Die Bestie von Faron

                                                                Kapitel 3


So viele  Tage und Nächte und keine Nachricht oder ein Zeichen von Ansur.
Es war kalt und Wenefra kam es so vor, als würde sie jeden Tag ein Stück mehr innerlich sterben. Leid und Kummer waren über das Land  hereingebrochen und auch König Fehus Volk blieb nicht verschont. Der König zog ebenfalls mit seinen Kriegern in die Schlacht. Unter ihnen war auch Kylion.
Die Männer waren alle fort, außer den Frauen, Kindern und den alten und schwachen, war niemand mehr auf Black Wood Castle.
Man versuchte so gut wie möglich mit der Situation zurecht zu kommen und versuchte zu überleben,irgendwie. Doch die Vorräte wurden von Tag zu Tag knapper und Hungersnot hielt Einzug. Wenefra hatte keine Ahnung wie lange sie noch durchhalten konnten. Es gabt auch nicht mehr genügend Vieh, das man hätte schlachten und sich davon hätte ernähren können.
Weitere Tage und Nächte, vergingen die sie einsam in den Gemäuern verbrachte und wie früher saß die junge Prinzessin am Fenster und lausche den Klängen des Windes. Es schien als wollte er sie trösten und erzählen von weiten Fernen, von Freiheit und der Liebe. Wenefras Augen füllten sich mit Tränen, sie hatte bald keine Kraft mehr. Wie lange sie dieses Dasein noch ertragen würde oder könnte,
wusste sie nicht. Sie sehnte mich nach Erlösung, nach einem langen niemals mehr endenden Schlaf!  Als die Prinzessin wie jeden Morgen, kraftlos, müde und einsam erwachte, wollte sie ihre Augen am liebsten wieder schließen, als sie plötzlich  aus der Ferne das Geräusch von Pferdehufen vernahm. Wenefra lauschte diesem Geräusch genauer und stellte fest,  es war kein Traum, es waren tatsächlich Reiter und sie kamen immer näher. Wie von Sinnen sprang sie aus ihrem Bett und lief zum Fenster. Ihr mein Herz schlug wie wild in ihrer Brust,als sie das Banner ihres
Volkes erkannte. Endlich,die Männer waren zurück gekehrt! Als Wenefra im Burghof ankam, erkannte sie jedoch schmerzlichst das nicht alle zurück gekommen waren. Wenefras Herz krampfte sich zusammen und sie konnte kaum mehr atmen. Verzweifelt streifte ihr Blick durch die Reihen der verletzten und erschöpften Männer und erblicke ihren Vater. Wen sie jedoch nicht erblicke war Kylion! Für einen Moment stockte ihr der Atem, doch verstand sie nicht weshalb. Sie lief zu ihrem Vater und fiel ihm in die Arme. Die Anspannung der letzten Monate war nun auf einmal von Wenefra abgefallen, wie eine viel zu schwere
Last, die sie hatte tragen müssen. Fehu nahm ihr Gesicht in seine Hände und lächelte seine Tochter müde an aber auch erleichtert an. Er war froh sie trotz allem Gesund und noch am Lebend wieder zu sehen. Doch der Ausruck in seinem Gesicht  wurde sogleich auch wieder ernst. Doch erst in der Halle begann ihr Vater zu berichten. Wenefra erfuhr, das die Schlacht ein einziges Massaker war. Es gab viele Verluste von tapferer Krieger zu beklagen.Jene Männer mussten ihr Leben lassen da der Feind einfach zu mächtig und in der Überzahl gewesen war. Doch wie konnte dies sein? Es waren Barbaren und diese verfügten doch niemals über eine solche Überzahl an Kriegern?! König Fehu als auch König Horik erlitten schwere Niederlagen und hatte sich ergeben müssen um das Leben derer die noch lebten, zu retten. Fehu hatte sich sogar auf einen niederen Handel eingelassen, ein sogenanntes Abkommen und der Preis um den es  dabei ging, war Prinzessin Wenefra! Entsetzt sah sie ihren Vater an und ihr Magen krampfte sich schmerzlich zusammen. Wenefra hatte das Gefühl, augenblicklich in
