Das passt nicht

Seit Stunden bin ich allein, ich weiss nicht recht wohin mit mir. Bin unruhig und hungrig nach Leben oder vielleicht satt davon. Joggen gehen war die beste Entscheidung nach dem du gegangen bist. Oder habe ich dich gehen lassen? Diese Frage muss ich mir jetzt nicht stellen, dafür bin ich grad zu entspannt und mein Kopf zu frei. Es ist kein Wasser mehr im Haus und in dieser Wohnung traue ich der Leitung nicht. Ich habe Durst und ich weiss das Kopfschmerzen gleich in mir hochziehen werden. Ich lasse es zu und ärgere mich über deinen Abgang. Unsere Beziehung steht schon seit längerem unter Druck, wir verstehen uns einfach zu oft falsch und wir diskutieren viel zu viel. Präzise, du diskutierst, aber ich bin oft abwesend, kann deinen Empfindungen nicht folgen. Nicht böse gemeint, ich kann es einfach nicht nachvollziehen und wenn ich kein Problem sehe, wo du eines siehst dann kann ich auch nur sehr schwer dagegen vorgehen. Irgendwie klar, aber dann auch nicht. Das reibt an uns. Nun bist du weg, an Symbolik hast du nicht gespart. Deine Klamotten sind raus aus meinen Schrank und der Wohnungsschlüssel liegt auf dem Tisch. In Flagranti erwischt werden ist ähnlich eindeutig. Im Normalfall bedarf es keiner weiteren Worte, aber so bist du nicht, es ist also noch nicht ausgestanden obschon doch deine Metaphern keinen anderen Rückschluss zulassen. Ich muss mich hinlegen, an irgendwelche guten Zeiten denken, mit anderen Frauen. Ich muss mich erinnern an Gründe die ich gesucht habe um Beziehungen zu beenden mit wunderbaren Frauen die ich seitdem vermisse. Vermisse ich dich? Ich mache wiedermal einen Versuch zu ergründen warum ich mehrere Frauen lieben kann, kein schlechtes Gewissen habe und mich manchmal selbst belüge wenn ich denke, dass ich diese Art zu leben hinter mir gelassen habe. Vielleicht habe ich auch dich belogen. Nicht betrogen, dass meine ich nicht. Belogen. Belogen, weil ich vielleicht selbst glaube, dass ich bereit bin Opfer zu bringen für eine Beziehung, diese Nähe und den Alltag brauche. Und du hast im Laufe der Zeit gespürt das es nicht so ist.
Wir wollten eigentlich wegfahren. Dazu kam es nun nicht. Morgens um 8:30Uhr ein Gespräch über unsere Beziehung zu führen war mir zu viel. Du hast mich überrollt. Hast die ganze Nacht wachgelegen und dir alles zurecht gelegt, ich habe geschlafen und mich auf einen Kaffee gefreut und die Fahrt mit dir. Ich versuche es einfach zu sehen, du machst es dir schwer. Das passt nicht.

Comments

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    Wenn ich das hier so lese, muss ich sagen, dass ich deine (Ex )Freundin verstehe. Es scheint mir, als empfindest du sehr wenig Empathie für sie. Das ist wirklich keine gute Voraussetzung. Unter diesen Umständen wäre vielleicht eine Trennung wirklich das beste, aber dann darf man auch nicht klagen, wenn dieser Schritt tatsächlich gemacht wird.

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