Belle Land (15)

14. Kapitel


Spiele und Spass Abend mit abruptem Ende


Noch ein paar Tage, blieb ich in Foxxys Schloss, um mich von den schlimmen Erlebnissen im Alptraum zu erholen. Foxxy fühlte sich irgendwie schuldig, wegen der Ereignisse und beschloss, das gefährliche Buch vorläufig niemandem mehr zu zeigen. Ich bedauerte das, aber vielleicht war es auch besser so.

Nachdem ich mich wieder genug gestärkt fühlte, beschloss ich, nach Hause zurück zu kehren und wieder einmal einen Abstecher ins Atrium zu machen. Dort wollte ich meine lieben Belle Freunde, zu einem Spiele und Spass Abend treffen. Im Atrium, hatte es auch ein kleines, aber feines Casino, mit verschiedenen Spieltischen und einer ganzen Reihe einarmiger Banditen (Spielautomaten) . Mit seinen wunderschönen, grossen Kronleuchtern und der Einrichtung aus der Belle Epoque, erinnerte es ein wenig an das bekannte Casion der Luxus- Stadt Monte Carlo. Nur dass hier nicht um Geld gespielt wurde, sondern um Edelsteine und Feenstaub. Es gab ab und zu auch ganz besondere Dinge zu gewinnen, meistens Produkte aus dem Sexy Little Horrorshop von Megan. Darunter z.B. Nymphen- und Faun- Salz , Dryadenfrucht, Einhornblut uvm. (Lest dazu: Das Sexy Little Horrorshop von Meg.)  Das war mit ein wichtiger Grund, warum ich schon öfters an diesen Spielabenden teilgenommen hatte. Es ging mir sowieso nicht in erster Linie, um Feenstaub oder Edelsteine, weil mir schon meine Babys (Texte) eine Menge Feenstaub eingebracht hatten und Steine bekamen wir ja schon durch unser blosses Dasein, in diesem herrlichen, lieblichen, fantastische, ja schlicht göttlichen, Belle Land!

Vor allem aber, ging es mir darum, mal wieder den grössten Teil der Belle- Bürger, an einem Ort anzutreffen. Es waren immer sehr lustige Abende. Wir spielten, scherzten, assen leckere Speisen und tranken Rum und vor allem Met aus Rics (einstmals DerTypInSchwarz) hauseigener Brauerei, den er stets mit viel Liebe herstellte (Lest dazu auch Rics Anleitung zur Met Herstellung: Honigwein für Dummies, eine wahrlich lehrreiche Lektüre!)  

Megan stand heute höchstselbst hinter der, bläulich beleuchteten Bar des Casinos, schenkte den Alkohol aus und nahm auch die Lose entgegen, die man beim Black Jack und beim Poker gewinnen konnte, um einige der kostbaren Utensilien aus Megs Shop zu ergattern. Sogar bei den Automaten gab es ab und zu solche Mega(n) Glückstreffer. Unser Big Ben, gab allen ein kleines Startkapital, aus Feenstaub und Edelsteinen und mit diesem, begannen wir nun eifrig zu spielen. Tja, der liebe Ben, war schon grosszügig. Als König von Belle Land, lag ihm das Wohl der vielen Belle- Bürger eben am Herzen.  

Die meisten eingefleischten Belle- Bewohner, waren auch wirklich da und wir hatten grossen Spass bei Wein, Spiel und Gesang. Doch zwei besonders wichtige Personen fehlten an diesem Abend: Unsere liebe Kathy und der Flauschbärenbotschafter, unser hochgeschätzter Felix! Zuerst dachten wir, sie kämen etwas später, die Spielenacht war ja noch lang. Doch sie kamen und kamen nicht. Langsam machte sich deswegen etwas Unruhe breit, denn so ein Abend ohne unsere Kathy und ohne unseren Felix, nein das ging nun wirklich nicht! Doch niemand wusste etwas, nicht mal Ben.

