Abenteuer in Paxin (Kapitel 3- Meine Ankunft)

Carina hatte geendet und nahm eines der Gläser mit Wasser und trank es in einem Zug leer. Juli und Carina sahen mich unsicher an und ich reagierte sofort, ich fing an zu lachen: ,,Ich eine Prinzessin, was für eine schöne Geschichte, wo ist die versteckte Kamera, wahrscheinlich hatten die Menschen einfach Kontaktlinsen auf den Augen, wir sind an irgendeinem Filmset, sind wir vielleicht bei "Verstehen sie Spaß"? Die sterbenden Statisten waren wirklich gut!" Ich bekam mich nicht mehr vor lachen. Dann schaute ich wieder Juli und Carina an, aber die beiden waren total ernst, kein einziges Lachen oder Lächeln. ,,Das war doch alles nur Spaß. Ach kommt schon, tut mir leid, dass ich es so schnell gespannt hab! Aber redet bitte mit mir, oder sagt mir bitte wie ich hier rauskommen, ich muss ganz schnell mit Sahra telefonieren und ihr diese tolle Geschichte erzählen!" Ich stand auf und drehte mich um, aber die beiden rührten sich immer noch nicht. ,,Das ist alles wahr gewesen, Prinzessin" Carina sah mich ernst an, ,,Du kannst gerne unsere Aufzeichnungen lesen, oder sonst was haben, aber leider muss ich dich enttäuschen, hier ist alles echt, und wir würden dich nicht in Gefahr bringen, wenn wir nicht alles schon probiert hätten, und du nicht unsere letzte Hoffnung wärst!" ,,Tess, leider hat sie recht, es gibt Paxin wirklich. Ich bin eigentlich Julian, Sohn des Grafen Julius von Parni und du bist wirklich Prinzessin Fiona von Paxin, einzige direkte Nachfahrin von König Fabilus von Paxin, der Friedbringende und somit rechtmäßige Herrscherin über Paxin!" Die Ernsthaftigkeit der beiden erschreckte mich, alles was sie als Begründungen für ihre Behauptungen anbrachten war so logisch. Alles klang so wahr, aber wie konnte das sein? Ich setzte mich wieder auf das Sofa, klappte den Mund auf um etwas zu sagen, schloss ihn wieder nur um ihn gleich wieder zu öffnen, aber ich bekam keinen Ton heraus, zum zweiten Mal an diesem Tag fühlte ich mich wie erstarrt. ,,Das kann nicht war sein, da muss eine Verwechslung vorliegen, ich bin nur ein normaler Teenager, nur eine mittelmäßige Schülerin, wie kann ich den bitte eine Prinzessin sein, ihr habt da glaub ich einen Fehler gemacht, ich muss euch leider enttäuschen." ,,Es ist kein Fehler, du musst uns glauben!" ,,Ok, selbst wenn ich eine Prinzessin seien sollte, euch ist schon klar, dass ihr mir gerade gesagt habt, dass ihr von mir erwartet das ich ein Land rette. Noch dazu eines von dem keiner, der daher kommt wo ich komme jemals gehört hat? Ok, für wie blöd haltet ihr mich? Selbst wenn das wahr ist, dass ich wirklich in einem anderen Land bin, das einfach so hinter einem Wasserfall existiert, warum sollte ich dieses Land retten, ihr könnt mir ja irgendeinen Schwachsinn verkauft haben, vielleicht ist das ja ein Selbstmordkommando und ihr braucht nur irgendeinen Blöden der mitmacht!" Carina und Juli sahen sich an und schüttelten den Kopf ,,Oh Tess, du redest schon wieder zu viel und zu schnell, merkst du eigentlich was für einen Blödsinn du von dir gibst? Das ist alles wahr, ich muss dich wieder mal bitten mir zu vertrauen! Außerdem hat das sehr wohl Auswirkungen, auch auf deine Welt, wie du es nennst. Wenn Paxin fällt, ist der Weg in eure Welt nicht mehr weit, wer weiß, ob sie dann nicht euch angreifen, und ihr seit wirklich noch nicht bereit für so einen Angriff!" Juli sah mir direkt in die Augen, und bei seinem Blick konnte ich nicht anders, ich glaubte ihm fast sofort. ,,Was heißt das jetzt? Wird jetzt von mir erwartet das ich nach Paxin gehe und alles Unheil ausschalte? Das kann ich nicht, wie soll ich das den bitte machen?" ,,Nein, du musst jetzt erstmal wenig machen, du hast jetzt erstmal eine Woche um dich in deinen Räumen einzurichten und dich zu erholen, in dieser Zeit sind die einzigen Leute mit denen du zu tun hast, Juli, ich und ein paar Freiwillige, die dir helfen beim kochen, waschen und so weiter. Danach bekommst du ein Training, das sowohl Selbstverteidigung als auch Angriff beinhaltet. Und danach schauen wir weiter." ,,Moment Mal, in meinen Räumen einrichten? Wie meint ihr das?" ,,Tess, wem meinst du gehören alle diese Räume? Ok, ein Raum mit Bad gehört mir, und einer Carina, aber den Rest des Hauses darfst du gestalten wie du möchtest, vorausgesetzt du möchtest das, wenn nicht übernehme ich das gerne!" Da war wieder das Grinsen auf Julis Gesicht. Das schiefe Grinsen, was ich so an ihm mochte, immer wenn er mich versuchte aufzumuntern schaute er mich mit diesem Grinsen an, dann fühlte ich mich meistens besser. Auch dieses Mal, ich musste sogar auch grinsen, sein Geschmack war einfach grottenschlecht, wäre ja noch schöner wenn er die Inneneinrichtung übernehmen würde! ,,Du darfst mir gerne helfen!" Schlug ich als Kompromiss vor. ,,Das machen wir aber auf jeden Fall erst morgen!" Mit diesen Worten stand er auf und ging zu einem Fenster, schaute kurz hinaus, gähnte und streckte sich. Erst jetzt bemerkte ich, dass es draußen schon dunkel war und die Lichter im Haus angegangen waren. ,,Komm, ich zeig dir dein Zimmer!" Carina hackte sich bei mir ein und führte mich aus der Bibliothek, sie lächelte...

