Bis Weihnachten verging die Zeit relativ schnell. Minako und Kazuo sahen sich ein Tag in der Woche und schrieben jeden Tag. Minako und Kana verbrachten auch so viel Zeit wie nur möglich miteinander.
Heute ist also nun Weihnachten. Die komplette Organisation hat beschlossen zusammen zu frühstücken. Minako hat am Tag zuvor für alle Kekse gebacken. Einige haben ihr dabei geholfen. Sie haben alle die Tische in der Kantine zusammen geschoben, dass sie quasi an einem Tisch saßen.
„Minako, Akito wie kennt ihr es denn. Geschenke zum Frühstück oder zum Abend?“
Beide antworteten zeitgleich zum Abend.
„In Ordnung.“
„Kommst du gleich mit zu Grenze? Ich möchte, dass das Päckchen bis heute Abend an der Scheibe liegt.“
„Ich werde mich darum kümmern.“
Nach dem Frühstück gingen die beiden also zusammen zur Grenze. Dort redete Taida mit den Wachen. Die den Wunsch des kleinen Mädchen erfüllten. Sie übergaben unbemerkt Taida ein kleines Päckchen. Er verstaute es unauffällig in seiner Tasche.
In der Organisation wieder angekommen, machten alle etwas zusammen. Es ist ein seltener Anblick. Zusammen waren alle am backen, am basteln oder unterhielten sich einfach nur. Sie verbrachten einfach einen schönen Tag zusammen.
„Minako hier ist Besuch für dich.“
„Besuch?“
Minako ging aus der Kantine. Davor stand Kana.
„Hier wohnst du also.“
„Ja.“
Minako lächelte fröhlich.
„Was möchtest du denn?“
„Ich wollte dir das hier geben.“
Minako schaute sie mit großen Augen an.
„Ein Geschenk?“
„Ja.“
Kana lächelte verlegen.
„Warte kurz.“
Minako lief schnell in ihr Zimmer und kam wieder hoch. In der Hand hielt sie auch eine kleine Schachtel.
„Eigentlich dachte ich, dass ich es dir erst nach den Ferien geben kann, aber wenn du schon mal hier bist.“
Die beiden Mädchen tauschten ihre Päckchen aus und öffneten es. Minako schenkt Kana ein kleines Plüsch Einhorn. Kana schenkt Minako eine kleine Plüsch Katze. Beide Mädchen freuten sich.
Kana blieb noch etwas in der Organisation und sie verbrachten zusammen Zeit. Zum Abend hin ging Kana wieder nach Hause.
Die Organisation begann mit dem Essen und tauschten untereinander die Geschenke aus. Hoshido, Akito und Taida freuten sich sehr über die Geschenke. Minako bekam von Taida sie neue Handschuhe für den Winter, von Hoshido bekam sie ein neues Notizbuch für die Schule und von Akito eine kleinen Anhänger.

Nachdem Essen machte sie Minako auf den Weg zur Scheibe. Dort wartete Kazuo schon. Er saß hinter dem Päckchen das dort auf dem Boden lag. Als Minako ankam, klingelte ihr Handy gleich und sie nahm ab. Auf auf ihrer Seite lag ein kleines Päckchen. Sie setzte sich dahinter.
„Frohe Weihnachten Minako.“
„Frohe Weihnachten Kazuo.“
Die beiden lächelten sich an.
„Öffne deines zu erst.“, forderte Minako den Jungen auf.
„Wir öffnen es gleichzeitig.“
„Okay.“
Die beiden öffneten zusammen ihre Päckchen. Als Kazuo den Anhänger sah freute er sich sehr darüber.
Er machte ihn gleich an sein Handy. Minako glaube gar nicht was sie in ihrem Päckchen hat. Eine Kette...Eine Kette von Kazuo? Sie wurde verlegen und rot.
„Danke.“ Sagten die beiden gleichzeitig.
Minako machte sie die Kette um.
Die zwei unterhielten sich noch einer ganze Weile. Die Kälte blendeten sie aus. Kazuo legte seine Hand und seine Stirn an die Scheibe. Minako tat es ihm gleich.
„Ich will wieder nach Hause...“
„Ich würde auch nichts lieber wollen, aber es geht nicht...“
„Leider...“
Sie verweilten eine Weile so.
„Ich halte das nicht aus!“
Kazuo stand auf.
„Was hast du vor?“
Auch Minako stand auf.
„Geh von der Scheibe weg!“
Er legte sein Handy in die Jackentasche und begann gegen die Scheibe zu schlagen.
Minako rief ihm zu, dass er es lassen soll, aber durch die Scheibe hört er sie nicht. Sie ließ ihr Handy fallen und ging an die Scheibe. Doch er wies sie mit einer Geste hin weg zu gehen. Er schlug immer und immer wieder gegen, bis die Scheibe einen riss bekam. Doch mit dem nächsten Schlag ging Kazuo zu Boden und hielt sich seine Hand. Aus der Scheibe sprühte eine schwarze Substanz. Diese hat seine Hand schwarz gefärbt. Geplagt von fürchterlichen Schmerzen saß Kazuo auf dem Boden. Minako ging auf der anderen Seite auf die Knie und schaute ihn an. Sie war machtlos. Auf dieser Seite konnte sie nichts ausrichten. Leute der Organisation kamen. Sie halfen Kazuo hoch und brachten ihn zum Organisationsarzt. Minako schaute ihm nach.

