„Kazuo!!“
Gerade in der Organisation angekommen wurden die beiden schon von Taida entdeckt. Sein rufen hörte sich nicht gerade erfreut an.
„Was ist denn Taida?“
„Was hast du mit Akito gemacht?“
„Was sollte ich gemacht haben?“
„Das fragst du noch?“
„Diese Fragen führen zu nichts.“, meldet sich Minako zu Wort.
Die beiden schauten sie verblüfft an. Dann wandten sie sich wieder zueinander.
„Kazuo er kam zu mir. Du sollst ihn verprügelt haben. Ohne Grund.“
Bevor Kazuo sich zu Wort melden konnte, tat er Minako.
„Taida das stimmt nicht. Akito kam mir gegen meinen Willen zu nahe. Er hat mich bedrängt. Kazuo kam zufällig dazu und hat ihn von mir weg geholt.“
„Minako ist ja schön, dass du ihn verteidigst, aber Akito hat das etwas anders erzählt.“
„Wie denn bitte?“
„Wie gesagt ohne Grund.“
„Das stimmt nicht! Es war so wie ich erzählt habe! Glaub mir doch Taida.“
Akito stand hinter Taida und lächelte. Öfters schon haben andere durch ihn Ärger bekommen. Er konnte eine Lüge einfach überzeugend rüber bringen.
Taida überlegte. Wen sollte er jetzt nur glauben? Er war sich wirklich nicht sicher. Sowohl Minako als auch Taida hören sich glaubwürdig an.
„Ihr werdet für das Training getrennt. Akito trainiert alleine und ihr beide wieder zusammen. Außer du hast dich noch nicht wieder beruhigt Kazuo.“
„Doch alles wieder gut. Mein Verhalten tut mir auch Leid.“
„Ist in Ordnung.“
„Taida wir müssen reden! Es ist wichtig, sehr wichtig!“
Hoshido kam angelaufen und stellte sich dazu.
„Ich möchte aber nicht, dass die Kinder dabei sind.“
„In Ordnung. Der Tag ist um, geht am besten schlafen, damit wir morgen trainieren können.“
Die drei nickten und zogen ab. Jeder ging in sein eigenes Zimmer und verbrachte den restlichen Abend jeder für sich.

„Was ist den Hoshido?“
„Komm mit...wir haben ein Problem.“
Die beiden gingen in den Konferenzraum. Auch die anderen waren schon da und warteten nur noch auf Taida und Hoshido. Sie setzten sich an ihre Plätze.
„Was ist denn nun?“, wollte Taida unbedingt wissen.
Hoshido stand von seinem Platz auf und ging nach vorne.
„Wir haben ein großes Problem. Wir haben einen Brief bekommen von der obersten Organisation. Sie wollte sich die ganze Zeit nicht einmischen, aber dadurch das die Organisation es nicht geregelt bekommt die Parasiten zu reduzieren müssen sie nun eingreifen. Die obersten Chefs werden zu den Organisationen der Bezirke kommen. Sie wollen die Stadt komplett sicher machen. Allerdings, wollen sie alle die aus dem ersten und zweiten Bezirk hierher geflohen sind zurück schicken. Egal ob jung oder alt.“
Im Raum wurde angefangen zu diskutieren.
„Können sie das denn so einfach?“, wollte jemand wissen.
„Ja leider schon. Sie stehen über uns und wir können uns nicht dagegen stellen. Sie wollen schon in den nächsten Tagen damit anfangen alle wieder in ihre Bezirke zu bringen. Genauso dürfen die von uns ausgebildeten Parasitenjäger nicht mehr jagen. Sie werden aus dem Amt ausgeschlossen und müssen ihre Waffen abgeben.“
„Wie sieht das aus mit denen die hier wohnen?“, fragte der nächste.
„Wir erwachsenen werden hier bleiben dürfen. Hier sind ja so ziemlich alle aus dem dritten Bezirk. Sonst wären sie ja nicht hier. Allerdings die Kinder...Sie müssen zurück in ihrer Bezirke. Kinder aus dem dritten dürfen hier wohnen bleiben. Sie dürfen aber nicht mehr kämpfen.“
„Wird uns das noch mal von einem der Chefs verkündet?“, fragte Taida.
„Ja es wird morgen jemand in die Stadt kommen und vor allen sprechen.“
„Haben wir die Möglichkeit zu verheimlichen, dass jemand aus einen anderen Bezirk kommt?“
„Nein leider nicht Taida...Sie sind genaustens darüber informiert wer wohin gehört. Wir haben keine Chance.“
„Verdammt...“
In der Runde wurde diskutiert. Sie haben alle viele Freunde und Bekanntschaften aus den anderen Bezirken. Wenn sie alle wieder zurück müssen wird der Tot schneller kommen als erwartet. Taidas Sorge war einzig und alleine bei Kazuo. Immerhin kommt er aus dem zweiten Bezirk.
„Werden wir es den Kindern sagen?“, fragte Taida.
„Nein...ich finde es besser, wenn sie es morgen vom Chef erfahren...Ich könnte es ihnen ohnehin nicht erzählen und du glaube ich auch nicht.“
„Nicht wirklich...“
Die Besprechung war vorbei, doch niemand wollte so recht den Raum verlassen. Alle wirkten sehr nachdenklich und teilweise sogar niedergeschlagen. Taida war einer von den niedergeschlagenen. Nur weil der erste Bezirk es nicht hin bekommt, müssen gleich alle darunter leiden? Taida konnte es nicht nachvollziehen. Nach und nach verließen die Mitarbeiter den Raum. Taida und Hoshido blieben als letztes zurück.
„Was wird dann nur aus ihm? Minako habe ich noch bei mir...aber er?“
„Mach dir keine Sorgen Taida. Er wird im zweiten Bezirk wie alle anderen Kinder in ein Heim kommen. Um ihn wird sich gut gekümmert werden.“
„Er wird aber nicht gehen.“
„Das glaube ich auch...“
Taida schlug auf den Tisch.
„Verdammt. Was haben wir mit dem ersten Bezirk zu tun? Nur weil die es nicht hin kriegen müssen wir darunter leiden!“
„Beruhige dich Taida... sich darüber aufzuregen macht auch keinen Sinn.“
„Es nicht zu tun macht es genauso wenig...“
Darauf wusste Hoshido nichts mehr zu antworten. Er saß neben ihn und schwieg. Hoshido hätte nicht gedacht, dass ihn das so sehr mit nimmt. Taida stand auf.
„Ich werde schlafen gehen.“
Er verließ den Raum und ging in sein Zimmer. Hoshido blieb alleine zurück. Ging dann also auch in sein Zimmer.

Minako lag in ihrem Bett und dachte über den Tag nach. Sie konnte nicht fassen, dass sie Kazuo jemals so erleben würde. Auch Kazuo lag im Zimmer nebenan in seinem Bett und dachte darüber nach. Er überlegte allerdings was er da eigentlich getan hat. So war er noch nie zu jemanden gewesen. Nur jetzt muss er nett zu ihr bleiben. Er dachte darüber nach, dass er vielleicht doch ein Fehler gewesen war, aber es ist nicht rückgängig zu machen. Es ist jetzt wie es ist. Hauptsache Akito lässt sie in Zukunft in ruhe.

Der Tag ging für alle zu Ende. Die Mitarbeiter dachten über die Verkündung nach, die Kinder über die Tag, was passiert ist.

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