Das Licht des kleinen Feuers breitete sich in dem dunklen Keller aus und die niedrigen Flammen kämpften tapfer gegen die schneidende Kälte an. Schneidend im wahrsten Sinne des Wortes, viele hatten hier schon Finger und Zehen oder gar ganze Gliedmaßen verloren.
Um die Feuerstelle drängten sich Gestalten in zerlumpten Uniformen, der flackernde Schein tanzte über ausgemergelte Gesichter. Sie rieben ihre Hände und hielten sie gegen das Feuer um sich aufzuwärmen.
Von der Oberfläche hörte man dumpf vereinzelte Schüsse, doch in den müden Augen der Männer zeigte sich keine Reaktion. Zu oft hatten sie Schüsse gehört. Sie waren abgestumpft.
Der Krieg hatte hier seine Bedeutung verloren. Hunger und Kälte waren die neuen Feinde geworden und sie kämpften erbarmungslos gegen alles Lebendige. Niemand konnte ihnen entkommen und an einen Sieg war erst Recht nicht mehr zu denken.
Franz hatte die Knie angezogen und kauerte mit gesenktem Kopf zwischen den anderen. Trotz des Feuers zitterte er und klapperte mit den Zähnen. Ihm war schon lange nicht mehr richtig warm geworden. Wärme. Das Wort schien gleichbedeutend mit Paradies in dieser Hölle aus Schnee und Eis, wo Gliedmaßen erst steif und dann schwarz und taub wurden, wo man seine Kleidung in die Ecke stellen konnte, wo Schlaflosigkeit die letzte Moral erdolchte und der Hunger die einzige Gewissheit war, die der Morgen noch bereit hielt. Wärme gab es hier nicht. Wärme war unerreichbar geworden.
Jemand legte ein Tischbein in die Flammen und Funken stoben zur Decke auf. Das Feuer prasselte vor sich hin und das verkohlende Holz knackte.
Knackte...
Knackte wie ein Stück Panzerschokolade zwischen den Zähnen. Panzerschokolade! Was würde Franz jetzt nicht für ein Stück von der Schoki geben! Die Wundertablette der Temmler-Werke war genau das, was er jetzt brauchte. Dieses euphorische Gefühl, das Hunger und Kälte vertrieb und munter machte, wie es sonst nur literweise Kaffee vermochten. Das im Kopf die Blumen blühen ließ, selbst im Matsch und Schnee des russischen Winters und das den Marsch durch Polen befeuert hatte wie reines Benzin.
Doch die Tabletten waren ihm ausgegangen, vor einigen Monaten schon. Mit jedem Brief in die Heimat hatte Franz gebeten, ihm nur eine kleine Dose zu schicken, nur ein kleines Döschen voll Wärme. Aber die Gesetze waren verschärft worden, das Pervitin war nun für Zivilpersonen nicht mehr zu bekommen und so blieb das wohlige Gefühl weiterhin unerreichbar.
Das Feuer wurde auch immer schwächer und es gab im Keller keine Möbel mehr, die zu Feuerholz zerhackt werden konnten. Langsam eroberte die Finsternis den kargen Raum zurück und Franz bemerkte,  wie ihm die Lider schwerer und schwerer wurden. Er versuchte noch gegen die Müdigkeit anzukämpfen, wohl wissend, dass der Schlaf in der eisigen Kälte seinen Tod bedeuten konnte. Doch bald fielen ihm die Augen zu und er versank in einem unruhigen Zustand zwischen wachen und träumen.