Sie hörte den ganzen Abends nichts mehr von ihm. Die ganze Zeit über starrte sie auf ihr Handy, doch es kam nichts. Letztendlich schlief sie an.
Mitten in der Nacht brummte ihr Handy. Sie wurde davon wach und sah eine neue Nachricht. Sie öffnete sie.
>Es tut mir Leid...ich wäre so gerne bei dir gewesen, aber leider habe ich es vermasselt. Die Scheibe ist kaputt...sie wird ersetzt durch die Mauer...Wegen mir können wir uns nie wieder sehen.<
>Geht es dir denn gut?<
>Meine Hand schmerzt. Ich kann sie so gut wie gar nicht bewegen, aber das ist egal. Es tut mir leid.<
>Ist schon gut. Wir finden schon eine Möglichkeit und wieder zu sehen.<
>Ich hoffe es...<

Bis Silvester hörten sie nichts mehr voneinander. Jede Nachricht die Minako ihm schrieb, blieb unbeantwortet. Kana hat sie dazu eingeladen, dass sie mit aufs Neujahresfest kommt. Minako willigte ein. Ein bisschen Ablenkung wird ihr gut tun. Die beiden Mädchen zogen für den Tag einen Kimono an.
„Lass uns ein Foto machen Minako.“
„Ja...“
Sie suchten sich jemanden der ein Foto von den beiden machte. Kana gab dafür Minakos Handy und nahm es auch danach an. Sie schickte das Bild Kazuo.
„Was machst du da?“
„Ich habe Kazuo ein Bild geschickt. Vielleicht antwortet er dir ja darauf.“
„Kana!!“
„Entschuldige.“
Kana lächelte. Minako konnte ihr nicht lange böse sein. Die beiden Mädchen beschlossen einen schönen letzten Abend in diesem Jahr zu haben. Wären nicht ständig irgendwo Parasiten gewesen, hätten sie diesen auch gehabt. Nichts desto trotz kamen die beiden gut in das neue Jahr.

Kazuo saß Zuhause am Fenster. Er war alleine Zuhause. Alle andere sind auf das Fest im zweiten Bezirk gegangen. Er starrte die ganze Zeit auf sein Handy auf dem das Bild der beiden war. Minako sah nicht ernsthaft glücklich aus. Seit Weihnachten traute er ihr nicht mehr zurück zu schreiben. Er wollte sie nicht noch einmal enttäuschen. Seine rechte Hand konnte er auch immer noch nicht bewegen. Er hoffte nur, dass das bis zu Abschluss und Aufnahmeprüfung wieder in Ordnung ist.

Auch im neuen Jahr hatten die beiden keinen Kontakt zueinander. Sie konzentrierten sich auch beide auf ihre Abschlussprüfung und auch auf die Aufnahmeprüfung. Minako schrieb Kazuo immer wieder mal eine Neuigkeit auch wenn diese unbeantwortet blieb. Trotzdem wollte sie ihm auf dem laufenden halten.
Die Parasitenangriffe im dritten Bezirk wurden immer schlimmer und auch die Monster wurden stärker. Langsam wusste auch die oberste Organisation nicht mehr dagegen an zukommen. Aber das war Minako momentan egal. Sie wollte sich einfach nur auf die Prüfungen konzentrieren. Die tollste Neuigkeit für Kazuo war es dann, dass Minako auf ihrer Wunschoberschule angenommen wurde.

Die Zeit verging. Die Abschlussfeier stand vor der Tür. Minako und Kana mussten sich voneinander verabschieden. Denn Kana ging auf einer andere Oberschule in einer anderen Stadt. Aber sie wollen im Kontakt bleiben.
Das Schuljahr fing für Minako ganz anders an, als das der Mittelschule. Sie wurde von ihren Klassenkameraden angenommen und akzeptiert. Ab nun muss auch wieder eine Schuluniform getragen werden. Die Jungen trugen eine normale schwarze Hose und ein Hemd dazu. Darüber konnten sie wahlweise, eine dunkelblau Weste oder Jackett, ein beige Pullunder, Pullover oder Strickjacke tragen. Die Mädchen trugen einen hellblauen Kellerfaltenrock. Dazu eine Bluse und darüber tragen durften sie das selbe wie die Jungen.
Von Kazuo hat sie immer noch nichts wieder gehört. Es war fast so als hätte er nicht existiert. Im allen Bezirken wurde der Notstand ausgerufen. Die Straßen waren leer. Die Leute wollte nur schnell zum Arbeitsplatz oder Schule und danach schnell wieder nach Hause. Das Einkaufen wurde sofort auf dem Weg erledigt. Parasiten streiften durch die Straßen und griffen Menschen an, die sie trafen. Die Krankenhäuser waren überfüllt. Der dritte Bezirk war genauso davon betroffen. Nun hat es diesen auch erreicht. Die Organisation kommt nicht mehr dagegen an. Sie musst neue Jäger rekrutieren, allerdings fand sich dafür niemand mehr. So ging es drei Jahre. Minako bedauerte es nicht kämpfen zu dürfen und versuchte jedes Mal Taida zu überreden. Doch er konnte es nicht erlauben. Er trug die Verantwortung für das Mädchen.

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Fairy Dust

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