Die Bestie von Faron


                                                    Kapitel 10

Wenefra hatte sich für die Mahlzeit fertig gemacht, sie wollte wenn sie schon hier war, auch unten in der Halle speisen. Immerhin hatte sie ein Recht darauf sich in der Halle aufzuhalten. Plötzlich vernahm sie pferdegetrappel und lief zum Fenster um zu sehen wer da angekommen war. Es war ein fremder Mann, so Mitte fünfzig. Sein Haar war schon leicht ergraut und er trug einen langen Bart, der ihm bis auf die Brust reichte. Er war ebenso groß und stattlich wie Kylion und er hatte sie selben Augen wie er. Wenefra mochte sich täuschen, doch der Fremde hatte eine leichte Ähnlichkeit mit Kylion. Sie runzelte ihre Stirn. Sie machte sich auf den
Weg nach unten in die Halle. Auf der letzten Stufe blieb sie stehen und sah wie sich Kylion und der Fremde herzlich begrüßten. Es schien als würden sie sich schon ewig kennen. Plötzlich wurde sie von dem fremden Mann bemerkt und er löste sich von Kylion.
"Ah, ihr müsst Prinzessin Wenefra sein, wenn ich der rechten Annahme bin!?" er kam auf Sie zu und verbeugte sich freundlich vor ihr. " Mylady, stehts zu euren Diensten!" Wenefra beugte leicht ihren Kopf zum Dank. "Willkommen auf Black Wood Castle Mylord!" sie lächelte und die Augen des Fremden leuchteten. " Du hast mir nie erzählt wie wunderschön die Prinzessin ist. Jetzt kann ich dich umso besser verstehen, warum du deinen Schmerz in all dem Wiskey versucht hast zu ertränken!" lachend ging der Fremde zurück zu
Kylion und dieser strafte Wenefra mit einem finsteren Blick. So als verfluche er sie dafür das sie in die Halle gekommen war. " Mylady also ich muss schon sagen, ihr habt wahrlich eine stattliche Festung und ein wirklich schönes zuhause! Aber verzeiht, es war unhöflich von mir mich noch nicht vorzustellen, ich bin Clark....und ich bin Kylions Onkel!" Clark lächelte Wenefra freundlich an. Erstaunt blickte sie zu Kylion, doch dieser würdigte sie keines Blickes. "Nun ich wusste nicht das Kylion noch einen lebenden Verwandten hat. Ich dachte immer er wäre ohne Familie. Immerhin hatte ihn mein Vater als Jungen zu sich genommen und adoptiert." Wenefra ließ Kylion nicht aus den Augen und bemerkte wie sich sein Körper versteifte. " Ja, es war der Wunsch seines Vaters, nach dessen Tod, dass Kylion bei seinem besten Freund aufwuchs und dieser, euer seliger Herr Vater, sich um ihn kümmern sollte. Ich selbst hätte mich damals nicht um ihn kümmern können, ich war lange fort....ständig von einer Schlacht in die nächste. Es waren sehr unruhige Zeiten damals!" Clark wurde nachdenklich. " Doch wie ich sehe, hatte es mein Neffe stehts gut hier auf Black Wood Castle. Und ich bin wahrlich stolz auf ihn! Er hat es weit gebracht..... er ist Anführer eines mächtigen Clans, König eines großen herrlichen Landes....eine wunderschöne Frau an seiner Seite.....!" Wenefra unterbrach Clark " Verzeiht Mylord, aber Kylion und ich sind nicht vermählt....ich bin nur Gast hier!" sprach sie mit einem spitzen Unterton, der beiden Männern nicht verborgen blieb. " Ihr seit nicht mein Gast..... ihr seit meine Geisel.....schon vergessen?! knurrte Kylion in ihre Richtung ohne sie dabei anzusehen. Clark starrte fragend zu seinem Neffen und wieder zu Wenefra. " Verzeiht Mylady aber ich verstehe nicht..."  "Nun Mylord es tut mir leid das sie jene Umstände auf diese Weise erfahren. Ich wusste nicht das König Kylion solche ein Geheimnis daraus macht. Ich würde mich dann gerne zurück ziehen, mir ist der Appetit vergangen!" Wenefra stand auf und wand sich zum gehen ab. Kylion starrte ihr fassungslos nach. Was erlaubte sie sich eigentlich..... er war hier der Mann im Hause, noch dazu war er der König! Solch eine Anmaßung mangelnden Respekts konnte nur eine Hexe in sich tragen! Er ballte seine Hände zu Fäusten und als Wenefra  aus der Halle gegangen war, hieb er mit voller Wucht auf den Tisch.  "Ich denke du bist mit eine Erklärung schuldig mein Junge.... was geht hier vor sich?" mit erhobenen Brauen sah Clark zu Kyion. "Nichts....gar nichts!" knurrte ihm dieser entgegen und trank seinen Becher Met mit einem Zug leer. "Also nach nichts....sah mir das gerade eben nicht aus! Was ist los Kylion? Verweigert sie sich dir? Ist es das was dir zu schaffen macht? Das kann ich durchaus verstehen, bei solch einer Frau!" Clark nahm einen Schluck Met. " Und was meintest du damit, sie sei deine Gefangene? Wieso ist sie dann in der Burg und darf sich frei bewegen und nicht im Kerker? Du liebst sie, hab ich recht?" wissend sah Clark Kylion eindringlich an. " Was ist schon Liebe...... ein Gefühl das von den Menschen überbewertet wird. Es gibt keine Liebe, nur fleischliche Lust....mehr nicht!" Kylion füllte seinen Becher erneut mit Met und auch diesen trank er in einem Zuge leer. " Was hat sie getan, das du so sprichst? Lag sie bei einem anderen? Hatte sie dir Hoffnungen gemacht, wo keine waren?" Clark stand von seinem Platz auf und ging auf ihn zu. " Sie hat mich verhext.... ich hätte es wissen müssen... das...das sie eine Hexe ist!" Kylion sprach leise und wollte soeben neuen Met einschenken. Doch Clark hielt ihr davon ab. "Was redest du da für einen Unsinn? Hexen, Hexerei.... Junge, komm zur Besinnung! Nur weil sie deine Liebe nicht erwidert schimpfst du sie gleiche eine Hexe? Du setzt dich jetzt hier hin und erzählst mir genau was geschehen ist!" Clark Kylion streng an und dieser wusste das es keinen Sinn machte, sich seinem Vetter zu wiedersetzen. Also nahm er Platz und erzählte
Clark alles, bis ins kleinste Detail. Nachdenklich lauschte dieser Kylions Worten und strich sich durch seinen Bart. "Hm, eine ziemlich verzwickte Situation. Für euch beide! Ihr seit euch recht gleich..... ihr beide seit stolz und stur..... Wolfskinder eben!" lachte Clark und sah Kylion freundlich an. " Wass meinst du mit Wolfkinder?" fragend sah Kylion zu seinem Vetter. " Deine Mutter Kylion, war die Schwester von Wenefras Vater..... Dein Vater hatte sich unsterblich in sie verliebt. Damals waren unsere beiden Clans noch verfeindet. Doch die Liebe zu deiner Mutter brachte unseren Clans den Frieden. Dein Vater und Wenefras Mutter, wurden vermählt. Doch auch damals  überfielen uns die Barbaren und mordeten, plünderten und schändeten die Frauen. Unser Land wurde eines Nachts von ihnen heimgesucht und unsere Burg überfallen. Es war ein einziges Blutbad, deine Mutter wurde von Alasdair, Uriahs Vater entführt und es dauerte einige Wochen bis wir sie befreien konnten. Dein Vater tötete Alastair und die Barbaren ergaben sich. Es wurde ein Bündnis geschlossen, das sie nie wieder unsere Länder heimsuchen sollten. Rayne die  Gemahlin von Alastair versprach uns dies, sie trug damals schon Uriah unter ihrem Herzen. Deine Mutter war schwanger Kylion.... "Clark unterbrach kurz und schluckte schwer. "Sie war schwanger mit dir mein Junge...doch nicht von deinem Vater. Sondern von Alastair Thorndon! Er war dein Vater... und als du geboren wurdest, brachte man dich nach alter Tradition zu den Schattenwölfen. Auch du bist von ihnen aufgezogen worden Kylion!" Clark brauchte eine Pause. Er nahm einen kräftigen Schluck Met und starrte auf  deinen Becher. Kylion starrte seinen Vetter an als wäre dieser ein böser Dämon. " Was sagst du da? Du lügst....ich...ich bin nicht der Sohn von diesem Scheusal. Und Uriah war niemals mein Bruder! Niemals...hörst du!" Kylion warf seinen Becher mit voller Wucht gegen die Wand. Er schwankte, alles um ihn herum drehte sich plötzlich so das er sich an der Kante des Tisches festhalten
musste. " Ich wünschte es wäre so mein Junge! Doch es ist so wie es ist..... Uriah und du ihr wart Brüder! Doch dein Vater liebte dich, wie sein eigen Fleisch und Blut. Und deine Mutter ebenso..... doch sie starb kurz nach deiner Geburt und dein Vater fiel in der Schlacht gegen Uriahs Krieger..... Als dieser Bastard vierzehn Jahre alt war, führte er schon das Heer seines Stammes in den Kampf. Er soll sogar seine eigenen Mutter ermordet haben. Uriah war schon immer böse....er war genau wie sein Vater! Doch du bist anders Kylion. Du hast ein Herz!" Clark war von seinem Platz aufgestanden und legte Kylion die Hand auf dessen Schulter.
