Der Tot im Notartzt

„Leitung an alle für die Evakuierung, Leitung an alle für die Evakuierung.“, knackte es aus dem Funkgerät und Zak unterbrach seine Diskussion um zuzuhören.
„Der Shuttelverkehr ist eingerichtet. Die Boote müssen beim An- und Ablegen eingewiesen bzw gesichert werden. Jet OG Hilden, OG Düsseldorf Trupp Evakuierung am Strandbad treffen, Ende.“
„Bitte entschuldigen Sie mich, für weitere Fragen, können Sie sich gerne an Oliver wenden.“, meinte Zak und kommandierte Oliver zu sich, während er zum Strandbad ging und mit Eric das weitere Vorgehen besprach.
„Okay, wo ist JET OG Hilden?“, fragte ein etwas Dickerer Retter.
„Hier“, antwortete Zak, „Der Rest kommt sofort, sie müssen noch kurz die Absperrung sichern, es gibt da kleine Probleme.“
Doch wenig später kamen auch die Angehörigen seines Trupps und hörten mit zu. Zak wurde ganz ruhig, doch plötzlich als er das Wort Boote hörte schrak er auf.
„Boote? Haben Sie gerade Boote gesagt?“, fragte er laut.
Einige lächelten, weil die Frage unnatürlich dumm war.
„Was denn sonst. Wo sind wir den hier? Bei der Luftrettung wohl kaum.“, meinte der Instruktor hart.
„Stopp. Wir dürfen die Boote nicht benutzen, wir müssen sie erst untersuchen. Sie sind beschädigt.“, rief Zak wie im Fieber, was allgemeine Verwirrung stiftete. Gerade wollte der Instuktor was erwidern, als ein Knall über den See ging.
Eine Stichflamme schoss gen Himmel und eine Rauchwolke quoll aus dem Außenbordmotor. Die Retter auf dem Boot erschraken und das Boot kam ins Schleudern. Zum Glück hatten alle vorschriftsmäßig Rettungswesten an. Schnell verlor das Boot an Fahrt. Kurz danach knallte es wieder. Erneut stieg von einem anderen Boot eine Rauchwolke auf und der Motor wurde nach rechts gedrückt, worauf er anschlug und nach links zurück schlug. Der Bootführer ging sofort über Bord. Mit einem Knall schoss das Treibgas in die Kammern der Semiautomatischen Weste und drehte den Bootsführer auf den Rücken. Er hing in der gewöhnlichen Schräglage im Wasser und die Notleuchte blinkte in einem grellen Orange. Schon war das Kommando „Mann über Bord“ ertönt und der Bootsgast versuchte mit einem weiteren Retter das Boot so zu paddeln dass sie den Bootsführer wieder aufnehmen konnten.
Inzwischen hatte der dritte Bootsführer an dem Quickstop gerissen, doch dieser klemmte. Als er jedoch sich endlich gelöst hatte, war der Motor nicht mehr zu halten. Er ließ sich weder trimmen, noch sonstig steuern. Auch hier versuchte der Bootsführer den Motor gewaltsam abzustellen, was ihm auch nach langen ringen gelang. Doch damit war dann auch sämtliche Bordelektronik mit zerstört. So trieben die Rettungsboote manövrierunfähig auf dem See während an Land die Rettungswagen um den See fuhren um noch möglichst schnell zu den Verletzten zu gehen. Doch das Urteil des Notarztes war der Tod.

US10\]]x=

Comments

beta
Fairy Dust

Navigation

Languages

Social Media