Ohnmacht fallen zu müssen. Sie konnte und wollte einfach nicht glauben, was sie soeben zu hören bekam. Sie sollte der Preis dafür sein,das nun wieder Friede im Lande herrschte? Wie aus weiter Ferne hörte sie das in wenigen Tagen dieses Abkommen bekräftigt  werden würde. Wie in Trance starrte sie ihren Vater an. Alles um sie herum verschwamm. Ihr Vater wollte sie nicht ausliefern, doch blieb ihm keine Wahl wenn er das Leben seines Volkes und der anderen Clans retten wollte. Fehu war der mächtigste Herrscher unter all den Clans und trug große Verantwortung ihnen gegenüber. Als Wenefra nach Ansur fragte, schüttelte ihr Vater langsam seinen Kopf und seinen Blick senkte. Er war gefallen in der Schlacht, so hieß es. Sein Leichnam wurde jedoch nicht gefunden. Man vermutete das ihn die Barbaren als Trophäe verschleppt hatten, eben so Kylions Leichnam. Wenefra schrak zusammen, als Fehu Kylions Namen nannte. Kylion war tot! 
Wenige Tage später ertönten die Rufhörner der Barbaren und es waren viele, die nach Black Wood Castle kamen. Wenefra konnte von ihrem Fenster aus erkennen das es wahre menschliche Monster waren. Alle waren schwarz gekleidet,mit Fell behangenen Umhängen und auf ihren Köpfen waren halbe Menschenschädel mit spitzen Hörnern. Sie sahen wahrlich furcht einflößend aus und Wenefra bekam Panik. Sie sah wie Fehu den Anführer der Barbaren begrüßte.  Dieser stieg von seinem riesigen schwarzen Schlachtross ab und folgte mit zwei seiner Krieger ihrem Vater in die Halle,während die anderen im Burghof warteten. Man lies Wenefra rufen und am liebsten hätte sie sich aus ihrem Fenster gestürzt, doch was hätte dies für einen Sinn gemacht? Also lies sie sich von Mira in Halle führen. Die Männer die dort vor dem Throne ihres Vaters standen,  flößten ihr gleich noch mehr Angst ein. Es waren riesige Hünen mit breiten Schultern, sie trugen Äxte als Waffen. Jene Männer sahen Wenefra mit gierigen Blicken an und in ihren Gesichtern machte sich ekelhaftes Grinsen breit. Der Anführer schaute die Prinzessin besonders eindringlich an,direkt in ihre Augen. Seine Augen waren grün, so grün wie pures Gift und Wenefra erkannte in ihnen nichts weiter als Kälte und Hass. Sie hörte ihren Vater den Namen dieses Mannes nennen und dieser war Uriah Thorndon. Wenefra erstarre und blicke voller Entsetzen zu König Fehu. So viele Geschichten und Legenden,von Dämonen, bösen Geistern und alten Göttern hatte sie schön gehört und sie  erinnere sich an eine Legende die man sich an den kalten Winterabenden erzählte.Von einem grässlichen Dämon, den man The Wild Dark Lord nannte. Seine Gräuel Taten erschütterten jeden,der diese Geschichten hörte, bis aufs Blut. Wenefra wurde übel und alles begann sich um sie herum zu drehen. Vor ihr stand genau dieses Scheusal, eben dieser Dämon -The Wild Dark Lord!
Ihr schwanden die Sinne und auf einmal wurde alles dunkel um sie herum. Wenefra spürte noch das sie fiel und das sie jemand auffing, bevor sie zu Boden stürzte. Als Wenefra wieder zu sich kam, blickte sie in jene Giftgrünen stechenden, kalten und hasserfüllten Augen. Sie hörte seine Stimme die ihr drohend sagte, das sie jetzt ihm gehöre. Wenefra erblickte ein Grinsen, dass sie wieder schwindeln lies und Entsetzen schnürrte ihr die Kehle zu. Wenefra wollte schreien,konnte es aber nicht. Erneut verlor sie das Bewusstsein. Als Wenefra abermals ihr Bewusstsein wieder erlangte, blickte sie jedoch diesmal in zwei blaue liebevolle Augen und sah ein gequältes Lächeln. Eine Hand strich ihr sanft übers Haar.
