Aus irgendeinem Grund war es, als hätte ich das schon eimal erlebt. (M)

Grace‘ Sicht:

Ich stand auf und eine Wut (ich wusste nicht, wie sie so groß sein konnte) stieg in mir hoch. Ich war nach einigen Schritten schon bei Thomas. Er sah mich mit großen Augen an und ich hätten ihn dafür ohrfeigen sollen. Ich wischte mir die Tränen ab. „Du scheiß Arschloch“ Er starrte mich so intensiv an, dass ich nicht anders konnte als den Blick abzuwenden. „Oh Gott… ich habe keine Ahnung wie WIR nur befreundet sein konnten.“ Das Mädchen neben ihm konnte es, augenscheinlich, nicht glauben und brachte kein Wort heraus. Genau wie Thomas. Ich lachte verhasst und blickte wieder zu Thomas. „Einerseits hasse ich dich von ganzem Herzen - andererseits kann ich dir nur danken. Ich hatte eine kleine Erinnerung an dich. Da hat dich eine andere Tussi geküsst. Ich glaube, dass war in einem Theater. Weiß nicht, aber so wie ich sehe…“ Ich wendete mich zu seiner kleinen Freundin: „… wirst du ja ziemlich oft, vor meinen Augen vor allem, von anderen geküsst.“ Ein Typ, der die ganze Zeit neben ihnen saß (ich hatte ihn bis jetzt gar nicht bemerkt) hatte mich auch die ganze Zeit angesehen. „Thomas? Wer ist das?“, fragte dieser. „Das… das ist Grace.“ Die Blondine stand auf. „Thomas… es tut mir so leid.“ Ich sah Traurigkeit in ihren Augen aber ich würdigte sie keines weiteren Blickes. Ich stand immer noch da. Hinter mir pfiffen Jeremy und die anderen. „Gracie, komm wieder her. Er ist es nicht wert!“ Ich sah nach hinten. Frederico grinste mich an. Ich guckte noch einmal zu Tom, bevor ich zu Frederico kam. Ihm in die Arme. Tom saß wie erstarrt da und wendete seinen Blick nicht von mir ab. „Was glotzt du so, kleiner Arsch?“ Ich kicherte und schmiegte an Frederico. Er umarmte mich noch fester. „Grace…“ Thomas war aufgestanden und als er meinen Namen sagte, war es so leise, als wolle er, dass nur ICH es hörte aber das war nicht so. „Junge, verpiss dich und lass Grace in Ruhe!“ Jeremy kam auf ihn zu. Er erhob die Arme und verließ den Laden. Der Typ von vorhin folge ihm. „Oh Gott…“ Ich war erleichtert und wir setzten uns an den Tisch. Ich in Fredericos Schoß.
Wir waren lange dort und ich fühlte mich so glücklich, dass ich nicht anders konnte, als Thomas aus meinen Gedanken auszusperren. Frederico hat beschlossen, mich bis nach Hause zu begleiten. Während wir den Weg gingen, Hand in Hand, sprachen wir nicht fiel. Es war kurz vor Mitternacht. „Grace?“ Frederico blieb stehen. „Ja?“ Er kam näher zu mir. Er nahm mein Gesicht in seine Hände. Erst sah er mir in die Augen und ein Lächeln huschte über unsere Gesichter. Seine dunklen Augen strahlten etwas aus, was ich nicht kannte und ich fand es umso anziehender. Er wirkte so geheimnisvoll. Plötzlich küsste er mich. Ich schloss die Augen und legte meine Arme um seinen Hals. Als er sich von mir löste, schnappte ich nach Luft. Er sah zufrieden aus und lächelte mich an. Er zog mich wieder weiter. „Hey! Warte!“ Ich lachte. Als wir bei mir ankamen, fragte ich ihn, ob er vielleicht noch herein kommen wolle. Aus irgendeinem Grund, war es, als hätte ich das schon einmal erlebt. Er nickte. Fuck ich kannte ihn noch nicht einmal. Wir küssten uns die ganze Zeit und ich zog ihn in mein Zimmer. Wir hatten ein paar Probleme, die Stufen hoch zu steigen, aber wir nahmen es mit Humor und landeten schließlich doch ans Ziel. Er zog mich an sich und wir legten uns ins Bett. „Grace… du musst es nicht tun.“ Frederico sah mich ernst an. Ich küsste ihn nochmal. „Ich WILL aber.“

Ich hatte zuvor noch nie mit jemandem geschlafen. Es war etwas ganz neues. Als ich in der Früh aufstand, lag Frederico im Bett und schlief noch. Ich zog mich an und weckte ihn sanft auf. „Hey… Schlafmütze!“ Er blinzelte und als er mich ansah lächelte er. „Hey“ „Ich mach Frühstück, okay? Das Klo und Badezimmer ist zwei Türen weiter. Wenn du willst kannst du dich auch duschen.“ Ich ging hinunter in die Küche. Es gab Eier und Frape. Die Eier brutzelten in der Pfanne als Frederico hinunter kam. Er hatte kein Hemd an und ich MUSSTE auf seine ernstzunehmenden Muskeln sehen. Er sah einfach umwerfend aus. „Oh. Sieh mal einer an.“ Ich ging zu ihm und legte meine Hände auf seine Brust. „Hallo, Schöne.“ Er gab mir einen Kuss auf die Stirn. „Widme dich schnell deinen Eier- sie werden noch ganz verkohlt. Warte ich helfe dir“ Dankbar sah ich in seine Augen. Er zog sich ein Shirt an und ging zu mir in die Küche. Er presste Orangen aus und schnitt Obst. Die Mir wurde langsam heiß. Ich wusch mir meine Hände- dabei spritzte ich ihn lachend an. „Eine kleine Abkühlung für den werten Heern!“ Er erschrak kurz, nahm dann auch eine Handvoll Wasser und ergoss sie auf mein Haar. Ich schrie auf und er kicherte, nahm mich in den Arm, wie gestern, und wog mich hin und her. Mir fiel eine schwarze Strähnen fiel mir ins Gesicht. Ich pustete sie weg. Frederico nahm die Strähne und ließ sie im Sonnenlicht aufleuchten. „Frederico?“ Er strich sie hinter mein Ohr. „Ja?“ „Die Eier.“ Er ließ mich los und ich stürzte mich zur Pfanne. Die Eier waren noch nicht so schwarz aber kurz davor es zu werden. Geschickt wendete ich sie, überlegte mir aber sie sofort auf unsere Teller zu geben. Frederico hatte diese bereits vorbereitet. „Danke.“ Er nickte und lächelte sein schönstes Lächeln. So hat mich Thomas immer angesehen. Moment. Ich erschrak. „Grace? Hey. Was ist los?“ Meine Augen weiteten sich. „Frederico.“ Mir wurde schwindelig und ich wollte nichts wie weg von hier.

Ich erinnerte mich an Thomas.

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