Das Land des dunklen Mondes (14)

Einige dieser Gedanken gingen Nannios durch den Kopf, als er zu Aellia zurückflog, welche ihn scheinbar recht sehnsüchtig erwartete. Ihr Blick war offen und ihr ganzer Körper schien ihre Bereitschaft zur Vereinigung auszudrücken. Erneut war er fasziniert von ihrem Anblick. Das silberne Mondlicht zauberte auf sie eine wundersame Weichheit. Ihre Flügel rauschten leis. Er spürte deren Luftzug, als er sich ihr näherte. Ihre herrlichen Kurven hoben sich klar vom Hintergrund ab und Lunaria warf helle Lichtreflexe in ihr glänzendes, wallendes Haar.

Er flog ganz nahe an sie heran und fasste sie an den Händen, dann zog er sie in die Höhe und vor der Scheibe des Silbermondes tanzten sie weiter, in spiralförmigen Bewegungen. Aellia war es, als schwebe sie durch einen Traum, einen Traum, den sie noch nie zuvor geträumt hatte. Immer mehr wurde sie vom Zauber dieser gänzlich andern Welt gefangen genommen. Sie blickte in den Silbermond, während sie sich mit Nannios in einem extatischen Tanz der Liebe und Freude verlor. Ihr Herz pochte heftig, sie war voller Erwartungen, obwohl sie schon sehr erfahren in der sexuellen Lust war. Doch das war ganz anders. Sie spürte wie ihr und das Herz von Nannios im Gleichklang pulsierten, fühlte sich innig mit ihm verbunden und zugleich erregte er sie so sehr. Sein ganzes Wesen, sein schlanker, sehniger und doch irgendwie kräftiger Körper, sein weissschimmerndes Gefieder. Sie hatte seinen einzigartigen Flugkünsten atemlos zugeschaut und sich ganz in seinem Anblick verloren. Als er dann zu ihr zurückkehrte konnte sie ihre Sehnsüchte beinahe nicht mehr zügeln. Sie wollte, dass er sie nahm, schon bald und doch…zu einfach wollte sie es ihm auch nicht machen. Immerhin war sie eine Dienerin der grossen Lilithia. Dennoch…sie hatte keine Bedenken mehr, sich ihm hinzugeben. Er war genau richtig so und er war ein würdiger Partner für sie, dem sie das erste Mal in ihrem Leben wirklichen Respekt entgegenbrachte.

Die beiden schraubten sich immer höher in den Himmel empor, während sie sich umkreisten. Die steilen Felswände der hohen Klippen über den zahllosen Flüssen, ragten auf beiden Seiten empor. Der Tempel, wo gerade die Vereinigung des Gottes und der Göttin stattgefunden hatte, schimmerte wie ein weisser Diamant im Licht der grossen Lunaria.

Aellia dachte an das Ritual zurück dem sie beigewohnt hatte und es erregte sie erneut. Sie schmiegte sich ganz nahe an Nannios heran und die beiden küssten sich ein weiteres Mal leidenschaftlich, während sie sich gegenseitig streichelten. Als Nannios seine Hand hinab zu Aellias, bereits stark angeschwollenen Scham gleiten liess und seine Finger über ihre feuchte, weiche Spalte strichen, stöhnten sie beide gleichermassen lustvoll auf. Nannios Männlichkeit richtete sich abermals in einer zuckenden Bewegung auf. Er sehnte sich so danach, sie endlich zu spüren, doch noch liess er sich etwas Zeit. Die junge Frau legte sich auf den Luftstrom, der sie beide trug und liess sich wieder etwas in die Tiefe sinken, doch so dass er ihre ganze frauliche Schönheit bis ins Detail betrachten konnte. Ihr Oberkörper war leicht nach oben gewölbt und sie hob hingebungsvoll ihre Arme über den Kopf, während sie in verführerisch anblickte „Oh Aellia, wie wunderbar du bist!“ stöhnte er erneut und liess sich auch etwas in die Tiefe sinken, stets über ihr schwebend, um sie eingehend zu betrachten. Sie forderte das richtiggehend heraus und spielte ein kleine Spiel mit ihm, dass er natürlich mitmachte. Auch wenn seine Sehnsucht sie endlich zu nehmen beinahe nicht mehr auszuhalten war, sah er solche Spiele als etwas, das ihnen im Endeffekt nur noch mehr Lust bereiten würde. Die Lunarier waren sich solche Paarungsspiele gewöhnt, es gehörte zu ihrem Leben. So setzten die beiden das Ganze noch eine Weile fort. Sie flogen zusammen über die Flüsse und Wasserfälle hinweg, schmiegten sich aneinander, um kurz darauf wieder etwas Distanz zu nehmen und sich nur an den Händen haltend miteinander zu drehen, und über das silbern schimmernde Land zu schweben. Tatsächlich schien diese Gegend recht fruchtbar und grün, etwas das Aellia sehr beeindruckte. Da wuchsen Pflanzen in allen erdenklichen Formen, meist mir recht grossen Blättern und teilweise mit wundervollen, in den herrlichsten Farben schimmernden Blüten.

 

Sie schwebten darüber hinweg und der Zauber dieser Vollmondnacht hatte sie ganz in ihren Bann geschlagen. Aellia spürte nun intensiv die Gegenwart ihrer Göttin. Irgendwie machte es ihr den Eindruck als würde sie lächelnd und liebevoll auf das junge Paar hinabblicken. Eine ganz neue Seite von Lilithia wurde ihr hier offenbart, eine liebevolle, sanfte Seite, die sie aber nicht als Schwäche wahrnahm, nein im Gegenteil! Es war irgendwie ein wunderbares Gefühl und sie war davon überzeugt, dass der Segen ihrer Göttin auf ihr und auch Nannios lag.

Auf einmal durchströmte sie ein Gefühl tiefen Glücks und Zuneigung zu diesem jungen Mann. Sie wollte ihn endlich spüren, ganz und gar! Sie hielt in ihrem Fluge inne und er tat es ihr nach. Einen Moment lang schauten sie sich beide an. In ihren Augen lagen dieselben Gefühle, ein stummes Einverständnis und dann umschlangen sie sich eng. Sie küssten sich stürmisch und ihr Atem ging immer schneller. Sie sehnten sich mit allen Fasern ihres Seins nacheinander. „Oh Aellia!“ flüsterte er „ich brauche dich!“ 

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