Der Morgen brachte nichts neues. Das Licht fiel durch das Kellerfenster auf Gestalten,  die genauso verwahrlost aussahen wie am Abend zuvor.  Der Hunger war noch da, die Kälte war noch da. Das Essen war es praktisch nicht, das Pervitin erst recht nicht.
Die erwachenden Soldaten streckten sich und massierten ihre kalten Gliedmaßen. Dann wurden die Rationen ausgegeben: Schmelzwasser und eine dünne Scheibe harten Brotes. Franz Zähne schmerzten vom kauen und sein Magen knurrte gefährlich. Gäbe es nicht bald etwas mehr zu essen, dann wäre es aus.
Ob die Bolschewisten mehr zu essen hatten? Kaum vorstellbar,  hatten sie sich doch kaum zwei Straßen weiter eingegraben. Waren sie überhaupt noch dort? Im Moment deutete nichts darauf hin. Es herrschte Totenstille, nicht einmal Schüsse waren noch zu hören. 
Dieser Umstand fiel auch dem Offiziersstab auf und gegen Mittag fand Franz sich in einem kleinen Trupp von Soldaten wieder, der die feindliche Stellung auskundschaften sollte. Sie stiegen die Leiter hinauf, die in den Keller führte und liefen geduckt, im Schutz der Ruinen des Hauses zur Straße. In der Nacht war neuer Schnee gefallen, der eine dicke Decke über die zerbombte Stadt gelegt hatte.
Über die Straße ging es in die Seitengassen und durch diese, weiterhin geduckt, zum nächsten Straßenzug. Die Stiefel knirschten im Schnee und der Wind, der durch die Straßen pfiff, zerrte an den Uniformen, griff mit langen Krallen durch die ungestopften Löcher und biss mit scharfen Zähnen in die Haut.
Wo die Gasse in eine breitere Straße einmündete hielt der Trupp an und presste sich an die Mauer. Alle hielten den Atem an, als zwei sowjetische Panzer an ihnen vorbei rollten. Der Feind war also immer noch da, nur war er noch an seiner alten Stellung? Er konnte überall sein...
Die Ungewissheit brachte Angst und die Angst brachte das Verlangen nach der Panzerschokolade zurück. Die Schoki machte stark, machte schnell und machte munter. Nur ein Stück, nur ein kleines Stück würde reichen, und Franz würde allein ans Ende der gottverdammten Welt stürmen. Aber das Pervitin war ausgegangen und er hatte kaum die Kraft einen Fuß vor den anderen zu setzen.
Das Lagerhaus, in welchem der Feind Stellung bezogen hatte, lag jetzt vor ihnen. Langsam pirschte sich die Truppe an, durch weitere Gassen flankierten sie das Gebäude und beobachteten es mehrer Minuten lang von verschiedenen Positionen. Es waren keine Stimmen zu hören, kein Feuerschein zu sehen, keine Bewegung auszumachen. Das Gelände lag wie verlassen da.
Der Feldwebel gab Befehl ins Gebäude einzudringen und wie Geister huschten die Soldaten durch Tür und Mauerlücken. 
Plötzlich wurde das Feuer eröffnet und Schüsse peitschten durch die Halle. Routiniert ließ man sich sofort auf den Boden fallen oder ging hinter rostigen Fässern und Kisten in Deckung. Der Feind war schnell ausgemacht, er hatte sich hinter einigen Rollen von Stahlseilen verschanzt und feuerte einen Schuss nach dem anderen ab. Es war auch hektisches Gerede zu hören, die Sowjets hatten wohl einen Funker dabei.
Franz kauerte hinter seiner Deckung und presste sein Gewehr an sich. Wieder bemächtigte sich die Kälte und das Zittern seiner und während seine Kameraden das Feuer aus allen Rohren erwiderten konnte er keinen klaren Gedanken mehr fassen und hatte nichts als Pervitin im Kopf.
Nach einigen Minuten war es vorbei und er erlaubte sich einen Blick über die Holzkiste hinter der er hockte. Zwei Russen hielten noch die Stellung. Franz hob seine Mauser, legte an, zielte und schoss. Der Schuss ging ins Leere, also betätigte er den Repetiermechanismus und feuerte einen weiteren Schuss ab. Treffer. Auch der andere Bolschewist war getroffen worden und kippte hinten über. In der Halle lag der Gestank von Blut.
In den eigenen Reihen hatte es ebenfalls schwere Verluste gegeben. Der Feldwebel lag röchelnd am Boden, eine Blutlache breitete sich um seinen Hals aus und nur noch ein knappes Dutzend Soldaten standen aufrecht.
Friedrich, der nun ranghöchste Soldat rief: "Wir müssen weg hier, schnell!"
Hastig rannten die Überbleibsel der Truppe durch das Tor auf die Straße und zurück in die Gassen. Der Feind hatte einen Funkspruch abgesetzt, und man musste jeden Moment mit neuen Konfrontationen rechnen. Ein schneller Ortswechsel war oberstes Gebot.
In der Eile wurde aber das vorsichtige Fortbewegen vernachlässigt, und so rannten die erschöpften Männer an der Straße direkt in einen russischen Trupp samt Panzer.
Friedrich packte Franz am Kragen seiner Uniform und zog ihn in einen Hauseingang, von den anderen war nichts zu sehen.
Ein ohrenbetäubender Knall ertönte, und kurz darauf erzitterte das Gebäude unter dem Einschlag einer Panzergranate. Putz und Mörtel rieselten auf Franz Kopf und er lief geduckt hinter Friedrich her zu einer Kellertür. Sie stiegen die enge Steintreppe hinab und hockten sich dann, das Gewehr im Anschlag, mit dem Gesicht zur Treppe auf den Steinboden.
Es folgten drei weitere Einschläge, dann war es still. Die beiden hielten noch einige Zeit den Atem an, dann stieg Friedrich die Treppe wieder hinauf. Er kam kurz darauf mit bleichem Gesicht zurück und hauchte:
"Der Eingang ist blockiert, wir sitzen fest."

