Besuch eines Dieners

Ein Rumpeln ertönte. Samula drehte sich. Er wurde wach. Viel zu früh, wie es Ihm schien. Langsam erhob er seine müden Knochen, schob sich selber auf alle vier Füße. Er schnaubte sich den Staub von der Nase. Dunkel war die Höhle in der er sich mit seinen beiden Brüdern niedergelassen hatte. Als er es geschafft hatte, seinen riesigen Körper auf seine vier Füße zu hieven, schaute er sich um. Seine Brüder schnaubten noch tief schlafend vor sich hin und auch er wollte sich gerade wieder zu ruhe legen, als ein Rauschen über Ihn seine Aufmerksamkeit ersuchte. Er schüttelte seinen Schweif und streckte seine Flügel ehe sich seine monströsen Füße in Bewegung in Richtung der kleinen Nische, durch die Sie damals hier runter gelang sind, machten. Während er der Nische immer näher kam, spürte er etwas sein Gesicht berühren. Etwas was sich bewegte, durch die Luft. Er blieb stehen. "Wind?", grummelte er laut vor sich hin. Als Antwort auf seine Aussage hörte er ein dunkles und genervtes grummeln, weit hinter sich aus dem Schlafraum, aus dem er sich vorhin befreit hatte. Er verdrehte die Augen und ging weiter. Seine müden Knochen knackten unter seinen Bewegungen, aber er merkte wie es langsam besser wurde. Immer mehr Wind spielte an seinen Schuppen herum und versucht Ihn mit Freude anzustecken. Doch Samula war Niemand, der viel Freude hatte, an Dingen, an denen die Völker und Harpen sich erfreuten. 
Als er seinen schweren Körper samt Schweif durch die Nische drückte, war er geblendet von der Sonne. Seine Augen kannten die letzten hundert Jahre nur Dunkelheit und es dauert ein wenig, bis er sich an die Helligkeit gewöhnt hatte. Und auch danach dauerte es ein wenig, bis er verstand, was er sah. Die einst so leere und kahle Welt, die Merge und seine Schar vor Jahrhunderten zurück gelassen hatte, war belebt. Er streckte seine breiten, schuppigen Flügel aus und erhob sich in die Luft. Es dauerte etwas, bis er sich wieder daran gewöhnt hatte seine Flügel zu benutzen, auch der neue Wind machte ihm leichte Probleme beim Start, so waren er und seine Brüder das nie gewöhnt gewesen. Denn Merge, der Herrscher unter Ihnen, hätte niemals so etwas erschaffen können. Sein Neid würde unendlich groß sein, dachte sich Samula. Auch Samula überkam ein Anflug aus Hass und Neid zu gleichen maßen. Er wollte seinen Hass durch einen Brüll hinaus lassen, doch er verstummte als er Gelächter hörte. Er sah sich um. Was er sah waren kleine grüne Wesen, die freudig an einem See spielten und sich unterhielten. Sein ganzer aufkommender Hass steigerte er in diese Wesen.
"Ob Sie wohl alles hier erschaffen haben? Diese kleinen, weichen Wesen?", dachte sich Samula. Und mit diesem Denkanstoß Schwur er sich selber, Sie würden es büßen, sich ihre Welt genommen zu haben. 
Er senkte den Kopf, schlug mit seinen mächtigen Flügeln, welche die Bäume unter ihm zum Boden drückten und flog auf die Wesen zu. Die Wesen verstanden viel zu spät, was für eine böse Kraft auf sie zuflog und versuchten noch zu fliehen, doch vergebens. Samula holte tief Luft, sein Bauch begann durch die Schuppen durch zu glühen, hellblau, es strahlte. Als er wieder ausatmete spuckte er etwas über die Gewässer, Bäume, Pflanzen, Tiere und Wesen, was so kalt war, dass alles sofort gefror. Binnen Sekunden hatte er alles an dem See zu einer Eislandschaft verwandelt. Wenn man sich die Wesen ansah, erkannte man, dass diese in der Sekunde des Berührens, abgestorben waren. Sein innerer Magen konnte eine Masse hervorbringen, die eine Kälte des Absoluten null Punktes gleich kam. 
Samula schaute sich sein Werk an und schnaufte zu frieden. "Mehr!", grölte er so laut, dass selbst die Harpen auf Glasiel ihn vernahmen und in Panik aufbrachen, um zu erfahren, wer er war und wo her er kam. Samula hingegen machte sich bereits auf den Weg Richtung Niteka, um alles Leben zu vernichten. 

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