Chronik: Der Omekönig -Odok und die göttliche Armee-


Als das Festmahl in seine späten Stunden fiel und die Ome immer mehr den Weinen verfielen, keimte in einem von ihnen eine Idee und sprach: "Werter Herr, ich fühlen euren Schmerz über den Frevel von Akumatara, nie seid ihr ein Komuknecht. Nennt euch Onajitara, denn ihr seid ebenbürtig dem Großgott, mehr noch ihr steht über ihm."

Odok gefiel die Idee und griff zugleich nach Pinsel, Farbe und einem Leinentuch.

"Gut, gut, gut.", lallten die Ome und sich über die Konsequenzen ihres Treibens bewusst zu sein.

 

Als des Tages auf Seiku im gleichen Tage in Akuma der Großgott Akumatara seinen Hof hielt, erschien einer der Götter welche dem Abendmahl um Odok beigewohnt hatten und meldete: "Eure Taikomi Tara, der jüngst ernannte Knecht hat sich über sein Amt beschwert und floh heimwärts nach Seiku."

Akumatara wies an das sein Heer sich aufmachen möge um dem abtrünnigen Knecht die Verhaftung anzutragen. Gunsenso     -Halbgott der obersten Verteidigung von Akumas Willen- wurde beauftragt die göttliche Mission zu leiten. Ihm unterstanden neben den Heerscharren der Kumo auch einige Götter darunter die Schihirita und Meister Somiso, welche noch eine Rechnung mit Odok zu begleichen hatten. Die Schihirita schickte Gunsenso los um Odok in gewahr zu nehmen. Eiligst ritten die vierzehn ihrer Bestimmung gewillt Folge zu leisten zum Sitz des Omekönigs. Dort trafen sie ein paar Ome, welche ihre Wache hielten. "Verfluchte Kreaturen!", brüllten die Schihirita im Einklang, "Holt sofort den Knecht der Komukasernen, ein großer Heerführer hat nicht unweit Lager geschlagen und wird im Befehl von Akumatara in Gewahr genommen. Sollte er nicht bald kommen, werdet ihr alle euer Leben lassen."

Die Ome rannten Hals übe Kopf ihre Wache verlassend zu den Gemächern von Odok und kreischten im Chor: "Herr, es ist etwas furchtbares passiert."

"Beruhigt euch.", mahnte Odok die aufgeschreckte Wächterschar, "Was geht vor sich?"

"Vor den Toren stehen vierzehn berittene Götter, sie schrien, sie wollen euch, auf Geheiß von Akumatara, festnehmen. Solltet ihr nicht bald erscheinen, so würden wir es mit dem Leben zahlen."

"So? Dann bringt mir meine Rüstung und ihr bildet das Heer.", befahl er. Mit seinem Schwert Beruk in der Hand, gehüllt in seine Zauberrüstung und hinter sich seine Armee der Ome trat Odok unter die Sonne. Dort befahl er seinen Gefolgsleuten zu verweilen, da diese Angelegenheit ihn betreffe, wollte er nur allein sich um diese kümmern. Die Ome verneigten sich vor dem Mut und der Güte ihres Gottkönigs und ließen ihn ziehen.

Als die vierzehn Schihirita Odok erblickten, riefen sie im Einklang: "Knecht der Kumakasernen ergebt euch auf Befehl von Akumatara. Leg deine Waffen nieder ergib dich unserer Gnade oder allen Lebewesen dieser Insel wird das Leben genommen."

"Räudige Totengräber!", fauchte Odok, "Einst wolltet ihr mir das Leben nehmen, nun das Leben aller dieser schönen Insel. Gnade nennt ihr so ein Verfahren? Wie tief können die Götter noch fallen. Seht was auf diesem Banner steht, kein Knecht bin ich gewesen und werde ich nimmer sein, einst war ich König doch nun bin ich mehr. Wollt ihr mich zürnen, so werde ich nach Akuma reisen und den Seentempel in zwei Hälften schlagen."

Die vierzehn Schihirita blickten sich nach dem Banner um und lachten laut, als sie die Inschrift des Banners lassen: "Du sprichst vom Fall der Götter, doch fallen die Sterblichen, wenn sie sich aufschwingen wollen göttlich zu werden. Ein niederes Wesen wie du soll eines Großgottes gleich sein? Welch schlechter Scherz.", mit diesen Worten stürmten die vierzehn Schihirita mit ihren verdorbenen Rössern auf Odok zu. Doch dieser ließ sich nicht aus der Fassung bringen und zerteilte mit einem Streich alle zwölf Rösser, sodass sie zu Staub zerfielen. Die Schihirita blieben unversehrt, doch mussten sie nun Odok Aug zu Aug gegenüber treten. Wieder versuchten sie es im Einklang und zielten mir ihren Lanzen auf Odoks Haupt. Dieser parierte die Lanzen und ließ auch sie zu Staub zerfallen. So konnten die vierzehen Schihirita Odok nicht mehr stand halten und sie flohen zum Lager ihres Heeres. Die Ome indes feierten ihren König, dass er es schaffte zwölf göttliche Wesen auf ein Mal zu bezwingen. Als die vierzehn Schihirita das Lager erreichten, fielen sie vor Gunsenso in den Staub und wimmerten: "Der Knecht verfügt über ein mächtiges Schwert das uns Ross und Waffe zu Staub zerfallen ließ. Aber nicht nur sein Schwert ist erfüllt von Macht, er weiß es zu führen. Wir waren außer Stande es ihm gleich zu tun und kommen nun eure Gnade zu erbeten."