Wir kamen in einen langen Flur, an der ersten Tür stand "Graf Julian" an der nächsten "Prinzessin Fiona". Ich ging weiter und suchte eine Tür mit meinem Namen. ,,Tessa, hier ist alles auf die Prinzessin eingerichtet. Hier heißt du Fiona." Ich brauchte einen Moment um ihn zu verstehen. Aber dann war ich gespannt auf mein Zimmer, ich hoffte auf ein bequemes Bett eine schöne Dusche. Carina öffnete die Tür: ,,Und hier sind wir, immer herein in die gute Stube!" Sie ließ mir den Vortritt. Mir fiel der Kinnladen herunter nachdem ich eingetreten war. Es war ein wunderschöner Ausblick. Von der Eingangstür aus hatte man einen Blick auf eine große Glasfront, davor standen Sitzgelegenheiten, zwei Sessel und ein Sofa, es erinnerte ein bisschen an die Bibliothek, auf einem flauschigen Teppich. Neben der Tür war eine kleine Kommode und Kleiderhacken. Links gingen zwei Türen weg. Wir gingen direkt auf die Glasfront zu. Kurz vor dem Sofa machte Carina eine große Tür auf, die in einen hellen Raum führte. Das musste das Schlafzimmer sein. Das große Himmelbett war einfach nicht zu übersehen. Aber mindestens genauso freute mich das große Bücherregal das ich rechts neben der Tür entdeckte, bis obenhin voll mit Büchern! Der Raum war in einem angenehmen Weinrot gestrichen, anders als der große Raum vorhin, der in einem hellem Orange erstrahlte. Zwischen Bett und Bücherregal fand sich eine Tür auf die Carina jetzt zeigte. ,,Da findest du das Bad, mach dich noch ein bisschen frisch und geh dann schlafen, ich habe das Gefühl, dass wir in den nächsten Tagen noch viel zu besprechen haben." Ich nickte nur, immer noch überwältigt von der Größe der Räume. ,,Morgen hol ich dich dann ab, aber keine Angst, du kannst solange schlafen wie du willst, wir haben viel Zeit. Falls du heut Nacht irgendetwas brauchst dann findest rechts neben deinen Räumen Juli und links mich, einfach klopfen." Sie wünschte mir noch eine gute Nacht und ging. Nach dem ich mir noch einmal mein Schlafzimmer angesehen hatte ging ich ins Bad. Und wieder überraschte mich die Größe. Der mit vielen Spiegeln ausgestattete Raum verfügte über eine geräumige Dusche und eine Wanne, die eher an einen Whirlpool erinnerte. An der gegenüberliegenden Seite stand in der einen Ecke ein riesiger Spiegeltisch mit lauter Schminke und ähnlichem. Eine kleine Tür führte in den Hauptraum zurück. Daneben befand sich noch ein separater Raum in dem sich ein Klo befand. Da entdeckte ich noch eine dritte Tür. Als ich sie öffnete empfing mich ein dumpfes Licht, es war dunkler als in den anderen Räumen. Ich brauchte einen Moment bis ich etwas erkennen konnte. Ich schnappte nach Luft. Es war ein begehbarer Kleiderschrank von der Größe meines Schlafzimmers. Direkt gegenüber der Tür zu meinem Bad befand sich ein Schrank in dem umwerfende Kleider zu finden waren. Richtige Ballkleider! Ich drehte mich einmal um mich selbst. Links befand sich ein Schrank in dem ich mehrere Badeanzüge und Bikinis aber auch Trainingsanzüge und Waffen fand, rechts ein Schrank mit Jeans und T-Shirts. Was für ein glück, den nur in Kleidern würde ich nicht aushalten. Es gab aber auch hohe Regale mit Schmuck und Schuhen, mehr als ich meinem bisherigen Leben jemals besessen hatte. Als sich die erste Begeisterung etwas beruhigt hatte, merkte ich erst wie müde ich war. Ich nahm mir einen Schlafanzug, nach dem ich gefühlte fünf Minuten suchen musste mit und ging kurz duschen. Vor der Dusche fand ich eine Vielzahl an Seifen und Shampoos, ich entschied mich für eine nach Rosen duftende Seife und ein Apfel Shampoo, meine übliche Wahl, allerdings kannte ich keine der Marken.
Nach dem ich mich in den flauschigen Handtüchern trockengerieben hatte und eine Zahnbürste gesucht und gefunden hatte und endlich ins Bett konnte, ging ich den heutige Tag noch einmal durch, das war alles so unwirklich. Über mein Grübeln musste ich wohl eingeschlafen sein...

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