Wenefra erkannte ihre Zofe, die bei ihr war und Trost spendete. Doch was machte sie hier? Wenefra sah sich um und erkannte das  ihr gesamtes Hab und Gut zusammen gepackt und auf eine Art Wagen verfrachtet wurde. Auf einem weiteren,lag Wenefra ihr Kopf auf  Miras Schoss gebettet. Voller Schrecken erhob ich mich etwas und sie fragte Mira was dies alles zu bedeuten hatte. Mira antwortete ihrer Herrin,das man sich mit ihnen nun auf dem Weg nach Ask machte,dem Lande Lord Uriahs. Auch erzählte ihr Mira, das Symar und ihr Hengst sie begleiten durften. Auch ihren Raben hatte man in einen Käfig gesperrt und
mit verladen. Wenefra fühlte ich mich elend und schwach. Ängstlich sah sie zu Mira und diese hielt Wenefras Hand. Sie legte ihren Umhang um die Schultern ihrer Herrin, damit diese nicht so sehr fror. Wenefras Blick gen Himmel gerichtet, schickte diese ein Stoßgebet hinauf und betete um Erlösung.
Die Reise war lang und beschwerlich. Je weiter sie sich von ihres Vaters Festung entfernten, desto leerer fühlte sie sich. Nach einer Woche erreichten sie endlich die Grenzen zu Lord Uriahs Reich. Die Gegend war grau und und Trostlos.Von den grausamen Machenschaften ihres Herrschers gezeichnet. Wenefra sah zu Mira und auch diese war bis ins Mark erschüttert und entsetzt.
Uriah starrte die Prinzessin an. Dieser Unhold lies sie keinen Augenblick aus den Augen. Ihr war kalt und eisige Schauer liefen über ihren Rücken. Nach einem weiteren Tages Ritt, war man endlich am Ziel. Die Festung glich einem Platz des Grauens, überall roch es nach Fäulnis und Moder, nach Blut und verbranntem Fleisch. Wenefra wurde schlecht und hielt ihre Hand vor den Mund als sie zu würgen begann. Nachdem das Tor der Festung durchquert wurde, stockte ihr erneut der Atem. Der Innenhof glich einem Hinriechtungsplatz.
Alles war Blutverschmiert und Krähen pickten an halb verfaulten Körperteilen herum, die überall verstreut lagen. Abermals musste Wenefra würgen und ihren Brechreiz unterdrücken.Sie konnte nicht glauben was ihre Augen erblickten.So viel Grausamkeit,Elend und Tod. Ihr Wagen kam zum stehen, doch Wenefra wagte kaum aus diesem zu steigen, da der Boden unter ihr mit Blut gedrängt war.
Urplötzlich spürte sie eine Hand auf der ihren und entsetzt blickte sie in Uriahs giftige Augen! Er lächelte sie an, doch dieses Lächeln verhieß ihr nichts Gutes! Dann packte er zu und hob sie von ihrem Wagen herunter.
Sein Griff war grob und fest und sie verzog schmerzhaft das Gesicht, was ihm jedoch nicht zu gefallen schien. Für einen kurzen Moment hatte dieser Unhold doch etwas Menschliches an sich, als würde er Sorge um die Prinzessin haben und nicht wollen, dass sie litt. Dann hieß er sie willkommen in seiner Festung und ein höhnische Lachen hallte an allen Mauern seiner Festung wieder. Uriah wand sich ab von ihr ab, seine Stirn war in Falten gelegt, als schien er nachdenklich geworden zu sein. In der Festung selbst war der Anblick der sich ihr darbot, nicht freundlicher als draußen im Burghof. Lieblos eingerichtet, kalt und auch hier Blutflecken überall, an den Wänden und auf dem Boden.
