Chronik: Der Omekönig -Odok's Abschied von Meister So Schukio-


Eines Frühlingstages, als alle Schüler auf einem Felsen unter einem Kirschblütenbaum ihre Schriften lassen, sagte einer von ihnen: "Odok, du bist wahrlich ein glücklicher. Das der Meister dich in den höchsten Künsten unterweist."

"Um bei der Wahrheit mich zu halten, muss ich gestehen, dass es mehr harte Arbeit, Schweiß und eiserner Wille waren, als eine glückliche Fügung.", gestand Odok.

"Wäre es im Schein der Frühjahrssonne nicht eine gute Gelegenheit uns deine Fähigkeiten zu demonstrieren."

"Wenn ihr es wünscht, sagt mir welches Enchie euch genehm sei."

Der Schüler des Wassers überlegte kurz und als er das rauschen der Blättervernahm, sprach er: "Verwandel dich in einen Baum, größer, mächtiger und prächtiger als derjenige unter dem wir stehen."

Odok ging unter den Wipfel des Kirschblütenbaumes hervor und verwandelte sich in einen größeren, mächtigeren und prächtigeren Baum als der unter dem seine Mitschüler gelernt hatten. Diese fingen laut an zu jubeln, kreischen und feierten Odok als einen Helden. Sie machten einen solchen Krach dabei, dass Meister So Schukio, welcher auf einem anderen Hügel meditierte, auf sie aufmerksam wurde. "Wer macht all Feiern hier und versperrt sich gegen meine Weisung des Lernens?", trat er zürnend an die Gruppe heran. Sogleich kehrte betretene Ruhe bei den Schülern ein. Odok verwandelte sich zurück und begab sich zur Scharr: "Ehrwürdiger Meister, wir lernten unsere Aufgaben ganz vortrefflich."

"Es war Lärm, ich hörte euch von meinem Hügel aus.", knurrte Meister So Schukio. Mit wütenden Augen blickte er in die Reihen der Schüler und fuhr sie an: "Ich verlange zur erfahren, was Grund dieser unangemessenen Handlungen war!"

"Um die Wahrheit zu sagen.", gestand der Schüler des Wassers, "Ich habe Odok dazu gebracht uns eines seiner Enchie zu zeigen, ich bat ihn sich in einen Baum, größer, mächtiger und prächtiger als derjenige unter dem wir stehen zu verwandeln. Er tat wie ich wünschte und wie feierten und beglückwünschten ihn für seine Ausführungen. Das war der Lärm, welcher euch störte, wir bitten vielmals um Verzeihung"

"Fort mit euch allen!", brüllte Meister So Schukio nach Odok greifend zischte er, "Du, Odok, bleibst gefälligst hier! Was höre ich hast du getan?! Gespielt mit deinen magischen Kräften?! Dich verwandelt in einen Baum?! Bist du der Meinung meine Lehrungen, seien Unterhaltungskunststücke fürs Volk? Wenn du jemanden sehen würdest, der sich in einen Baum verwandelt hätte, würdest du nicht wissen wollen, was sein Geheimnis sei? Wie er es getan hat? So würde man ihn fragen und es blieben nur zwei Möglichkeiten: Die eine du würdest das Geheimnis Verraten und nicht wissen wofür es genutzt würde, die andere du würdest dazu Schweigen und die Saat des Unmutes sehen, deren Frucht der Hass ist. Mein lieber Odok, du bringst dich so noch in eine Gefahr, die ich für dich fürchte.", endete Meiste So Schukio seine Ausführungen, desto weiter die anderen Schüler weg gewesen waren, desto milder war der Ton des Meisters geworden.

"I..Ich h..hat..hatte kekekekeine Ahnung.", stammelte Odok sichtlich erschüttert.

"Es wird dir wie eine Strafe vorkommen, doch soll es nur deinem Wohle sein, mein kleiner Schüler ich muss dich darum bitten, dass du gehst."

Als Odok dies vernahm, brach er in Tränen aus: "Meister, w..wie k..k..könnt ihr nur?", schluchzte Odok mit Tränen in den Augen, "Wohn soll ich denn gehen?"

"Dorthin, woher du kamst.", erwiderte So Schukio.

"Ihr meint zurück nach Ryusei zum Berg aus dem die Wasser fließen?"

"Genau, dorthin sollst du gehen - und zwar bald, wenn dir dein Leben lieb ist. Hier kannst du auf keinen Fall bleiben, ich spüre das ein Schüler bereit wäre der Finsternis zu folgen um dir deine Geheimnisse zu entreißen oder dich zu töten um der beste aller zu sein. So oder so werde ich dich dieser Gefahr nicht aussetzen, als geh auch wenn es schwer fällt."

"Es ist wahr seit mehreren Kalendern war ich nicht an dem Ort an dem ich ins Leben trat und misse mein Volk. Doch Meister, wie soll ich euch eure ganze Güte und eure Lehren zurück zahlen."

"Ich wünsche kein Geld, keine Besitztümer, ich wünsche das du dein Leben bewahrst und solltest du je in Schwierigkeiten geraten, so lass meinen Namen aus dem Spiel.", äußerte So Schukio.

Odok sah ein das es unmöglich war den Meister umzustimmen, am nächsten Tag verabschiedete er sich noch vor dem Frühstück von seinen Kameraden, mit denen er so viel Zeit verbracht hatte. Ein Schüler froh lockte innerlich, da er den Plan de vergifteten Pfirsich nun nicht mehr ausführen musste. Als die Schüler gegangen waren und Odok sich in seinen Schneidersitz setze um nach Ryusei zu springen, trat Meister So Schukio an seine Seite. "Ein letztes Mal mein Schüler werde ich dir meine Weisung unterbreiten, dass du mich mit keiner Silbe erwähnen darfst und wirst, allenfalls werde ich dich lebendig von der Erde verschlucken lassen. Und vergiss nie das deine Künste, Geheime sind und nur für den Notfall gedacht."

"Ja Meister ihr habt mir viel gelehrt, so werde ich mich auch an diese Weisungen, wenn gleich mit schwerem Herzen halten. Sollte mich jemals jemand fragen, woher meine Künste stammen, so werde ich mit Verlaub behaupteten, sie selbst gefunden zu haben.", mit diesen Worten verabschiedete sich Odok und sprang in einem Satz bis ans Ende des Horizonts.

Meister So Schukio stand auf dem Felsen und blickte von der Anhöhe Richtung Meer: "Mein lieber Odok, ich weiß nicht welcher Schelm in dir haust, oft dachte ich es kommt mit dir nichts Gutes raus und vielleicht ist das auch so. Aber ich bin stolz dein Meister gewesen zu sein und hoffe später ein Mal von deinen Wundern zu hören."

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