Franz hatte die Zeit damit verbracht durch das schmale Kellerfenster nach draußen zu schauen. Die Öffnung war zu schmal um sich hindurchzuzwängen, aber er hatte freie Sicht auf einen kleinen Platz mit einem zerstörten Denkmal in der Mitte. Ab und zu zog ein Trupp russischer Soldaten vorbei. Franz wunderte sich, dass sie so offen durch die Straßen marschierten, immerhin verlief irgendwo hier die Grenze des Kessels den die Sowjets um die 6. Armee geschlossen hatten. War die Schlacht endgültig verloren? Es war ihm gleichgültig.
Führer, Volk und Vaterland - all das war ihm gänzlich egal geworden. Er wollte nur noch aus dieser Hölle entkommen. Aus dem Krieg entkommen, das wollte er. Und etwas Pervitin für den Marsch, wie sollte er die Heimreise durch das winterliche Russland ohne Panzerschokolade überstehen? Vielleicht musste er doch für immer hier bleiben.
Zwei Tage waren vergangen, in denen Franz Tag und Nacht am Fenster saß. Er war ausgezehrt, noch ausgezehrter als je zuvor. Er konnte nicht mehr aufhören zu zittern und sein Bauch war vor Hunger angeschwollen und schmerzte. Friedrich indes hatte die Tage damit verbracht auf den Schutt einzuschlagen, der den Weg versperrte und sich dabei die Hände blutig zu schürfen. Franz wunderte sich, woher er die Kraft dazu nahm, doch er fragte nicht nach.
Allgemein redeten sie nicht miteinander. Es gab nichts zu bereden. Sie saßen hier fest, sie würden vermutlich hier sterben. Es gab nichts mehr zu bereden.
Am dritten Tag gab es ein kleines Feuergefecht auf dem Platz. Eine Truppe deutscher Soldaten wurde von einem Maschinengewehr durchlöchert. Die Leichen wurden einfach liegen gelassen.
In dieser Nacht, als er aus dem Fenster spähte, sah er einen Schemen über den Platz schleichen. Franz rieb sich die Augen, aber da war tatsächlich etwas. Etwas lief gebückt vor dem Fenster umher.
Das Zittern setzte wieder ein. Die Angst hielt ihn gepackt. Er musste an die Schauergeschichten denken, die sie sich damals in Polen an den Lagerfeuern in den Dörfern erzählt hatten. Über die sie sich köstlich amüsiert hatten. Die Geschichte vom Leichensoldaten, der Nachts über die Schlachtfelder schlich, den toten ihre Augen stahl, um durch sie hindurch sehen zu können und der die verwundeten und sterbenden in den Tod führte.
Wenn er jetzt schon Gespenster sah, dann war das Maß dessen, was er aushalten konnte deutlich überschritten. Er braucht dringend, äußerst dringend Pervitin gegen den Hunger und die Erschöpfung. So konnte es nicht weitergehen. Die Schoki war die einzige Medizin die ihm noch helfen konnte.
Doch um zumindest der Übermüdung etwas beizukommen beschloss Franz für ein paar Stunden zu schlafen. Er wandte sich von der unheilvollen Halluzination am Fenster ab und legte sich auf den kalten Steinboden. Beinahe sofort verschlimmerte sich das Zittern und wurde nur langsam wieder schwächer, bis Franz schließlich in einen leichten, unerholsamen Schlaf fiel.
Er erwachte vor Sonnenaufgang, es herrschte noch immer tiefe Dunkelheit, doch er hörte ein Rascheln neben sich. Friedrich durchwühlte schwer atmend seinen Rucksack. Franz beobachtete ihn, darauf bedacht ruhig zu atmen als würde er noch schlafen.
Schließlich zog Friedrich einen kleinen Gegenstand hervor, im Dunkeln konnte man nicht richtig sehen was es war, aber es musste wohl ein Behältnis sein, denn es klapperte darin. Etwas helles war kurz zu sehen, es fiel in Friedrichs Handfläche, die dieser dann zu seinem Mund führte. Und plötzlich wusste Franz, wie er es geschafft hatte drei Tage lang den Schutt zu bearbeiten ohne vor Erschöpfung zusammenzubrechen.
Der Mistkerl hatte noch Pervitin dabei, und er hatte ihm nichts davon gesagt!
Brennende Wut loderte in Franz auf wie ein Feuer, peinigte ihn wie mit Schnitten in seiner Magengrube. Er wusste, dass es nur eine Möglichkeit gab dieses Gefühl loszuwerden und packte entschlossen sein Gewehr. Er schlich zur Treppe und stieg vorsichtig die Stufen hinauf. Oben schnaufte Friedrich vor Anstrengung und Franz sah, wie er abwechselnd auf die großen Betonbrocken einschlug und daran zog. Er bemerkte nichts von dem, was hinter ihm geschah.
Ein Schlag mit dem Kolben auf den Hinterkopf und Friedrich kippte vornüber. Ein weiterer Schlag und er war bewusstlos. Noch zwei Schläge und sein Schädelknochen brach. Noch ein Dutzend Schläge und Franz Wut war verraucht.
Er wühlte in den Taschen des Toten, bis er das kleine Döschen fand. Noch fünf Tabletten waren darin. Hatte er vorhin noch geplant sie sich einzuteilen, oder gar für die Heimreise aufzusparen, so war das Verlangen jetzt übermächtig. Er setzte die Dose an den Mund und schluckte begierig alle Tabletten mit einem Mal.
Er konnte bereits spüren wie die Wirkung einsetzte, auch wenn sie sich nur gemächlich entfaltete. Er spürte den Hunger schwinden, seine Muskeln sich entspannen, seinen Kopf klar werden und vor allem die Kälte seinen Körper verlassen. Zum ersten Mal seit Monaten spürte er wieder Glück.
Er rannte die Treppe hinab zurück zu seinem Fenster und schaute durch die Öffnung. Kein Leichensoldat der über das Schlachtfeld schlich. Franz stieß einen euphorischen Freudenschrei aus und tänzelte über den Kellerboden. Er war sich jetzt sicher, er würde dieses Martyrium überleben. Das euphorische Gefühl wurde immer stärker, das Blut wurde durch seinen Körper gepumpt und er fühlte sich so lebendig! Sein Puls wurde wieder schneller, und schneller, er begann zu rasen. Franz griff sich an sein Herz und setzte sich hin. Dann wurde es um ihn dunkel.