" Warum? ....warum erzählst du mir ausgerechnet jetzt diese grausame Wahrheit?" Kylion sah ihn aus finstern Augen an. Clark wich einen Schritt von ihm zurück.         "Weil dies schon lange überfällig war! Und ich möchte das du deinen Frieden findest, das du glücklich wirst. Mit ihr!" Clark nickte mit seinem Kopf in Richtung der Treppe die hinauf in die oberen Gemächer führte, dort wo auch Wenefra ihres hatte. " Wie kann ich nun jemals glücklich werden? Sie wollte mich vorher nicht und jetzt wo ich weiß von wem ich wirklich abstamme, will ich sie nicht mehr! Ich kann ihr unmöglich zumuten mit einem Mann zusammen
zu sein, der das gleiche Blut in seinen Adern hat, wie jener Mann, der sie töten wollte, der sie Wochen, Monate lang quälte!" Kylions Stimme donnerte durch die Halle. "Ich....ich bin die Bestie.... und dies zurecht! Nicht alleine durch meinen Mut und meiner Rücksichtslosigkeit im Kampf gegen unsere Feinde...nein, sondern weil ich Alastair Thorndons Bastard bin !!!!!!!!" brüllte Kylion heraus. Mitleidig und betroffen sah ihn Clark an. " Ich weiß es ist schwer die Wahrheit zu ertragen. Doch ich hielt es an der Zeit, das du sie erfährst! Ich lass dich jetzt erst einmal allein.....ruf mich, wenn du etwas braucht mein Junge!"
Clark wand sich von Kylion ab und verließ die Halle. Kylion blieb alleine zurück und drehte sich zum Kamin um, er starrte in die Flammen, seine Hände zu Fäusten geballt. Dann sank er in die Knie und begann zu schluchzen.
Wenefra die das laute Geschrei mitbekommen hatte, war aus ihrem Gemach geschlichen und stand oben an der Treppe, geschützt in einer Ecke, damit sie niemand entdecken konnte. Sie hatte den letzteren Teil der lautstarken Unterhaltung mitbekommen und starrte nun geschockt die Stufen hinunter. Kylion war Uriahs jüngere Bruder!? Das konnte doch nicht wahr sein..... bei allen
Göttern! Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Sie hörte ein dunkles Schluchzen und ging langsam und leise die Stufen hinauf. Als sie in die Halle kam, fand sie Kylion auf dem Boden vor dem Kamin kniend vor. Seine Hände zu Fäusten geballt auf dem Boden, seinen Kopf gebeugt. Mitgefühl machte sich in ihrem Herzen breit, diesen Starken mutigen Mann so zu sehen, zerbrach fast ihr Herz.
Sie dachte an Uriah und dessen Grausamkeiten...... und nun sollte dieser Mann da sein Bruder sein? Kylion war so ganz anders, als Uriah...in jeder Hinsicht! Zwar war er ein gefürchteter Krieger, und bekannt für seine Grausamkeit gegenüber seinen Feinden, doch niemals hatte sie ihn ungerecht oder brutal gegen über seinen Leuten erlebt und auch gegenüber anderen Menschen, die mit ihrem Clan befreundet waren nicht. Gut, er war stolz, fordernd und.....nun ja ein Mann eben! Doch niemals ein Monster, wie es Uriah gewesen war! Auch wenn Kylion sie fordernd und besitzergreifend in sein Bett genommen hatte, so war dennoch stehts Leidenschaft dabei und er war auch zärtlich gewesen. Nie hatte er sie geschlagen, so wie Uriah es getan hatte. Auch verlangte Kylion niemals ekelhafte
Sexpraktiken von ihr! Sie konnte einfach nicht fassen das Kylion ein Thorndon sein sollte! Sie schüttelte ihren Kopf....nein, er mochte zwar von einem Thorndon gezeugt worden sein, jedoch in Schande....und Clark sagte, das Kylion von den Schattenwölfen aufgezogen wurde.....genau wie sie! Und das alleine zählte und die Tatsache, das er von ihrem Vater nach dem Tode seines Vaters, adoptiert wurde. Kylion war einer von ihrem Volk und kein Barbar! Grundgütiger, wie sehr wollte sie jetzt zu ihm gehen, ihn umarmen ihm Trost spenden. Doch sie wagte es nicht. Doch Kylion hatte sie bemerkt und warf ihr einen flüchtigen Seitenblick zu.
