Allisters Geheimnis

Badria versorgte die Wunde des Elfs so gut sie konnte. Sie hatte ihm den Faden des Dämons Church aus der Brust geschnitten, er hatte sich vom Rücken bis fast zum Herzen gebohrt und eine schreckliche Entzündung verursacht. "Das sieht nicht gut aus!", stellte sie fest "ich kann nichts gegen sie Entzündung tun ohne dabei dein Herz zu verletzen!" 
Allister verzog sein Gesicht: "Dieser irre Dämon möchte das ich sein Schicksal teile und ein Leben ohne Herz lebe! Jeden Abend verschließe ich die Wunde, aber am nächsten Tag bricht sie auf und ist schlimmer als je zuvor!" Badria zuckte mit den Schultern: "Ein Leben als Vampirelf wäre nicht zu verachten!" Allister lachte: "Diese getriebenen Blutsauger, dann hättest du ein gutes Geschäft mit mir, nicht war Satansbraten?"
Badria lachte, natürlich wäre ein Stammkunde der teures Blut trinkt in ihrem Sinne.

Als Vanessa aufwachte ging gerade die Sonne auf. Sie merkte das sie nicht alleine war. "Deine Schwestern haben sich auf den Weg zu Finn gemacht, er scheint etwas entdeckt zu haben das Ihre Aufmerksamkeit erfordert!", Allister hielt ihr die Hand hin "komm schon, wir müssen deine Kräfte unter Kontrolle bringen!" 
Allister trainierte Vanessa die nächsten Tage nach dem selben Prinzip wie am ersten Tag, Kontrolle und den richtigen Einsatz der Dunkelheit und Vanessa wurde auch immer besser. 
Ihr entging nicht das der Elf von Tag zu Tag schwächer wurde und es ihm immer mehr Kraft kostete sie aus der Dunkelheit zu holen wenn sie es übersah und zu tief hineingezogen wurde.
Nach einer Woche machte sie sich schon wirklich Sorgen. Er stand wie üblich einfach in ihrem Zimmer, unter seinen Augen lag ein dunkler Schatten und sein Körper wirkte aufgezerrt. Trotzdem bestand er darauf das Training fort zu setzen und so gingen sie wieder an den Fluss. Schon auf dem Weg bemerkte Vanessa das er schwer atmete. Sein Gesicht war kreidebleich und er hatte Schweißperlen auf der Stirn. "Ich muss mich kurz setzen!", presste er hervor und lies sich an der Böschung des Flusses auf den Boden sinken. Vanessa berührte seine Stirn, sie glühte. "Was ist los?", fragte sie verängstigt. Sie hatte den arroganten Elf in den letzten Tagen ins Herz geschlossen und konnte nicht mit ansehen wie er sich selbst leiden lies.
Allister begann Blut zu husten und viel zurück. Vanessa bemerkte einen nassen dunklen Fleck auch seiner Brust, vorsichtig befreite sie seinen Oberkörper und wich erschrocken zurück. In der Mitte seiner Brust klaffte eine große tiefe Wunde, schwarze Fäden verliefen bis zu seiner Schulter. Allister stöhnte vor Schmerz, Vanessa betrachtete die Fäden genauer. Sie musste sofort ab Church denken. Wenn ihm der Dämon das angetan hatte schwebte er in größter Gefahr. Sie überlegte angestrengt - was sollte sie dagegen tun. 
"Du hast einen Teil deiner Kräfte auf mich übertragen, also nicht nur die des Schattens!", Vanessa strich ihm über die Wange "Mari steh mir bei!"
Um Vanessa begann das Grad grüner und saftiger zu werden, ihre Schwester schien sie zu erhören. Sie konzentrierte sich auf die Wunde, stellte sich vor wie die Fäden aus Bosheit dem Licht weichen mussten. Sie spürte ein helles Feuer in sich, es strahlte, wurde größer und erfüllte sie. Ihr Haar wurde Strähne für strähne wieder goldblond, so wie früher. Es wurde dichter, ihr Körper begann sich zu regenerieren und erlangte seine alte Form zurück. Goldene Strahlen schossen aus dem Boden, Maris Schemen tauchte hinter ihr auf und legte ihr die Hand auf die Schulter: "Du schaffst das kleine Schwester!", flüsterte Mari.
Ein blendendes Licht schoss aus der Stelle wo Mari und Vanessa knieten. Das Gras im sie herum bekam einen Wachtumsschub und strahlte im schönsten grün. 
Seltsame Zeichen erschienen auf Vanessas Haut, weiße Linien welche die Symbole der Elemente bildeten. Ein sanfter Wind streichelte ihr durch Haar.
Als Vanessa die Augen öffnete spürte sie wie diese Kraft sie in die Luft hob. Sie sog die Luft ein, atmete sie aus, levitierte über dem Boden.
Als Allister zu sich kam merkte er das der Schmerz in seiner Brust verflogen war. Die schwarzen Fäden waren verschwunden, alles was blieb war eine dünne Narbe.
Er schaute auf, Vanessa stand vor ihm, wie er sie kennen gelernt hatte. Ihre blonden Haare fielen sanft über ihre Schulter, ihr Körper war wieder voll und gesund. Auf ihrer Brust waren die Symbole der Elemente abgebildet.
"Jetzt ist alles klar!", er stand auf und strich mit dem Finger sanft über die Symbole "Celles ist Feuer, Saphira Wasser, Mari Erde und du Vanessa, du bist Luft!" 
Maris Schemen lächelte: "Jede von uns hat ihre Gabe in einem Moment größter Not entdeckt. Lebt wohl, wir werden uns wieder sehen!" 
"Danke Mari", flüsterte Vanessa. Allister stand immer noch vor ihr, fuhr sich verlegen durch seine Haare: "Sieht so aus als bräuchtest du meine Dienste nicht mehr, also werden sich unsere Wege wohl trennen!" 
Vanessa lächelte ihn offen an: "Ich werde dir nichts schuldig bleiben!" 
Die Distanz zwischen ihnen war nicht besonders groß gewesen, Vanessa legte legte ihre Arme auf seine Schultern. Sie umarmten sich.
"Ich möchte nicht das du etwas tust, nur weil du denkst mir etwas zu schulden!", flüsterte Allister. "Ich würde auch ohne meine Schuld das gleiche tun!", erwiderte sie und küsste ihn.

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