Die Gabe, Maries Weg in ein neues ich...(Kap 12)

Kap ab! (Film ab)

Eine Erschreckende Begegnung....

Unsere Tage hier in Forks gingen dem Ende zu. Wir suchten in den letzten zwei Tagen Fieberhaft nach einer passenden Wohnung, doch das erwies sich als schwieriger als gedacht. Es gab einfach keine passende Wohnung in diesem kleinen Städtchen für uns.

Die Waldhütte wollten und konnten wir uns auch nicht auf Dauer leisten. Es gäbe ja noch meine Eltern die helfen würden aber mal ehrlich… man will doch ab einem bestimmten Alter auf eigenen Füßen stehen. Das leben kann schon mal grausame Wege gehen... das wurde mir in meinem Urlaub einmal mehr bewusst.

Mit meiner Gabe komm ich auch besser klar, habe es etwas Trainiert so, dass ich unwichtige und wichtige Geister unterscheiden kann! Was heißt wichtig und unwichtig? Sagen wir mal so, wichtig sind die Geister die ins Licht wollen und was von ihren liebsten wollen, und die unwichtigen sind dem zufolge die, die sich hier wohlfühlten und so tun als würden sie weiterleben.

Die letzten Tage waren ziemlich anstrengend und aufregend und nicht wirklich erholsam, deshalb beschloss ich es mir auf der Veranda gemütlich zu machen. In einer hängenden Bank mit zwei Plätzen, las ich ein Buch. Eine schnurrende Katze kam angeschlichen als ich sie streicheln wollte, fauchte und zischte sie mich wie eine Schlange mit geöffneten Maul und ausgefahrenen Krallen an. Ich sprang auf und wünschte mir in diesem Moment ein Pitt Bull zu sein, um mich mit meinem bulligem Auftreten und Gebelle zu rächen! Ich fluchte sie an: „Du blöde Gafield Imitation“ und sie drehte sich einige Male im Kreis und lies sich unbeeindruckt an der Stelle nieder, an der ich zuvor in voller Entspannung mein Buch gelesen hatte.

Ich Beschloss etwas spazieren zu gehen. Ich nahm meine Strickmütze und Strickjacke und machte mich langsam auf den Weg und studierte die Gegend.

Ich lief ohne Ziel. Ich kam an kleinen Geschäften und einer Kneipe vorbei, wo Männer mit Bier in den Händen und eine Zigarette blöd herum grölten. Dann bog ich rechts ab und ging 2 oder 3 Häuserblöcke entlang. Er führte auf einen schmalen asphaltierten Pfad und plötzlich stand ich dann auf einem Friedhof, der ziemlich versteckt war.

Ich hoffte, dass ich wieder zurück finde. Ich setzte mich etwas in eine vorborgen Ecke im südlichen Teil des Geländes auf die Mauer und lehnte mich gegen den angedeuteten Turm. Ich ließ ein Bein baumeln und das andere angewinkelt. Zurzeit beruhigten mich die Toten mehr als die lebendigen. Ruhig saß ich so da und betrachtete die Gräber und verwelkten Blumen und Sträucher. Ich sagte keinen Ton. Genoss einfach die Stille. Hier liegen Erinnerungen von Hunderten von Menschen, ihr Leben, Gefühle, Illusionen, ihre Abwesenheit, die Träume die sie nie verwirklichen konnten, die Enttäuschungen, Irrtümer und unerwiderten Lieben, die ihnen das Leben Vergiftet hatte. All das ist hier auf immer und ewig festgehalten. Man kann vom Leben nichts verstehen wenn man den Tod nicht versteht!

Ich ließ meinen Blick schweifen und entdeckte am anderen Ende des Friedhofes eine alte Dame. Schwarz gekleidet, die Hände über Kreutz mit einer roten Blume darin, der Umhang ging fast bis zum Boden so, dass man ihre Füße nicht sehen konnte. Von meinen Platz aus sah es aus, als würde sie sich wie ein Geist schwebend davon bewegen. Die alte Dame bewegte sich zwischen den Gräbern entlang und kam an einen Grab direkt unter meinen Beobachtungsposten zum Stehen. Sie stand mit dem Rücken zu mir. Ich beobachtete sie sehr intensiv.

