis der Herzöge gewesen und Nachat hätte von Anfang an lieber vier auf ihrer Seite gehabt und nun war das Befürchtete eingetroffen: sie hätten nun eine Mehrheit von drei Herzögen gegen sich.

„Wir müssen Havinon aus dem Weg räumen.“, fasste er einen Gedanken in Worte, der schon länger in seinem Kopf herumgeisterte.

„Er ist der verletzlichste und der gefährlichste der Herzöge. Das Einzige, was wir tun müssen, ist ihn geschickt umzubringen, seine Tochter in die Finger zu bekommen, sie mit einem gefälligen Gefolgsmann zu verheiraten und schon haben wir den Herzogsthron von Tarea sicher.“.

Sein Verbündeter nickte. „Und zugleich könnten wir auch noch ein weiteres Land hineinziehen, ich bin sicher, dass dein Kontaktmann begeistert wäre.“.

Nachat lächelte. Der Mann, auf den er angespielt hatte, war der, auf den er am stolzesten war.

Er zog eine Karte aus den Regalen und breitete sie auf dem Tisch aus. Ihrer beiden Finger ruhten auf der Karte, strichen Orte an und das Gespräch weitete sich zu einer Diskussion aus.

Doch letztendlich waren sie beide zufrieden.

 

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