Uriah blieb der geschockte und angewiderte Gesichtsausdruck seiner zukünftigen Braut nicht verborgen und ihr schien als sei es ihm unangenehm. Schlecht gelaunt rief er eine seiner Bediensteten zu sich und gab Befehl, die Prinzessin in ihr Gemach zu begleiten. Uriah selbst ließ sich auf seinem Thron nieder und goß einen Becher Met ein, den er in einem Zuge leerte. Ohne Wenefra eines weiteren
Blickes zu würdigen. Noch während sie nach oben ging,hörte sie wie er die Halle verließ. Wenefra folgte der jungen Frau, die hinkend und leicht gebeugt,vor ihr her die Treppen hinauf ging. In Wenefras Gemach angekommen,begann sie zu frösteln. Es war so kalt und  durch jede Ritze zog es, man konnte den Wind heulen hören. Das Bett welches an einer Wand stand war verschmutzt,  als hätte schon seit längerem niemand mehr darin geschlafen. Gegenüber der Kamin war erloschen und es sah nicht danach aus, als wäre in vergangener Zeit darin ein Feuer angefacht worden. Außer dem Bett, stand nur noch ein kleiner Tisch und zwei Stühle in diesem Raum. Wenefra ging zum Fenster und konnte direkt auf den Richtplatz sehen. Wieder überkam sie heftige Übelkeit,und so wand sie sich schnell wieder vom Fenster ab. Tag täglich sollte sie nun daran erinnert werden,mit welch einem Scheusal sie ab heute ihr Leben verbringen musste.
Tränen stiegen in ihre Augen und sie konnte diese nicht mehr aufhalten.Schluchzend schlug sie ihre Hände vors Gesicht.

Die Tage gingen ins Land und Wenefra hatte Uriah seit ihrer Ankunft hier,kaum zu Gesicht bekommen. Außer zu den Mahlzeiten,vermied er ihre Gesellschaft.Selbst die Ehe wurde von ihm mit ihr noch nicht vollzogen. Doch dies sollte ihr ganz Recht sein und Wenefra war sehr froh darüber das dieser Mann,ihr die meiste Zeit aus dem Wege ging und auch des Nachts,sie in Ruhe ließ.
Doch eines Abends befahl er seiner Gemahlin, sie solle in ihrem Gemach bleiben und auch nicht zum Essen in die Halle kommen. Als die Nacht herein brach,lag Wenefra in in ihrem Bett, wie jede Nacht davor auch und ließ ihren Tränen freien Lauf. Plötzlich  öffnet sich ohne ein Klopfen zuvor,die Tür ihres Gemachs.
Erschrocken drehte sie sich herum und erblicke im Schein des Kaminfeuers ihrem Gemahl,Lord Uriah. Schnell zog sie sich die Decke weiter über ihren Körper und sein Blick war starr auf sie gerichtet. Keine Reaktion war in seinem Gesicht zu erkennen, als er langsam näher kam und sich zu ihr ans Bett setzte. Ihr Herz schlugt schneller vor Furcht, nun würde er sich auf sie stürzen, um sie zu schänden. Doch Uriah saß nur da und starrt sie weiter an. Seit Wenefra hier auf seiner Burg war,hatte sie noch keine Gelegenheit in genauer zu betrachten.Ihr Blick glitt über sein Gesicht und sie stelle sich die Frage, wie jener Mann nur so grausam und solch ein Scheusal sein konnte. Wenn gleich es ihr in den Tagen und Wochen in denen sie nun hier war, nicht schlecht ergangen war, da sie genug zum essen bekam und man auf ihr bitten hin, auch die Laken,Kissen und Decken in ihrem Bett gewechselt hatte, man immer ihr Zimmer beheizte oder ihr ein warmes Bad richtete wenn sie es wünschte und sogar die Balken an ihrem Fenster repariert worden waren damit es nicht mehr so sehr zog, und auch für Mira und Symar gut gesorgt wurde und sie mit ihnen reden und  sich frei in der Festung bewegen durfte und selbst der Burghof wurde auf Befehl des Lords geräumt und gesäubert,fragte sie sich wie es sein konnte, das nun eben dieser Mann,Freude dabei empfand zu morden,zu rauben,zu schänden und anderen Menschen Leid und Schmerz zu zufügen. Sein Gesicht war männlich aber nicht zu hart geschnitten,es hatte sogar weiche Züge und etwas sanftes.