Als er erwachte war er ausgelaugt. Das Glücksgefühl war verraucht, er fühlte nur noch eine große emotionale Leere. Wie ein Loch, das mitten in seiner Seele klaffte. Ihm war schwindelig und übel und der Hunger war wieder da. Schlimmer als je zuvor hielt er seine Gedärme mit eiserner Faust umklammert und drückte sie immer weiter zusammen, dass Franz glaubte, er müsse nun sterben. Er versuchte aufzustehen, doch er fiel sofort wieder hin. Kurz war ihm wieder schwarz vor Augen geworden. Panik erfasste ihn. Er brauchte etwas zu essen, sofort! Aber wo sollte er in diesem Keller etwas essbares finden? 
Und da durchzuckte es ihn wie ein Stromschlag! Friedrich lag noch immer oben im verschütteten Flur! Friedrich - Ein Mensch aus Fleisch und Blut...Fleisch! Mit letzter Kraft kroch Franz zur Treppe und zog sich daran hoch. Die Schmerzen waren unerträglich.
Als er endlich oben angekommen war, atmete er erleichtert auf, doch sofort fror ihm das Gesicht wieder ein. Eine krumme Gestalt, in Lumpen von verschiedensten Uniformen gekleidet, hatte sich über die Leiche gebeugt und machte sich daran zu schaffen. Langsam drehte sich die Gestalt um.
Zwei große, leere Augenhöhlen starrten aus einem eingefallenem, aschgrauen Gesicht unter dem Rand eines rostigen Stahlhelmes hervor. In der Hand hielt das Ding zwei blutige Augäpfel. Mit rasselnder Stimme begann es zu sprechen:
"Gut, dass du kommst. Dein Krieg endet hier. Komm mit mir, es wird Zeit dir den Frieden zurückzugeben."
Die Gestalt streckte Franz eine knochige Hand entgegen, von der Hautfetzen hingen. Franz wich zurück, und schrie. Schrie so laut, wie er nie zuvor geschrien hatte.

