Kapitel 1                    Andrew

 

Ich klammere mich an die Haltestange im Bus. So viele Menschen an einem Ort. Müsste ich das jetzt jeden Morgen durchstehen? Und von dem Rückweg ganz zu schweigen. Am liebsten würde ich die Notbremse ziehen und aus dem Bus stürmen. Weg von den Menschen. Weg von den Menschen, die jetzt meine Mitschüler sind. Doch diese Blöße kann ich mir nicht geben. Ich darf nicht noch einmal Ärger machen. Nein, nicht noch einmal… Ich möchte nicht wieder auf eine andere Schule. Mein Herz rast und droht mir aus der Brust zu springen. Trotzdem versuche ich mich normal zu benehmen. Tief durchatmen, sage ich mir. Tief durchatmen. Doch wie immer bringt das alles nichts. Mein Puls möchte sich nicht verlangsamen. Ich kann mich nur noch an der Hoffnung festhalten, dass mich zumindest niemand ansprechen wird. Die Busfahrt kommt mir unendlich lange vor. Doch auch als sich die Bustür öffnet und die Schüler herausströmen, spüre ich kein Gefühl der Erlösung. Im Gegenteil. Mein Magen krampft sich bei dem Gedanken daran, dass mir noch das Schlimmste bevorsteht, zusammen. Mit zittrigen Knien verlasse ich den Bus und gehe zu dem Gebäude, welches ich jetzt meine neue Schule nennen darf.


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