Chronik: Der Omekönig -Odok erhält ein Amt-


Odok war gänzlich unerfahren in den Angelegenheiten eines Amtsträgers. So war es nicht verwunderlich, dass die Götter ihn in diesem Wissen nur seinen Namen unter Dokumente setzen ließ, welche er selbst nicht verstand und zu lesen brauchte. Die Dokumente, welche Odok unterschrieb, wanderten ohne Umweg in den Versenkungen der göttlichen Archive und nie hatte sie auch nur ein Lebewesen zu lesen oder beachten gewusst. Eigentlich ließen Odok und seine Diener sich die Mahlzeiten des Tages schmecken und feierten des Nachts ihre Feste. Zwischen den Mahlen und Festen wanderte Odok durch das Land und baute Freundschaft zu vielen Göttern, Halbgöttern und vielen anderen Wesen in Akuma auf. Ihm waren die Titel, mit Ausnahme der höchsten Götter, bald überdrüssig und so grüßte er die Götter mit ihren Namen und als Freunde. So vergingen die Tage und Wochen, bis eines Tages ein kleiner Gott in den Seentempel schritt und zu Akumatara sprach: "Taikomi Tara, ich erlaube mir zu Euch zu sprechen, dass der Gott Onajitara keine Pflicht zu erfüllen hat. Er vertreibt sich die Zeit durch Akuma zu spazieren und mit den anderen Göttern rauschende Feste zu feiern. Es wird geschehen das sie seine Flausen übernehmen und ihre Arbeit einstellen. Gebt dem Gott Onajitara ein Amt war ihn Verantwortung lehrt. Taikomi Tara ich bitte euch."

Akumatara ließ daraufhin Odok in den Seentempel rufen. Odok frohlockte als er von dem Ruf des Großgottes vernahm. Eiligst machte er sich in den Tempel auf. "Ich höre ihr habt mich zu euch kommen lassen." "So ist. Wie mir gemeldet wurde bestreitest du ein Amt was dir sehr viel freie Zeit gestattet. So kann es nicht weitergehen, es muss ein größeres Amt für dich geben."

"Ja bitte ich werde euch dienlich sein."

"So wirst du den Ginkamihain hüten. Dieser Hain ist uns allen wichtig und teuer, so hüte ihn mit größtem Bestreben und deinem Leben."

Odok war voller Dankbarkeit für diese große Aufgabe und das Vertrauen das die Götter in ihn legten. Ohne zu warten, eilte Odok zu seinem Schrein und wies seine Diener an diesen neu zu verlegen, ehe diese ihre Arbeit begannen war der Omegott bereits zum Ginkamihain aufgebrochen. Als er den Rand des alten Forst erreichte, trat ihm ein Waldgott entgegen und sprach: "Wohin des Weges?" "Mein Amt erfüllen und diesen Hain pflegen." Der Waldgott verneigte sich und rief die Geister, Dämonen und alle anderen Lebewesen des Waldes herbei um den neuen Amtsträger willkommen zu heißen.

"Sagt, der Hain scheint recht groß zu sein, wie viel Bäume sind es?", wandte sich Odok an den Waldgott.

"Siebentausendzweihundert und eins" sind es an Stämmen gezählt.", antworte der grüne Geweihträger, "Im Rand sind es zweitausendvierhundert vom Leben geschwächten Blättern und Blüten. Sie sind zu schwach um überhaupt Früchte zu bilden. Dahinter befinden sich zweitausendvierhundert vom Leben gezeichnete Bäume mit gleichermaßen gezeichneten Blättern und Blüten. Sie tragen alle 250 Kalender eine handvoll Früchte. Wer von ihnen isst wird ewige Jugend finden und sich des Lebens freuen. Im rückwirkenden Teil befinden sich zweitausendvierhundert vom Leben geschmeichelte Bäume, deren Blätter und Blüten in weitaus größerer Üppigkeit ausfallen. Sie tragen alle 500 Kalender Früchte. Wer von diesen isst, wird alles Wissen dieser Welt sein eigen nennen können. Im Zentrum dieser Kreise steht der eine Baum. Jener Baum der all den voran genannten Mutter und Vater ist. Er ist so mächtig und groß, dass er eine ganze Lichtung sein eigen nennt. Nicht nur sein Stamm ist mächtig, auch seine leuchtenden Früchte sind prächtig und bekunden seine magischen Kräfte. Nur alle 750 Kalender reifen sie und wer von ihnen ist wird älter als alle Gestirne. Dies sind alle Bäume des Hains."

Odok war verzückt, ohne Zeit verstreichen zu lassen erkundete er den riesigen Wald. Er ließ die Schreine zählen und reparieren. Jagt Fremdlinge aus den Waldtiefen und gewahrte dem Hain paradiesischen Schutz. Seit seinem ersten Tag im Hain wurde es ruhiger um den sonst festfreudigen Odok. Nur ein Mal im Monat, allen Vollenmond um genau zu sein, ging er den alten Freund- und Bekanntschaften nach.

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