Der Traum

Ich sah in seine braunen Augen und wusste dass ich diesen Anblick nie mehr vergessen würde. Es war als würde meine komplette Welt auf den Kopf gestellt, es war verrückt. Sein Blick war auf mich gerichtet und er sah mich erstaunt an, als habe er mich seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen. Langsam und mit ausgestreckter Hand kam er auf mich zu, als ob er Angst hätte mich zu berühren. 

Als seine Hand meine Wange berührte spürte ich wie mich etwas wie einen Blitz durchzuckte und ich plötzlich einen Sturm von Bildern und Erinnerungen im Kopf hatte.

Ich riss meine Augen erstaunt auf und bemerkte erst dann dass ich sie geschlossen hatte. Erstaunt sah ich ihn an, sah wieder in diese wunderbaren braunen Augen die mich fesselten und ich sah wie er den Mund öffnete um etwas zu sagen.
In diesem Moment wurde ich plötzlich schmerzhaft weggerissen.


Mit einem Schrei erwachte ich sitzend in meinem Bett, erschrocken schnappte ich nach Luft und sah mich in meinem Zimmer um, im Versuch etwas Ungewöhnliches zu entdecken, doch es sah alles normal aus. Die Tür war immer noch verschlossen, alles stand an seinem Platz und nichts dass nicht auf den Boden gehörte lag dort. Ich sass noch einige Minuten in meinem Bett bis meine Atmung sich wieder beruhigt hatte und ich einigermaßen klar denken konnte.
Was war das für ein verrückter Traum gewesen? Ich konnte mich nicht mehr erinnern was für Erinnerungen die Berührung dieses Mannes bei mir geweckt hatten. Es fühlte sich an wie durch einen dicken Nebel zu sehen. 
Ich schüttelte den Kopf im Versuch die Erinnerungen an diesen Traum wegzuschicken. Meine Armbanduhr zeigte etwas nach 3 Uhr nachts an. An Schlaf war nicht mehr zu denken, ich war zu aufgewühlt. Ich schlug meine Decke zurück und suchte in der Kommode neben dem Bett schnell eine Jeans und einen Pullover raus. Es war Herbst, aber ich hoffte noch nicht kalt genug damit ich eine Jacke suchen müsste. Irgendwo in einer Ecke schnappte ich mir noch ein paar Schuhe und streifte sie mir über.

Das Haus in dem ich wohnte stand in der Nähe des Stadtrandes, wo es zu dieser Zeit sehr still war und ich meine Ruhe hatte. Gemächlich ging ich eine Seitenstraße entlang die mich mehr an den Rand führen würde. Die frische Luft tat gut, ich atmete tief ein. Der Traum wollte mir einfach nicht aus dem Kopf gehen. Weshalb fesselte mich ein Traum so dermaßen? Es war nur ein Traum… er war intensiv, ich war aufgebracht. Doch in ein paar Stunden würde ich mich bestimmt wieder beruhigen.

So spazierte ich noch eine Weile durch die verschiedenen Gassen und versuchte an etwas anderes zu denken. Nach einer Weile bemerkte ich wie ich innerlich langsam Ruhiger wurde und mich entspannte, so war es immer wenn ich in der Nacht spazieren ging. Die Dunkelheit und Ruhe hatte eine beruhigende Wirkung auf mich. Der Stadtrand lies ich langsam hinter mir, lief auf ein offenes Feld hinaus und setzte mich ins Gras. Langsam setzte die Dämmerung ein und mir wurde bewusst wie viel Zeit vergangen sein musste.
Ich legte mich auf den Rücken und sah in den Himmel hinauf, sah den letzten Sternen nach bevor sie langsam vom Sonnenlicht vertrieben wurden. Ich lächelte. 

Dann mit einer fast Schmerzlichen Gewalt kamen plötzlich all die Erinnerungen und Ereignisse hoch die die Berührung des Mannes aus meinem Traum hervorgerufen hatte und ich riss erneut in dieser Nacht, erschrocken die Augen auf.

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Fairy Dust

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