"Was habt ihr hier unten zu suchen?" flüsterte er leise, aber dennoch hörbar. "Wolltet ihr nicht gehen? Weil es hier ja ach so unerträglich ist für euch, mit mir in eurer Nähe!" bitter verzog er seinen Mund zu einem Lächeln. " Ich kann es euch nicht einmal mehr verübeln ...... ich bin ein Bastard,in meinen Adern fließt das gleiche Blut wie das in Uriahs Adern. Besser ihr verschwindet von hier..... geht und sucht Unterschlupf in einem Kloster! Das ist es doch was ihr wolltet..... ihr habt meinen Segen dazu! Ihr seit frei!" seine Stimme klang kalt und gleichgültig. Wenefras Herz wurde schwer. All ihre Wut gegen diesen Mann war verflogen. Sie hatte versucht ihn zu hassen, weil sie sich von ihm benutzt und verlassen gefühlt hatte. Doch sie konnte ihre wahren Gefühle nicht länger leugnen. Sie liebte die Bestie von Faron! Langsam ging sie auf ihn zu und als sie ganz nah neben ihm stand, ging sie ebenfalls in die Knie und strich sanft über sein dunkles Haar. Als hätte er Schmerzen, zuckte Kylion unter ihrer Berührung zusammen und starrte sie ungläubig an. " Habt ihr nicht gehört? Ihr sollt verschwinden! Was wollt ihr noch hier?" schrie er sie an. " Es ist auch mein Zuhause Mylord! Und ihr solltet
euch ausruhen, es war alles etwas viel für euch!" Wenefra nahm Kylion an seinem Arm und wollte ihm aufhelfen, doch er entzog sich ihrer. "Ich brauche eure Hilfe nicht.... Lasst mich alleine!" finster sah er sie an und sie wusste das es in diesem Moment keinen Sinn machte. Es war besser wenn man ihn eine Weile für sich lies, damit er seine Gedanken ordnen konnte. Sie wand sich von ihm ab und ging zur Halle hinaus, sie brauchte frische Luft. Als sie in den Burghof trat sah sie Kylions Vetter bei den Pferden die zum beschlagen ihrer Hufe bereit standen. Als er sie bemerkte, kam es auf sie zu. " Ihr liebt meinen Neffen, hab ich Recht?"
Wenefra fuhr zusammen und wurde flammend rot. Sie schnappte nach Luft, da ergriff Clark ihre Hand und sah sie eindringlich an. "Ich nehme an ihr wisst bescheid über Kylions wahre Abstammung? Man konnte seine aufgebrachte Stimme bis nach draußen vernehmen. Ich möchte von euch wissen Prinzessin, liebt ihr ihn!?" Clarks Stimme war fordernd. Wenefra schluckte " Nun, es ist schwer ihm zu wieder stehen Mylord. Aber, wie könnte ich ihn lieben? Er ist mein Feind, obgleich ich bis eben nichts von seiner wahren Abstammung wusste, noch ahnte. Kylion hält mich hier, in der Burg meines Vaters als Gefangene. Und ihr fragt mich ob ich ihn liebe? Wenefra war sichtlich aufgebracht, doch Clark verstand genug von Frauen um zu spüren, das sie nicht ehrlich war. " Kommt, gehen wir ein
Stück zusammen, ich möchte euch eine Geschichte erzählen." lächelnd sah ihr Clark in die Augen. Sie zögerte einen Moment, doch dann hackte sie sich unter und sie gingen über den Burghof, dort öffnete Clark ein kleines hölzernes Tor und sie gingen weiter in eine Art Garten. Wenefra war als Kind öfter hier gewesen, doch das war lange her. Sie seufzte. " Ich hätte nie damit gerechnet, dass sich