Sharimaya unsere liebe Hexen- Mutter, wollte schon ihre Kristallkugel hervorholen, um den Verbleib unserer beiden Freunde dadurch heraus zu finden…. da wurde auf einmal die Tür aufgerissen und Kathy stürmte, völlig aufgelöst in ihrer anmutigen Menschengestalt, herein. «Felix ist verschwunden!» schrie sie.

«Was? Aber das ist ja entsetzlich!» riefen alle wie aus einem Munde. «Hast du auch wirklich überall gesucht, wo er sich normalerweise aufhält?» fragte Ben. «Ja…» Kathy holte tief Atem und liess sich niedergeschlagen und erschöpft auf einen Stuhl fallen. «Dabei meldet er sich doch sonst regelmässig bei mir. Nun jedoch… ist er einfach weg, einfach unauffindbar…» «Aber…» hakte ich nochmals nach, «warst du auch wirklich überall?» «Nun, sein ganzes Biotopenreservat, konnte ich natürlich nicht durchkämmen, aber bisher war das auch nie nötig. Meistens ist er in seiner Forscherhütte und Spiele- Spass Abende, lässt er sich sonst normalerweise auch nicht entgehen.»

Unsere Seegraf, nickte verständnisvoll, trat zu Kathy und legte ihr mit einer väterlichen Geste die Hand auf die Schulter, um sie etwas zu beruhigen. «Das alles, klingt ziemlich ernst. Ich glaube, wir sollten wirklich einen Suchtrupp zusammenstellen, wenn er noch immer nicht aufgetaucht ist. Ich habe mich die letzte Zeit auch schon öfters gefragt, wo Felix wohl abgeblieben ist.» «Aber Felix wird uns doch wohl nicht einfach so im Stich gelassen, oder vergessen haben?» meinte ich bedrückt. «Nein, nein,» sprach Kathy «Bestimmt nicht! Ich weiss zwar, er hat viel um die Ohren und vielleicht manchmal den einen oder anderen Herz-Schmerz, aber das heisst nicht, dass er uns vergessen hat, niemals! Doch nicht unser Flauschbärenbotschafter. Das würde er nie tun!» «Ganz sicher nicht!» sprach Meg, die sich nun auch zu uns gesellt hatte. «Aber ich denke wie Seegraf, dass wir uns auf die Suche nach ihm machen sollten.» «Ja, das finde ich auch!» stimmte ich zu. «Alle zusammen werden ihn bestimmt ausfindig machen können. Möge der Flauschbär mit uns sein!» Und… der Zottelbär…,» fügte Meg hinzu «… der grosse, dunkle Antiflausch ebenfalls!»

Mit so viel bäriger Unterstützung konnte nun wirklich nichts mehr schiefgehen. «Heute ist es leider schon zu spät, um nach Felix zu suchen.» sprach Ben. «Aber gleich Morgen bei Sonnenaufgang, geht die Suche los. Wäre es Ok. wenn wir im Schloss Telrûnya den Rest der Nacht verbringen, damit wir gleich beim ersten Sonnenstrahl, Richtung Biotopenreservat, aufbrechen können?» «Ja, natürlich!» meinte Kathy, sichtlich erleichtert, dass wir ihr bei der Suche halfen. «Ich mache euch ein Portal,» sprach ich und bewegte meinen Stab. « Ich wollte Kathy eh schon lange mal in ihrer Welt besuchen und das Biotopenreservat, habe ich auch noch nie gesehen.» Ich murmelte ein paar Worte und sogleich öffnete sich ein Portal, hinter welchem nun ein wunderschönes, fruchtbares Land mit einem klaren, flaschengrünen See auftauchte. Ich kannte diesen Ort von einer Fotografie, welche im Eingangsbereich der Taverne, von Belle- Land hing. Dort befanden sich verschiedene Bilder und Karten unserer Welt. Die Karten hatte einst unser grosser dunkler Vampirfürst Phobos Escanor erstellt und immer wieder waren mehr Details dazu gekommen. Am Ufer des Sees lag ein altes, romantisches, schon etwas verwittertes Schloss, mit einstmals zwei Türmen, von denen jedoch der eine schon länger zusammengefallen war. Herrliche Rosen, blühten in den liebevoll angelegten Gärten darum herum.

