Der Keller

Nachdem ich wieder ins Haus gegangen war, überlegte ich ob ich noch etwas wichtiges zu erledigen hatte, bevor ich aufbrechen würde. In dem Moment bimmelte mein Handy und als ich drauf sah standen 2 entgangene Anrufe und 1 ungelesene Nachricht. Alles war von einer Freundin die morgen ihren Geburtstag extra nachfeiern würde. In der SMS stand lediglich das sie sich sehr darauf freue.

Leicht bedauernt wählte ich die Rückruftaste und wusste, dass ich sie jetzt damit sehr verletzten würde. Nach 5 Signallauten hob sie ab. "Hey Lissa, was gibt's?"

"Ich muss dir etwas gestehen" meinte ich.

"Was ist los?" "Ich werde noch heute wieder abreisen. Es tut mir Leid, aber ich kann nicht zu deiner Party kommen."

"Waaas? Aber... aber ich feier doch nur nochmal, weil du das letzte Mal nicht abkömmlich warst."

"Ich weiß aber ich muss leider wieder weg, es gibt einen Notfall und ich muss die Stadt wieder verlassen."

"Vermutlich kann man dich einfach nicht dazu bringen mal ganz normal zu leben! Ich würde dich gerne überreden, aber du bist so stur wie ein Esel!" In ihrer Stimme schwang weniger Traurigkeit und Wut mit. "Es tut mir wirklich leid, doch wir können es ja nachholen wenn ich wieder da bin."

"Ja, das würde mich freuen."

"Würdest du den anderen Bescheid sagen!? Ich werde vermutlich auch nicht zu Weihnachtsball da sein."

"Ja natürlich, aber sie werden nicht begeistert sein, schließlich wärst du sowas wie ein Ehrengast gewesen. Du hast das alles Organisiert!"

"Ich weiß, aber ich steh ja eh nicht auf so einen Trubel. Wir sehen uns bald wieder"

"Bis blad"

Ich wusste das sie wirklich sehr getroffen war, denn das übliche Geplänkel blieb aus. Ein Schweigen von Caroline ist leider kein gutes Zeichen, da sie sonst immer redet und redet und zwar ohne Punkt und Komma. Da fragt man sich doch, wo sie ihren gesamten Gesprächsstoff überhaubt erbekommt.

Nachdem ich mein Handy wieder weg gepackt hatte schlurfte ich die dunkle Holztreppe nach oben. Sie erinnerte mich immer an diese alten Horrorfilmtreppen, die bei jeden Schritt knarzten. Und tatächlich. Bereits bei der 5. Stuffe hallte ein lautes "Kraufz-sche" durch das gesammte Haus. Oben angekommen und nach mehreren komischen Knarz-Treppen-Geräuschen, schnappte ich mir schnell meine schwarze Handtasche. Ich für meinen Teil fand sie schon immer wunderschön. Sie hatte einen kurzen Henkel den man aber auch länger machen konnte und auf ihrem glänzenden Leder glitzerten tausende kleine Perlen, die nur so funkelten und strahlten, wenn sie von Licht beleuchtet wurden. Ich raffte meinen Schlüssel und meine Geldböre zusammen und schmiss sie blindlings rein. Mehr würde ich sowieso nicht brauchen und falls doch konnte ich es durch meine blose Vorstellungskraft einfach materialisieren. Als aus dem Zimmer gehen wollte, sah ich da mein Taschenmesser auf der Komode liegen. Ein unangenemes Gefühl durchzuckte mich. Wieso nur?Vielleicht hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn es einfach nur so rumliegen würde.
Ich hatte es einmal von meiner Mutter bekommen, und die von ihrer und die von ihrer. Dieses Messer war alles was mir noch von ihr verblieben war. Kurzer Hand legte ich es noch mit in die Tasche und verlies schleunigst den Raum, sonst kam ich vielleicht noch auf den Gedanken eine Vase einzustecken, weil ich dachte das es ihre Gegühle verletzten würde wenn sie nur als Staubfänger dienten.

Wieder unten an der Treppe angekommen, ging ich um sie herum und zog an einem alten Kerzenleuchter, so wie man ihn ich Schlössern finden würde. Neben ihm schwang eine Tür auf, die man so nicht sah. Man, in diesem Haus könnte man ja Horrorfilme drehen.... Wiedermal erschien eine Treppe die in eine bodenlose Schwärze zu führen schien. An der Wand hangen Zwar Lampen, jedoch gab es keinen Lichtschalter. Den brauchte ich auch nicht. Ich konzentrierte mich darauf, dass es hell werden würde. Sofort sprangen die kleinen Lampen an und der Weg nach unten erleuchtete in einem dunklem Orange. Langsam bewegte ich mich nach unten und strich mit einer Hand an der Wand entlang. Die Treppe war nicht sehr lang doch es dauerte trotzdem eine Zeit bevor ich unten angekommen war. Die ganze Treppe war mit winzigen Fallen bespickt. Nach den ersten 10 Stufen fing mich schon die erste ab. Kleine spitze Feile schossen aus der Wand hinaus, flogen aber sauber durch mich hindurch. Sie prallten an der gegenüberliegenden Wand ab und vielen zu Boden. Sobald sie den Boden berührten lösten sie sich in Luft auf, und zurück blieben nur ein paar kleine graue Staubwölkchen. Die Fallen hatte ich hier eingebaut als ich in diese Stadt gezogen bin. Mein Haus ist zwar von oben bis unten geschützt, doch man konnte nie wissen.

Ich ging weiter und zählte wärendessen die Stufen. Die 23 und die 27 musste ich überspringen, denn wenn man auf sie draufgetreten wäre, wären sie eingebrochen und man selbst wäre in die grenzenlose Schwärze gefallen.

Nach etwa 3 Minuten war ich unten angekommen und stand vor einer dicken schweren Steintür. Ich presste meine Hand an den kalten Stein und übte einen Druck auf sie aus. Sie bebte und öffnete sich.

Ich gelangte in einen kleinen Raum in dem an der anderen Wand ein großer Bogen abgebildet war. Aus ihm stiegen weiße Nebelschwanden hinaus und verursachten im Raum eine unangenehme Kälte. Ich trat an ihn heran und streckte meine Hand in den kühlen Nebel. Der Nebel wich zurück, als wolle er nicht das ich ihn berühre. Ich schaute nach unten, doch ich sah natürlich nichts, und ohne mich noch einmal umzudrehen, sprang ich ohne zu zögern in den tiefen dunklen Schlund.

Comments

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    freu mich auf mehr! super

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    Da haben sich leider einige Fehler eingeschlichen, welche ausgebessert gehören.(am besten nochmal drüberlesen!) Ich finde auch, dass du leider viel zu direkt schreibst, ich bin wahrscheinlich keinen Tick besser, nicht falsch verstehen... aber wenn du ein wenig mehr versuchen würdest mit der Sprache zu spielen, um es ein bisschen zauberhafter zu gestalten, würde mich dein Text gleich viel mehr ansprechen :). Aber wie gesagt, meine Kritik ist nur bedingt etwas wert, bin selber kein guter Schreiber, aber lese viel und kann dir nur sagen, was mir in den Sinn kommt, wenn ich deinen Text lese :).

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