Der Mond ist aufgegangen
 Dick, kursive Buchstaben prangen
Auf weißen Seiten hell und klar
Der Schüler sitzt und schweiget
Und in den Kopfe steiget
Der weiße Nebel wunderbar

Wie ist die Welt so stille,
Und des Gehirnes Hülle
So gut verschlossen und so hold!
Als eine stille Kammer
Wo ihr des Tages Jammer
Verarbeiten und verfestigen sollt

Seht ihr den Mond dort stehen?
Es ist bereits halb zehn,
doch noch lange nicht genug!
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost betrachten,
bis unsere Augen den Schularbeitenstoff sehen

Wir stolze Menschenkinder
Sind gar arme Sünderund wissen gar nicht viel;
Wir spinnen Luftgespinste und suchen viele Künste  [zocken, zappen, chatten:-)]
Und driften immer weiter ab von dem Ziel

Lehrer, lass uns dein Heil schauen
Und nicht auf sowieso nicht Gelerntes trauen
Nicht der Klassenbucheinträge uns freuen
Versprich, dass wir nicht durchfallen werden
Und von dir hier auf Erden
Wie Kinder fröhlich sind

Wolltest endlich sonder Grämen
Aus dieser Schule uns nehmen
Und Ablenken durch Lernerei!
Und wenn du uns die guten Noten genommen
Lass uns entkommen
Du, unser Herr und Meister

So legt euch denn ihr Brüder
In Gottes Namen nieder;
Kalt ist der Abendhauch
Verschon uns, Lehrer, mit Strafen
Und lass uns ruhig schlafenUnd meinen Vater  [der das Zeugnis unterschreiben muss] auch

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