Seine Augen so grün wie pures Gift,aber nun erschienen sie ihr wie Smaragde so grün. Und wenn man diese Augen im Schein des  Kaminfeuers wahrnahm, hatten sie etwas das einem das Gefühl gab, das dieser Mensch doch noch so etwas wie Mitgefühl und vielleicht sogar Liebe empfinden konnte. Sein langes blondes Haar, war weich und leicht gewellt. Es umschmeichelte sein Gesicht so das es
wahrlich angenehm war ihn anzusehen. Ihre Blicke wanderten weiter hinab über seinen Hals,seine Schultern und seinem Oberkörper der sich unter seinem Hemd abzeichnete und einen wirklich gut gebauten Körper erahnen ließ.
Und dann waren da noch seine Hände. Es waren sanfte schöne Hände und sie fragte sich erneut, wie solche Hände nur so schreckliche Dinge vollstrecken konnten. Ihr Blick blieb auf seinen Händen ruhen und sie musste lächeln ohne es eigentlich zu bemerken. Doch ER bemerkt es! Langsam kam er näher zu ihr und plötzlich glitten seine Finger durch ihr volles Haar, was sie aufschrecken lies. Als sie ihren Blick erhob, funkelten seine Augen gefährlich, ja sogar bedrohlich.
Wenefras Körper begann zu zittern und ihr Herz raste. Sie sah in jene Smaragd grünen Gift Augen und spürte seine Hände auf ihren nackten Schultern. Im nächsten Augenblick war Uriah auch schon über ihr und als sie erwartete,dass er nun die Ehe vollziehen wollte, glitten seine Hände über ihren Körper und seine Finger hoben ihr Gesicht so an,dass sie ihm direkt in seine Augen blicken musste.
Dieses Funkeln, so wild wie bei einem wilden Tier, welches sich auf Jagt befand und nun seine Beute ausfindig gemacht hatte.
Tief in diesen Augen, war noch etwas wie ein zarter Hauch von Leidenschaft zu erkennen. Sie hörte ihn plötzlich ihren Namen flüstern und wie sehr er sie begehren würde.Seine Lippen suchten sich einen Weg über Wenefras Hals, hinauf zu ihrem sinnlichen Mund.  Seine Hände waren überall und sie konnte seinen Atem auf ihrer Haut spüren. Wenefra schloss ihre Augen und war überrascht, dass eine Unhold wie er zu solchen Liebkosungen fähig war. Im selben Augenblick lies Uriah jedoch von ihr ab und sein Blick wurde ausdruckslos. Er stand auf und verließ wortlos ihr Gemacht, ohne sich noch einmal umzudrehen. Sie blieb alleine zurück, mit tausend Fragen die nun durch ihren Kopf schwirrten,weshalb er sie wohl verschmäht hatte.
Wieder gingen Tage und Wochen ins Land ohne das Uriah sie nochmals in ihrem Gemach aufgesucht hatte.Nicht einmal mehr zu den  Mahlzeiten sah sie ihn.
Doch hörte, konnte sie ihn jede Nacht.Stimmen und lustvolles Stöhnen drangen aus seiner Kammer.Nacht für Nacht kam eine andre Geliebte in sein Bett. Dennoch versuche sie ihm eine gute Ehefrau zu sein,aber alles was sie sagte oder tat schien ihn nur wenig oder  gar nicht zu beeindrucken. All dies wäre Wenefra noch egal gewesen, wenn da nicht die Tatsache gewesen wäre das ihr Gatte, jener
Dämon war, der ihr Land in tiefste Not gestürzt und als Preis dafür das jenes Abschlachten ein Ende hatte,sie als Gegenzug  seine Gemahlin werden musste.