Kylion einmal verlieben könnte. Eigentlich dachte ich stehts er wäre zu solcher Art Emotionen nicht fähig! Doch es gibt anscheinend doch noch Zeichen und Wunder!" Clark lachte leise auf. " Mylord, ich bin nicht verliebt..... und hege auch schonst keine Gefühle für Kylion!" antwortete sie. " Mein liebes Kind, ich kann euch deutlich ansehen, das ihr ihn nicht nur begehrt, sondern auch zarte Bande der Liebe für ihn empfindet. Und ihr müsst dies mir gegenüber in keiner Form leugnen!"  Wenefra wusste nicht was sie darauf antworten sollte und schwieg.        "Er würde sein Leben für euch geben, wenn ihr dies wünschtet. Ich erhielt vor einigen Jahren eine Nachricht von ihm, darin klagte er mir sein Leid. Euer Vater König Fehu, hatte euch damals dem Sohn eines befreundeten Clan Anführers versprochen....ich glaube sein Name war Ansur!" bei diesem Namen erschrak Wenefra. Es war so lange her, dass sie diesen Namen gehört hatte. Sie konnte sich noch ganz genau an ihn erinnern und wie gut er ausgesehen hatte. Doch sie empfand außer Sympatie nichts für ihn. Natürlich hätte sie nichts gegen eine Ehe mit ihm einzuwenden gehabt. Doch schon damals, sprach ihr Herz eine andere Sprache, flüssterte einen anderen Namen und dieser war Kylion. Doch sie hatte
nie gewagt, zu ihren wahren Gefühlen zu stehen, und auch jetzt fehlte ihr der Mut dazu. " Mylord, ich weiß eure Freundlichkeit sehr zu schätzen und ich ......." Wenefra blieb stehen und sah Clark flehend an. " Ich weiß nicht warum, warum ich Kylion begehre, doch ich tue es. Sehr sogar! Schon als junges Mädchen, als man mich von den Schattenwölfen zurück zu meinem Vater brachte und ich
Kylion das erste Mal sah, begehrte ich ihn. Doch ich wusste noch nicht was es mit diesen Gefühlen auf sich hatte. Wie denn auch!?" Und jetzt, ich weiß nicht wie es weiter gehen soll. Es ist soviel geschehen. Und ich bin seiner nicht mehr würdig. Ich habe keine Familie mehr, mein Vater starb und Kylion wurde sein Nachfolger. Ich habe keine Mitgift zu biete. Und ich bin auch keine Jungfrau mehr Lord ClarK!" so nun war es raus. Jetzt wusste Clark das sie ihre Reinheit verloren hatte und nicht mehr wert war als eine Hure. Clark sah sie mitfühlend an " Mylady, ich danke euch für euer Vertrauen und ich bin mir sicher eure Offenheit mir gegenüber ist euch nicht leicht gefallen. Hat Kylion sich euch etwa aufgezwungen?" stirnrunzelnd sah er Wenefra an. "Nein Mylord, ein andere nahm mir meine Unschuld und Reinheit..... es war.... Uriah Thorndon. Ich wurde mit ihm vermählt,als Gegenleistung dafür, das er das Volk meines Vaters verschonte, sowie auch das Leben meines Vaters und dessen Krieger. Ich war der Preis für den Frieden im Lande." traurig blickte Wenefra zu Boden. " Mylady, dass wusste ich nicht!" Clark schluckte schwer. Und was Kylion anbelangt, nein er war immer gut zu mir..... und ICH wollte mit ihm zusammen sein!" noch immer blickte Sie zu Boden. " Also ist das zwischen Kylion und euch nichts weiter als eine Liebelei?" Sie schüttelte den Kopf " Nein Mylord...nichts dergleichen. Es ist vorbei, Kylion hat mich der Festung verwiesen. Er will das ich gehe!" mit Tränen in den Augen sah sie nun Clark an und dieser strich sanft über ihr schwarzes Haar. "Ich bin mir sicher Kylion hat es nicht ernst gemeint. Er muss erst einmal die Wahrheit über seine Abstammung verarbeiten. Gebt ihm ein paar Tage Zeit und dann redet noch einmal mit ihm. Ich weiß das er euch von ganzen Herzen liebt. Niemals würde er euch freiwillig gehen lassen, geschweige denn davon jagen! Kylion ist kein oberflächlicher Mann!" Wenefra nickte zustimmend. An Kylion konnte man wirklich nichts oberflächliches finden, er war weder verantwortungslos noch leichtfertig. Jede seiner Entscheidungen war wohlüberlegt, selbst eine Affäre mit ihr.





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