Das kristallene Medaillon ( Teil 35)

Das Feuer der ewig, göttlichen Liebe

Die drei stiegen über das viele Geröll. Es war nicht einfach, denn dieses gab unter ihren Füssen ständig nach. Die Kinder, waren erstaunt, dass die Sonnenfee diesen Aufstieg, genau wie sie, auf ihren Füssen machte. Dabei, wäre es für sie bestimmt ein Leichtes gewesen, den Abhang durch ihre Zauberkraft zu umgehen. Als sie diese darüber fragten, erwiderte sie: „Ich tue das, um meine Ehrfurcht vor dem grossen, göttliche Liebegeist zu bezeugen. Trotz meiner Kräfte bin ich sein Kind, wie alle lebenden Wesen. Und täglich werde ich neu von ihm beschenkt, denkt auch ihr stets daran, besonders wenn es mal schwierig wird, oder ihr an euch und eurer Mission zweifelt. Die Geschwister nickten bewegt und kletterten tapfer weiter.

Atemlos, hatten sie schliesslich das Ende der Geröllhalde erreicht. Nun befanden sie sich auf einer Plattform. Einige Meter weiter vorne, befand sich eine Höhle, aus der das goldene Licht strömte, welches sie schon von unten wahrgenommen hatten. Die Geschwister waren wie verzaubert und traten näher. Der Schein wurde immer heller und doch blendete er nicht. Den beiden war, als ob er tief in ihre Herzen dringen würde. Liebe und Glückseligkeit durchströmte sie. Genau dieses Licht, hatten sie bei ihrer Meditation schon gesehen. In der Realität jedoch, war es noch viel intensiver, viel gewaltiger. Sie schauten die Fee an, welche mit gesenkten Lidern dastand. Ihr Licht, schien im Schein des Feuers der ewig, göttlichen Liebe zu verblassen- Langsam traten die Kinder in die Höhle und dann sahen sie es! Das heilige Feuer!! Seine Kraft, liess die zwei in die Knie sinken. Sie wurden von der Liebe des Ewigen, vollkommen durchdrungen. Visionen tauchten auf! Visionen von Szenen, in denen der Schöpfer seine Zuneigung zu seinen Geschöpfen, offenbart hatte. Alles war wie ein Film, der in Sekundenschnelle vor ihren inneren Augen ablief und ihnen eine Welt, voller Freude und Frieden, zeigte.

Immer mehr Bilder, wirbelten vor ihren Augen, bildeten einen Strudel von Farben und Gegenständen. Den Kindern wurde es schwindlig und sie hatten das Gefühl mit diesem Wirbel zu verschmelzen. Und dann... war es auf einmal wieder vorbei! Sie öffneten die Augen uns sahen nun klar Das Feuer der ewig, göttlichen Liebe vor sich. Es war, als ob es in der Luft schweben würde. Sein Licht war golden und tauchte die ganze Umgebung in überirdisches Licht.

Sie traten noch näher. Benjamin streckte seine Hand aus und berührte die Flammen. Wieder durchströmte ihn Wärme und Liebe. Eine unbeschreibliche Verzücktheit, erfasste ihn. Ein Gefühl, dass er noch nie zuvor gespürt hatte, Das Feuer verbrannte seine Hand nicht, es entbrannte nur in seinem Herzen und Benjamin wusste, dass sich von diesem Moment an, alles verändern würde. Alle Furcht, jeder Zweifel, wurde vom Feuer der ewig, göttlichen Liebe hinweggebrannt. Es kam ihm vor, als ob alles Negative, aus seinem Inneren verschwunden wäre. Pia erging es gleich, als sie das Feuer berührte. Sie wusste nun, was die Fee damit gemeint hatte, als sie sagte, dieses Feuer sei die reine Liebe des Schöpfers. Eine Liebe die ewig währte, eine Liebe, welche niemand zerstören konnte! Ja, eine Liebe, die sie zu ihrem ersten Ziel geführt hatte!

Nun blieb nur noch die Frage, wie sie etwas von dem Feuer mitnehmen konnten. Sie wandten sich an die Fee. Diese erwiderte: „Wartet es wird sich zeigen!" Im selben Moment löste sich aus dem Feuer eine kleine, leuchtende Kugel. Sie schwebte um die Kinder herum. Diese blickten ihr erstaunt nach. „Nehmt sie!" forderte sie die Fee auf. „Sie ist euer Geschenk. Ihre Kraft reicht aus um Malek zu besiegen und noch für vieles mehr, denn die Liebe des Göttlichen ist gar gross!" Benjamin fasste nach der Kugel und steckte sie sanft in seinen Beutel, „Nun geht!" rief die Sonnenfee. das Feuer der ewig, göttlichen Liebe, wird euch zum Sieg über den bösen Malek verhelfen. Ich muss euch nun wieder verlassen, denn mein Auftrag ist erfüllt. „Wir danken dir," sprach Pia. Doch die Fee antwortete nicht mehr, denn sie war bereits verschwunden.


Der Kampf gegen den grossen Malek

Noch eine Weile, standen die Geschwister wie betäubt da und starrten auf Das Feuer der ewig, göttlichen Liebe. Sie dachten an ihre Visionen, an all das was sie erlebt hatten. Ihr Inneres, war nun voller Ruhe und Frieden. Sie hatten ihre Ängste und Zweifel ganz verloren. „Ich habe jetzt überhaupt keine Furcht mehr vor dem, was uns noch erwartet," sprach Pia zu ihrem Bruder. Dieser erwiderte: „Ja es ist, als ob uns dieses Feuer ganz verändert hätte." „Ja, es kommt mir vor, als wären wir neu geboren worden, als hätten Erkenntnisse gewonnen, die unser Bewusstsein entscheidend erweitern werden. Da ist jetzt so eine Sicherheit in mir, die ich bisher nicht besass. Das Gefühl eins mit allem zu sein.“ „Ja, es geht mir auch so!“ freute sich Pia. „Dann kann ja jetzt nichts mehr schief gehen.“

So verliessen die Geschwister die Höhle. Ein kühler Wind wehte nun, denn bald würde es Abend werden. Sie beschlossen im Schutz einiger Felsen zu übernachten und am nächsten Tag darüber nachzudenken, was sie weiter tun sollten. Die Nacht verlief ohne weitere Zwischenfälle.

Beim Schein der ersten Sonnenstrahlen, erwachten sie. Sie streckten ihre steifen Glieder und gähnten. Danach assen sie etwas von ihrem Proviant und erhoben sich. „Was tun wir als Nächstes?" fragte Pia. „Wir suchen einen geeigneten Platz zum Meditieren," antwortete Benjamin. „Nun kommt die Zeit, da wir uns Malek endlich entgegenstellen müssen. Danach können wir ungehindert auf die Suche nach dem Medaillon gehen."

Es dauerte nicht lange, bis die Kinder einen geeigneten Meditationsplatz fanden. Wieder packten sie den Feenstaub Isobias aus und streuten sich etwas davon, auf das Haupt. Kurz darauf, verfielen sie in tiefe Meditation. Sie konzentrierten all ihre Sinne auf Maleks Welt und schon bald erschien der Kanal, welcher ihnen die Tür in die nächste Welt öffnete.

 

Comments

  • Author Portrait

    Sehr bewegend, wie du diese Begegnung beschreibst. Wunderschön!

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Fairy Dust

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