Das Verließ der Festung war voll von armen Kreaturen, die er hier her verschleppen ließ und die dann durch seine Hand einen grauenvollen Tode erleiden mussten. Für diese armen Seelen war er nur der Henker, doch für sie war er der leibhaftige Teufel. Ein Scheusal wie es kein grausameres geben konnte und das weder Reue noch Mitleid kannte. Nacht für Nacht hörte Wenefra diese armen Menschen schreien und ihr schien, dass die qualvollen Leidens und Schmerzensschreie dieser armen Seelen, seine Lust beim Liebesakt mit seinen Gespielinnen, nur noch mehr steigerte. Wenn Wenefra aus dem Fenster  hinuter auf den Richtplatz sah, dann wurde ihr umso schmerzvoller bewusst wie grausam dieser Mann in Wirklichkeit war! Nachdem er den Burghof auf Grund ihres Bitten hin hatte räumen und säubern lassen, sah dieser nun Monate später noch viele schlimmer aus,  als damals bei ihrer Ankunft. Wieder einmal saß Wenefra am Kamin und blickte in die Flammen, als ihre Tür geöffnet wurde und Uriah in ihrem Gemach stand. Doch diesmal schwieg er nicht sondern begrüßt sie sogar sehr freundlich, er bat darum sich zu ihr setzen zu dürfen.
Wenefra nickte ihm zu und er nahm ihr gegenüber Platz. Sogleich fing er an, ihr sein Leid zu klagen. Es ging um eine Frau  in der er eine mächtige Hexe zu sehen schien,die seinen Verstand geraubt hatte und er sich ihrem Bann nicht mehr entziehen konnte.  Auch erzählte er, das er diese Frau ins unermessliche begehrte und tiefe Zuneigung für sie empfand. Aber er konnte sich seinen Gefühlen nicht ergeben und um diese Frau aus seinen Gedanken und seinem Herzen zu verbannen, holte er sich jede Nacht eine andere Geliebte in sein Bett.Doch ganz gleich wie viele Dirnen er sich bringen ließ, immer wieder sah er das Gesicht dieser Hexe vor seinen Augen. Wenefra hörte ihm aufmerksam zu und er erschien ihr wirklich sehr verzweifelt. Auf einmal beschlich sie das seltsame Gefühl, das
diese Hexe von der er sprach,keine andere war als sie selbst! Panische Angst stieg in ihr hoch,denn wenn er sie als Hexe sah und  seinen Verstand völlig verlor, sollte sie schon bald auf dem Scheiterhaufen brennen. Uriah legte plötzlich seinen Kopf auf ihren Schoss und sie hörte ihn leise weinen. Wenefra zögerte,doch dann stich sie über sein blondes Haar und bemerkte wie er sich langsam beruhigte. Als Uriah seinen Kopf wieder erhob,war sein Blick jedoch zornig und er stand so hastig auf das der Stuhl auf dem er soeben noch saß krachend umkippte. Dann packte er Wenefra an meinem Arm und zog sie grob zu sich hoch.Sogleich nahm er sie auf seine starken Arme und trug sie hinüber zu ihrem Bett,in welches er sie fallen ließ.
Erschrocken über seine Reaktion starrte sie ihn aus ängstlichen Augen an. Uriah entledigte sich seines Hemdes und seiner Beinkleider, als Wenefra seine erregte Männlichkeit bemerkte und voller Panik zu fliehen versuchte, packte er sie an einem ihrer Beine und zog sie heftig in die Mitte des Bettes zurück. Sie hörte wie er sie eine Hexe beschimpfte und spürte,wie er gewaltsam ihre Beine auseinander presste. In jener Nacht nahm sich der Henker keine Geliebte in seine Kammer, sondern er nahm sich die Hexe!


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beta
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