"Was für eine Schande ihr doch seid! Führt sie ab und teilt sie in zwei.", sagte Gunsenso wütend.

Doch Meister Somiso schritt ein und sprach: "Herr das Schwert das dieser Knecht führt ist wahrlich eine göttliche Klinge, einst schmiedete ich sie ihm zum Dank. So zürnt nicht, dass die Lanzen der vierzehn Besiegten brachen und ihre Rösser starben, lasst ihnen ihr Leben und ich will den Knecht zu Strecke bringen."

Gunsenso war mit diesem Vorschlag einverstanden und ließ die zwölf Schihirita vorerst am Leben, ehe das endgültige Urteil zu sprechen war.

Meister Somiso zog seine Rüstung über, nahm seinen mächtigen Kampf- und Schmiedehammer Hamna zur Hand und schritt festen Eilschrittes an den Sitz des Omekönigs.

Odok wollte gerade zur Auflösung der Schlachtordnung ausrufen, als Meister Somiso auf der Ebene erschien.

"Seht an der Schmied der mir Beruk und Rüstung gab."

"Elendige Kreatur.", schrie Meister Somiso, "Ich werde dich im Namen von Akumatara zur Strecke bringen und deiner göttlichen Strafe überführen wissen."

"Ich respektiere euch, doch werde ich diesem Willen nicht folgen. Einst gabt ihr mir Schwert und Rüstung, so werde ich euer Leben schonen, seht was auf dem Banner steht und geht, dass ihr berichten könnt. Sagt ihm, dass wenn er diesen Titel zu billigen weiß, er nichts zu befürchten hat."

"Wie närrisch muss man sein um solche Worte zu sprechen und sich eines Großgott gleichsetzen zu wollen.", sprach Meister Somiso, "Nur keine Sorge, ein einziger Hieb mit meinem Kampf- und Schmiedehammer und du wirst Geschichte sein."

"Ich weiche nicht.", entgegnete Odok kühl.

Beide stellten sich auf um den Kampf zu beginnen. Odok mit der Klinge Beruk und Meister Somiso mit dem Kampf- und Schmiedehammer Hamna. Der Kampf welcher nun folgte, brachte die Erde zum wanken und die Luft zum zittern. Beide entfalteten ihre fürchterlichen Kräfte und ließen Schwert auf Kampf- und Schmiedehammer prallen. Mit jedem dieser Treffen wurden Berge zerteilt und Stürme entfacht. Es schlugen Funken und entbrannte den Himmel. Beide sich ebenbürtig kämpften sie mehrere Stunden, als an des Höhepunktes des Kampfes Odok das Jikko des Springens nutzte um hinter den Rücken von Meister Somiso zu gelangen und ließ dort einen wuchtigen Schlag auf die Schulter des Schmiedes niedersausen. Somiso wollte sich noch drehen, doch er hörte nur das Sausen der Klinge und das brechen von Rüstung und Knochen. Schwer verwundet eilte der Schmied vom Kampfplatz und rettet sich ins Lager der göttlichen Armee.

Gunsenso hatte den Kampf beobachtet und noch ehe er eingreifen konnte, hatte Odok gesiegt und der verwundete Schmiedemeister sein Lager erreicht. Zitternd sprach Meister Somiso: "Der Knecht besitzt erstaunliche Kräfte, mehr noch als die zwölf Schihirita erleiden mussten. Er führt nicht nur ein göttliches Schwert und trägt einen göttlichen Panzer. Er beherrscht mächtige Künste, die eines Gotteskraft zu übersteigen drohen. Er ließ mit nur einem Hieb eine göttliche Rüstung und Knochen brechen, wie soll wir so ein Geschöpf aufhalten? Er sprach, ehe wir kämpften, dass er den Seentempel stürmen wollte, sollte sein Titel des Onajitara keinen Anklang finden. Findet er Bestätigung, so würde er allen Schwierigkeiten entsagen."

"Wenn es so steht, werden wir uns zurückziehen und mit Akumatara neue Pläne schmieden müssen. Vorerst wird er seine Ruhe erhalten.", sprach Gunsenso und blies nur wenig später zum Abzug seiner Truppen. 

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