Die Kolonne der Gefangenen verließ die Stadt in östliche Richtung, Iwan schaute ihnen noch eine Weile hinterher bevor er sich abwandte und zurück ins Hauptquartier der roten Armee ging. Etwas wollte ihm nicht aus dem Kopf gehen. Einen der letzten Gefangenen, die sie nach dem Ende der Schlacht gemacht hatten, hatten sie in einem Keller unter einem Gebäude nahe eines kleinen Platzes gefunden. Er war dort hinter Schutt eingeschlossen gewesen und hatte aus Leibeskräften geschrien und sich dabei an einen toten Soldaten mit eingeschlagenem Schädel geklammert. Er hatte nur geschrien, geschrien bis er nur noch husten und röcheln und Blut spucken konnte. Selbst Drohungen und Schläge hatten es nicht vermocht ihn zum Schweigen zu bringen. Er musste etwas schreckliches dort unten gesehen haben, aber Iwan konnte sich einfach nicht vorstellen, was es gewesen sein könnte.

Er konnte nicht reden. Auch nicht mehr schreien. Das war auf der einen Seite gut, weil die Russen aufgehört hatten ihn zu schlagen und ihm zu Essen gegeben hatten als er verstummt war. Aber er konnte niemandem sagen, was er sah. Das Ding aus dem Keller...es war hier. Es marschierte mit ihnen, neben ihm in der Kolonne. Und es lauerte auf ihn und all die anderen armen Seelen, die sich hier in langen Reihen nach Osten schleppten. Und es flüsterte, flüsterte ihm zu er solle endlich mit ihm kommen.




--- zum geschichtlichen Hintergrund ---

Die Orte, Geschehnisse und Personen dieser Kurzgeschichte sind frei erfunden, das Setting jedoch an die Schlacht um Stalingrad angelehnt.

Das Mittel Pervitin, auch als Panzerschokolade bezeichnet, ist ein Amphetamin welches 1938 von den Temmler-Werken patentiert wurde und als Vorläufer der Droge Crystal Meth gilt. Vor allem während der Blitzkriege gegen Polen und Frankreich wurde das Mittel von der Wehrmacht an Soldaten ausgegeben um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Mehr zum Thema:

http://www.chemie.de/lexikon/Pervitin.html
http://www.3sat.de/page/?source=/scobel/162187/index.html

Die Inspiration zum Schreiben dieser Kurzgeschichte kam aus dem Lied "Nazis auf Speed" der deutschen EBM / Industrial Band "Die Krupps"

https://www.youtube.com/watch?v=0fRB27kFOG0

Comments

  • Author Portrait

    Nachdem dein Text jetzt eine ganze Weile auf meiner Warteliste geschlummert hat, bin ich nun endlich dazu gekommen ihn zu lesen und kann sagen, dass es sich gelohnt hat :)

  • Author Portrait

    Wahnsinn, toller Text. Habe ihn gerne gelesen. ^-^

beta
Fairy Dust

Navigation

Languages

Social Media