Sogleich durchschritten wir alle der Reihe nach das Portal und standen nun am Ufer des Sees. Das Schloss Telrûnya lag gleich daneben. Es war bereits dunkel und tausende von Sternen erleuchteten den samtenen Nachthimmel, über dem herrlichen, fruchtbaren Land. Es gab hier eine Menge, teils uralte Bäume, mit knorrigen Ästen und dichtem Blätterwerk. Der silberne Halbmond stand über den Zinnen des Schlosses und verlieh selbigen eine fast etwas Spukschloss- artige Atmosphäre. Mir gefiel es hier jedoch sehr und ich rief begeistert: «Kathy deine Welt ist so wundervoll!» «Danke!» sprach diese «aber das ist erst ein kleiner Teil davon. Irgendwann werde ich dir alles mal richtig zeigen. Doch kommt erst mal rein! Mal sehen ob Merenwen da ist. Xantha hat, wie ihr wisst, gerade ihren Edwin geheiratet und die beiden sind weggezogen. Und Lad ist gerade auf Reisen.» «Eigentlich schade, besonders Lad hätte ich gern mal gesehen,» meinte ich. «Aber bestimmt wird es mal eine Gelegenheit geben.» «Ihre Suche ist eben noch nicht abgeschlossen,» meinte Kathy nachdenklich «doch ich weiss noch nicht wie sie weitergeht und darum habe ich zur Zeit aufgehört, an meinem Aurenien Baby zu schreiben.» «Ja, das ist schon etwas schade,» erwiderte ich «aber manchmal muss man einfach etwas Geduld haben, bis eine Geschichte weitergeht.» «Ja, es hängt ganz von Lad und den anderen Charakter ab, was weiter geschieht.»

Während Kathy das sagte, drehte sie einen grossen Schlüssel in dem Schloss der Eingangspforte und stiess einen der hohen Türflügel auf. Wir traten alle in eine mächtigen Halle, von welcher aus eine grosse, doppelläufige Treppe nach oben in die Gemächer führte. Alles war still und die Beleuchtung nur sehr spärlich, was allem ein etwas geisterhaftes Aussehen verlieh. Einige Spinnweben blähten sich im leichten Windzug, der von der Tür her kam und es sah wirklich fast aus, als wären da Geister. Doch da spielte mir meine Fantasie nur einen Streich. «Ich will Merenwen nicht aufwecken, also seid leise, ok?» sprach Kathy nun.

Doch als wir oben ankamen stand da auf einmal ein riesiger Wolf vor uns. «Ach du meine Güte!» wir zuckten erschrocken zurück. «Nur keine Sorge, das ist Merenwen in ihrer Wolfsgestalt. Sie hat halt doch zu gute Ohren!» lächelte Kathy «Nur kein Stress Merenwen! Einige der Belle Bürger, wollen hier übernachten, damit wir uns Morgen auf die Suche nach Felix machen können. Er ist verschwunden und darum habe ich sie zur Hilfe gerufen. Du kannst uns mit deiner guten Nase, sicher auch etwas behilflich sein.» Als Kathy das sagte, umhüllte auf einmal ein Nebel den Wolf und ein Knall ertönte. Kurz darauf stand vor uns eine anmutige Frau mit halblangen, schwarzen Haaren. «Wer ist denn Felix?» «Du kennst Felix nicht?» fragte ich erstaunt: «Den Flauschbärenbotschafter, Bellologen und Meisterdetektiv gleichermassen?» «Nein, wir kommen hier nicht so oft mit auswärtigen Leuten in Berührung.» «Das ist schade,» sprach ich, «wie auch immer, wir sind auf der Suche nach Felix.» «Ja und wir könnten deine Hilfe dabei gebrauchen.» «Natürlich helfe ich gerne,» erwiderte Merenwen. «Und wir werden hier im Schloss sicher auch für alle eine geeignete Unterkunft finden. Kommt mit mir!"

Comments

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    Ohje, hoffentlich taucht Flauschbär Felix bald wieder auf...

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    Toll geschrieben, Xandra! Ich beteilige mich gerne an der Suche! :-)

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    FELIX!!! :-)

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