Das Vermächtnis

Saphira starrte auf die beiden Dämonen, Chrunch war tot, Church kurz davor zu sterben. "Saphira!", Church Stimme klang dünn und schwach "hier, nimm es! Ich wollte mein Herz zurück, aber jetzt brauche ich es nicht mehr!" Er versuchte das Schwert der Dunkelheit zu heben, sein Arm zitterte, er schaffte es nicht.
Saphira lies sich zu ihm auf den Boden fallen und strich ihm über die Wange: "Warum? Warum hast du das getan? Du dummer Idiot, jetzt stirbst du!" Tränen flossen aus ihren Augen, ihr ganzer Körper zitterte. Mit letzter Kraft griff Church nach ihrer Hand auf seiner Wange und hielt sie fest. Er konnte fast nicht mehr sprechen, zittrig presste er hervor: "Sagte ich doch schon, weil ich dich liebe!" Saphira schloss die Augen, sie merkte wie der Griff seiner Hand sich lockerte bis diese zu Boden viel.
In diesem Moment brach sie zusammen, vergrub ihr Gesicht in ihren Armen auf seiner Bruch und weinte. Badria trat langsam hinter dem Thron hervor, sie hatte keine Ahnung  wie sie mit der Situation umgehen sollte. Nichts was sie jetzt sagen oder tun würde wäre für Saphira eine Erleichterung oder würde ihr den Schmerz nehmen, also stand sie nur da und starrte auf das bizarre Paar. 
"Das ist alles meine Schuld!", sagte Badria schließlich "es tut mir so Leid was ich getan habe, ich wollte das nicht, es tut mir Leid!"

Celles erreichte abgehetzt mit Vanessa den Thronsaal, Allister war bei Cecilia und Janina geblieben um ihre Wunden zu heilen nachdem Church ihnen mit einem Hackbeil so schlimme Verletzungen zugefügt hatte gegen die ihre Selbstheilungskräfte alleine nicht an kamen. Saphira schien sie nicht einmal wahr zu nehmen, sie weinte verzweifelt und klammerte sich zitternd an Church Leichnam. Vanessa rannte zu Badria und nahm sie in den Arm, drehte sie weg von den beiden. Celles trat hinter Saphira, vorsichtig berührte sie ihre Schulter: "Saphira, er ist tot!" Saphira wimmerte, ignorierte ihre Worte völlig und schlug sogar nach ihrer Hand. "Saphira!", Celles packte sie nun fest an beiden Schultern, zog sie mit Gewalt weg von Church Leiche "er ist tot! Du musst wieder zu dir kommen, wir können nichts mehr für ihn tun!" Saphira klammerte sich nun an Celles und weinte bitterlich. Badria löste sich aus Vanessas Armen und trat neben Church. Sie hatte ihn als grausames Monster erlebt, er hatte sie verraten, ihre Freundinnen in den Kerker gesperrt, ihnen schreckliche Dinge angetan wobei sich ihr Magen schon beim Gedanken daran verknotete und sie glauben lassen das er ihr einziger Anhänger und Unterstützer war. Im Grunde hatte er sie schamlos für seine Ziele ausgenutzt. Sie hatte gesehen wie Allister fast durch den vergifteten Faden von Church gestorben war, hatte gehört was er Celles antun wollte. Nie hatte sie geglaubt das er sein Leben für jemand anderen geben würde und damit auf seinen Vorteil verzichtete. Er hatte kein Herz, aber die Fähigkeit zu lieben schien er dadurch nicht ganz verloren zu haben. Wenn er auch anderen gegenüber immer grausam gewesen war hatte er sich doch schützend vor die Tochter des Dunklen gestellt, und damit die Chance sein Herz im Leben zurück zu bekommen bewusst aufgegeben. Sie schaute auf das Schwert der Dunkelheit, welches neben ihm lag, hob es auf. Vanessa beobachtete sie genau, hatte sie trotz allem vor es zu behalten? 
"Hier!", Badria reichte ihr das Schwert "wir müssen es zerstören, es hat durch mich schon zu viel Unheil angerichtet! Es soll nie wieder in die falschen Hände geraten, nie wieder jemanden schädigen!" Vanessa empfand tiefsten Respekt für diese Handlung, und nahm das Schwert an sich. Saphira fasste sich langsam wieder, blickte voller Hass auf das Schwert ihres Vaters: "Wir müssen dieses widerliche Artefakt unseres Vaters zerstören! Es steht für so viele böse Dinge, es darf nie wieder seinen Weg in die Hände von unschuldigen finden!" Celles nickte: "Ja, hier und jetzt! Wir vernichten dieses Relikt der Grausamkeit." 
"Badria, wir wissen nicht was passiert wenn wir das Schwert vernichten, lauf in den Kerker zu Allister, du musst dich in Sicherheit bringen!", Saphira trat vor Badria und deutete auf die Türe. "Nein!", widersprach Badria "ich habe das alles angerichtet, also bleibe ich auch um dieses Ding zu zerstören! Ich habe es wieder nach Limbus City und die dunkle Kathedrale gebracht!"
Saphira lächelte sie fürsorglich an und reichte ihr das Schwert Seuchenbringer: "Das ist das einzige Schwert das dich interessieren sollte kleine Badria, dein Vater gab es mir um dich zu verteidigen!" Badria starrte Seuchenbringer an, vorsichtig nahm sie es in die Hand aus Angst wieder von einem düsteren Schatten heimgesucht zu werden. "Mein Vater?", fragte Badria und biss sich auf die Zunge um ihre Tränen zu unterdrücken. "Ja!", sagte Saphira "er kann noch nicht bei dir sein, aber ich bin sicher das er alles dafür tut um so schnell wie möglich zu euch zurückkehren zu können. Also tue ich das um was er mich gebeten hat, ich sorge für deine Sicherheit!" Badria konnte ihre Tränen nicht länger zurück halten, sie drückte das Schwert fest an sich und machte sich daran den Thronsaal zu verlassen.

Saphira zerstörte mit Celles und Vanessa das Schwert ihres Vaters, die drei konzentrierten ihre ganze Macht auf den verfluchten Gegenstand bis dieser schließlich zu bersten begann.
Das Schwert der Dunkelheit zersplitterte in viele kleine schwarze Scherben, violetter Rauch stieg auf und tauchte den Raum in tiefe Dunkelheit.
Ein düsterer Schemen trat aus dem Nebel hervor, schwarz, gesichtslos.
"So sieht man sich wieder, meine Töchter!", die Stimme des Dunklen halte durch den Thronsaal "statt das Artefakt zu benutzen und Macht zu erlangen zerstört ihr mein Geschenk an die Welt, wie dumm von euch!"
"Falls du dachtest das wir dein Vermächtnis hier schön ganz lassen", Celles trat nach den Scherben "hast du dich getäuscht! Wir sind nicht wie du!"
Der Dunkle lachte auf: "Ihr seit mir ähnlicher als ihr denkt Kinder! Außerdem könnt ihr mein Vermächtnis nicht so einfach zerstören!"
"Du hast noch mehr verfluchte Artefakte verteilt?", Saphira starrte das Abbild ihres Vaters schockiert an "wie kannst du nur?"
Der Dunkle lachte wieder, ihm schien die Situation zu gefallen: "Merkt euch eines, ihr seit die Aspekte der Dunkelheit, Hüter der Elemente, es gibt kein mächtigeres Geschlecht als das unsere. Meine Kinder sind mein Vermächtnis, und ihr werdet mir alle Ehre machen!" Der düstere Besuchter löste sich im violetten Nebel auf und lies seine Kinder verwirrt mit den Scherben seines Schwertes zurück.

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