Chronik: Der Omekönig -Odok in Dokuschi-


Eines Abends legte sich Odok unter einen Baum im lauen Sommerwind schlief der mächtige Omekönig bald ein. Im Traum sah Odok sieben schwarze Gestalten mit weißen Knochenmasken auf sich zukommen. Vier von ihnen trugen Stricke, zwei trugen nichts und der siebte hielt eine Schriftrolle in den Krallen, die Odoks Namen trug. Wortlos banden sie dem Omekönig die Arme zu und führten ihn ab. Nach einer endlosen Wanderschaft erreichten sie eine Höhle, deren finsteres Ende weitab von jeglichem Tageslicht stand. Über den Eingang war die Inschrift gemeißelt: "Jikutsu". Odok der das Wort zu verstehen wusste, erschauerte. Denn dies war der Eingang zum Reich von Tamaschi -Gebieter über Tod und alle verstorbenen Seelen-. So waren die sieben Gestalten Goei, diejenigen welchen die Seelen ins Totenreich Jikutsu führten und gewahrten das die Seelen sich nicht entschieden umzukehren.

"Wieso führt ihr mich nach Jikutsu?", fragte Odok die Goei.

Anstatt ihm Worte zu predigen, zeigten die Goei in Geheimen Zeichen ihm, dass seine Zeit gekommen war. Denn Goei ist das sprechen fern.

"So ein Unsinn! Versetzte der Omekönig wütend. Ich habe nicht die 83 Enchie gelernt und Jikko gemeistert, ich unterstehe schon lange nicht mehr dem ewigen Kreislauf von Leben und Tod."

Ungeachtet dessen zogen die Goei Odok weiter Richtung Höhleneingang. So zürnte Odok riss sich von seinen Fesseln los und zog Beruk. Mit einem Streich tötet er die sieben Goei. Wütend über das begangene Unrecht stampfte Odok zornig in Jikutsu ein. Als man ihn in der Höllenstadt Dokuschi erblickte, flohen die Dämonen und Bestien im lauten Geschrei. Diejenigen Goei die versuchten Odok aufzuhalten wurden von seinem mächtigen Schwert zerfetzt. Einige besonnenere Goeis wandten sich schnell in Richtung des Palastes Zentei, dem Haus indem über alle Seelen gerichtet wird. Als die vierzehn Schihirita von dem absonderlichen Vorfall hörten, dass ein Omeköpfiges Wesen in ihre Stadt gedrungen war, eilten sie die Rüstungen über ihre toten Körper zu streifen und dem Unbekannten entgegen zu treten.

"Halt, wer seid ihr? Was wollt ihr?", riefen die Schihirita im Einklang.

"Wenn ihr nicht wisst, wer ich bin. Wie kann es sein, dass ich gefesselt zu euren Toren gebracht wurde?", fragte Odok gereizt.

"Ein solches Wort, wie könnt ihr es sagen? Es muss ein gänzlich schwerer Irrtum sein."

"Ich bin der Sorio von Ryusei, der König der Ome: Odok."

"Und wir, die vierzehn Richter der Seelen.", brachten die Schihirita im Einklang hervor.

"Wie ihr bereits vernommen habt, bin ich ein Sorio, die Unendlichkeit hat in mir gekeimt und ist zu einem mächtigen Baum gewachsen, so will ich wissen, wie es zu dieser Unverschämtheit gekommen ist."

"Ein Irrtum...", versuchten die Schihirita zu beruhigen, doch Odok unterbrach ihren Chor: "Ein Irrtum, dass ich nicht lache. Jedes Wesen weiß das die Schihirita nie einen Fehler begehen und stets richtig richten. So lasst mich Nohon das Register der Seelen sehen, eher will ich nicht von dannen ziehen."

Die Schihirita führten Odok nach Zentei und trugen mit Hilfe einiger Goei die Schriften des mächtigen und großen Register Nohon an den Omekönig. Eines nachdem anderen prüften die Schihirita unter den wachsamen Augen des mächtigen Omekönigs. Odok fand sich weder unter den Omen die er führte, weil er ihr König geworden war. Noch unter den Königen, da er einen Namen in der Religion zu tragen wusste. Und auch in der Religion war der Omekönig nicht gelistet. Im hunderteinundfünfzigsten Register, dem der Seelen die keinem Register angehören, wurde Odok endlich fündig. An der tausendsiebenhundertsiebundsiebzigsten Zeile des Registers stand der Name des Omekönigs und all seiner Titel. Nur derjenige des Sorios fehlte. "Eine Gemeinheit wie ich sehe, wer vergaß, dass ich Sorio bin? Los, schnell gebt mir Farbe ich will es korrigieren." Die Schihirita waren von Odoks Art wie er mit ihnen Umgang so überrumpelt, dass sie ihm eiligst Farbe brachten. Doch als der Omekönig die Farbe erhielt, schrieb er nicht seinen Titel hinzu, sondern strich sich mit der Farbe aus dem Register. Odok schwärzte weitere Namen, darunter auch den Namen seines alten Lehrmeisters So Schukio und aller Ome welche sich in dieser Liste fanden.

"Nun ist eure Tyrannei vorbei.", wetterte Odok. Ehe die fassungslosen Schihirita den Worten des Omekönigs Erwiderung schenken konnten, hatte dieser sich schon mit seinem Schwert Beruk aus dem Tempel Zentei, der Stadt Dokuschi und dem Reich Jikutsu frei gekämpft. Am Höhleneingang angekommen, nutzte der Omekönig sein Jikko des Springens und sprang in wenigen Sätzen nach Ryusei.

 

Die Schihirita hielten in des Rat, was sie auf diesen Frevel zu Handeln hatten. Nach kurzem für und wider entschieden sie sich ein Goei zu entsenden und Akumatara von dem schändlichen Vorfall zu berichten und gegen Odok zu klagen.

 

Odok indes hatte Ryusei erreicht und legte sich unter den Baum Schlafen von dem ihm die Goei weg gezerrt hatten. Er schlief solange, bis die Morgensonne sein Gesicht kitzelte und erwachte. An jenem Tage berichtete er seinen Omeanhängern die Kunde, dass sie nun alle nie altern würden.

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