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6.Kapitel



Die Sonne weckte Kardian. Er streckte sich und stand schon nach einigen Augenblicke auf. Normalerweise musste Kardian schon frühmorgens zum Unterricht, sieben Tage die Woche ohne Unterbruch. Deshalb genoss er es umso mehr nicht aufstehen zu müssen. Er sah in Cassie`s Gedanken das sie noch joggen war. Joggen war Cassie sehr wichtig und Kardian wollte ihr ein bisschen Freiraum geben also ging er nach unten in die Küche um Ada zu helfen die gerade irgendwelche Kräuter mörserte. Ada erzählte ihm Geschichten von den Ureinwohner Amerikas, von griechischen Götter und andern Sachen. Sie merkte, dass sich Kardian sehr für die Geschichten und Legenden interessierte und war glücklich darüber einen so aufmerksamen Zuhörer gefunden zu haben. Die beiden unterhielten sich gerade über Zeus der Früher den Weltgrund darstellte. Kardian glaubte nicht an Götter aber an eine grössere Macht vor niemand genau wusste wer oder was sie war. Vielleicht hatte er Recht damit vielleicht aber auch nicht. Aber wer konnte schon 100% sicher sein das er bei solchen Sachen recht hatte? Kardian erschrak schon fast als sich Cassie mit einem protestierendem Laut bei ihm bemerkbar machte. „Nur eine höhere Macht? Ich denke, dass man sehr wohl weiss wer diese höhere Macht ist. Welche der Theorien hat sich am längsten gehalten? Wo überschneiden sich die meisten Meinungen?“ sagte sie. Kardian hatte keine Lust mit ihr zu Streiten also lies er es so stehen. Auch Cassie wollte auch keine Diskussionen über dieses Thema führen. Stattdessen teilte sie ihm mit, dass sie bald zu Hause sei. Mittlerweile war es schon fast Mittag und Ada ging in die Küche um ein Mittagsmahl vorzubereiten. Sie bat Kardian ihm zu helfen, aber dieser wusste nicht mal was rüsten heisst. Ada hatte Geduld mit ihm und zeigte ihm was er machen sollte. Cassie lachte ihn nur stumm aus. Vielleicht war es doch besser, dass aus ihm kein Erntearbeiter wurde: schon nach einigen Minuten hatte er sich in den Finger geschnitten. Da er auch beim Tisch decken keine grosse Hilfe gewesen wäre schickte sie ihn in das Wohnzimmer wo er lesen konnte. Er suchte sich ein Buch mit Gedichten aus. Eines gefiel ihm besonders gut und er bat Ada um Papier um das Gedicht abzuschreiben. Auf dem Jupiter war jegliche Kunst verboten gewesen da es nach dem Ältesten Zeitverschwendung sei. Doch Kardian merkte wie sehr er Kunst liebte. Eines der Gedichte fand er besonders schön: Heimweh

Wer in die Fremde will wandern,
Der muß mit der Liebsten gehn,
Es jubeln und lassen die andern
Den Fremden alleine stehn.

Was wisset ihr, dunkele Wipfel,
Von der alten, schönen Zeit?
Ach, die Heimat hinter den Gipfeln,
Wie liegt sie von hier so weit!

Am liebsten betracht ich die Sterne,
Die schienen, wie ich ging zu ihr,
Die Nachtigall hör ich so gerne,
Sie sang vor der Liebsten Tür.

Der Morgen, das ist meine Freude!
Da steig ich in stiller Stund
Auf den höchsten Berg in die Weite,
Grüß dich, Deutschland, aus Herzensgrund!

Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

(1788 - 1857), deutscher Dichter, Novellist und Dramatiker



Eigentlich hätte der Text einige seiner Gefühle spiegeln sollen.Doch je mehr er darüber nachdachte desto mehr merkte er, dass er sich eigentlich doch sehr wohlfühlte auf diesem Planeten. Zuhause hatte er keine richtige Familie. Der Älteste war nur ein Mentor für ihn. Er beanspruchte fast alle Zeit von Kardian um ihn zu lehren ein Anführer zu sein, deswegen hatte er auch keine Freunde. Eltern hatte er auch nicht. Er wurde aus einer DNA gezüchtet die extra für die Anführer zusammengestellt wurde. Kardian sah deshalb gleich aus wie der Älteste und der sah aus wie die anderen Ältesten davor. Cassie war die einzige Person die ihm so nah ist. Das wäre auch so wenn die beiden ihre Gefühle und alles andere verbunden hätten. Stumm hörte ihm Cassie zu sie war inzwischen nämlich wieder zurück gekommen und stand in der Wohnzimmer. Sie sah müde aber trotzdem erholt aus und auf ihren Lippen war ein seliges Lächeln. Schnell bemühte er sich an etwas Anderes zu denken. Ada kam gerade im richtigen Moment um zum Essen rufen. Beide Atmeten erleichtert auf und gingen zum Tisch. Während dem Essen klingelte Ada`s Handy ihrem Blick nach war es wohl Grace. Beunruhigt sahen sich Cassie und Kardian an. Ada nahm es jedoch sehr gelassen. Zur Verärgerung von Cassie und Kardian verliess sie das Wohnzimmer und ging in den Garten. Offenbar stritten sich die beiden sehr denn Ada`s aufgeregte Stimme verstand man fast durch die dicke Betonwand hindurch. Die Beiden versuchten sich trotzdem aus Höflichkeit abzulenken. Kardian las in seinem Buch weiter und Cassie malte an ihren Pflanzenbilder weiter, die sie für ihre Aufbewahrungsgläser der Kräuter brauchte. Sie hatte grosses Talent, da sie ein gutes Auge für die Natur hatte. Friedlich sassen sie den ganzen Nachmittag zusammen, gingen ihren Aktivitäten nach und tauschten ihre Gedanken und Erinnerungen miteinander. Zuvor war Ada mit ihrer Handtasche vorbei gerauscht und meinte die beiden müssten nicht auf sie warten. Sie hat sehr wütend ausgesehen, sogar Cassie kannte sie kaum von dieser Seite. Nun war schon Abend und von Ara fehlte immer noch jegliche Spur. Cassie rief ihre Mutter an aber dort nahm niemand ab, Grace war wohl wieder zu beschäftigt. Und auch nach dem fünften Anruf nahm sie nicht ab. Die Beiden wurden immer wie unruhiger. Als es dann zehn Uhr war hielten sie es nicht mehr aus und beschlossen sich auf die Suche nach ihr zu begeben. Sie packten das wichtigste ein, denn keiner der Beiden wusste wie lange die Suche dauerte. Sie nahmen Kleidung, Essen, einige Kräuter mit, sogar einige Waffen packten sie mit ein. Dann verliessen sie Ada`s Haus und machten sich auf den Weg.

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