„Sie kommt jeden Mittwoch hier her!“

Bäm, ich zuckte zusammen. Ich dachte ich sei alleine aber hinter mir an der Mauer gelehnt, stand ein Hübscher muskulöser junger Bursche mit etwas von einem Indianer an sich.

„Ey sag mal hast du ein Kaktus verschluckt oder was? Kannst mich doch nicht so erschrecken!“

„Entschuldige! Hallo, ich bin Jams!“

Ich drehte mich zu ihm um und ließ da meine Beine baumeln und Antwortete:

„Tach, ich bin Marie.“

„Ich weiß wer du bist!“

„Wie du weißt wer ich bin?“

„Keine Angst, ich bin kein Stalker oder so. Ich wohne auf La Pusch, ich denke das beantwortet alles!“

„Ja tut es, und was machst du hier? Außer nette Mädchen erschrecken?“

„Ich bin hier vorbei gekommen weil dort hinten (er zeigte in etwa einer Maile auf eine Cross Strecke) meine Crossy (sein Motorrad) liegengeblieben ist. Ich wollte nach Hause um meinen Pick Up zu holen, und hab dich hier auf der Mauer sitzen sehen und wollte wissen, was du so interessiert auf den Friedhof starrst!“

„Wow, du fährst Cross? Hammer… naja nicht das ich das auch tun würde aber ich finde es toll, was man da so für Kunststücke machen kann!“

„Na Kunststücke sind das nicht, das sind FMX (Freestyle Motocross), wenn du Lust hast, kannst mitkommen ich erzähl dir alles was du wissen willst!“

„Okay, las uns gehen“

Er reichte mir seine Hand und ich nahm sie dankend an. Dann machte ich einen kleinen Sprung von der Mauer. Zusammen setzten wir uns in Richtung Wald…in dem es eine kleine Lichtung mit lauter Holzhütten darin gibt… in Bewegung.

„Und du Interessierst dich also für Freestyle Motocross?“

„ Ja schon, ich finde es faszinierend, wie man das Gleichgewicht halten kann weil so eine Maschine ist ja nicht gerade leicht!“

„Das ist wohl war. Freestyle Motocross oder kurz FMX hat sich aus dem Motocross entwickelt. Ursprünglich wurden bei Motocross-Wettbewerben neben den eigentlichen Rennen zur Unterhaltung der Zuschauer Wettbewerbe abgehalten, welcher der Fahrer mit seiner Maschine den besten bzw. schönsten Whip (s. u.) schaffte. Bald begannen sich Fahrer nur auf diesen Wettbewerb zu konzentrieren, wodurch FMX allmählich zur eigenständigen Disziplin des Sports wurde“, er stoppte kurz und grinste mich an.

„Beim FMX springen die Fahrer mit leicht veränderten Motocross-Maschinen über Sprungschanzen („Kicker“). In den wenigen Sekunden zwischen Absprung und Landung führen sie teils sehr waghalsige Manöver in der Luft aus. Je nach Wettbewerb werden ein einzelner Sprung oder eine Reihe von Sprüngen in vorgegebener Zeit von Kampfrichtern, den Judges, bewertet. Der Fahrer mit der höchsten Wertung gewinnt.“

„Danke für die Aufklärung.“

„Hab ich gerne getan, willst du noch mitkommen zur Crossstrecke?“

„Nein danke, ich werde wieder zurück. Meine Freundin macht sich sicher schon sorgen.“

Und wie sie das tut!

„Okay, na man sieht sich hoffentlich mal wieder?“

„Ja ich denke schon, wir suchen gerade eine passende Wohnung hier in Forks. Wir wollen hierherziehen weil Maya…so heißt meine Freundin… und ich wollen eine Boutique eröffnen!“

„Und habt ihr schon was passendes gefunden?“

„Nein leider nicht!“

„Na Leah vermietet doch auch Wohnhäuser und Wohnungen, geht sie doch mal fragen!“

„Klar Leah…“, ich schlug mir gegen die Stirn.

„…darauf hätten wir auch kommen können! Dank dir!“

„Gerne, ich muss dann los, bevor es dunkel wird.“

„Bye!“

Ich schlenderte noch durch die Stadt zu Leahs Büro um ihr dort zu fragen was sie so für Wohnungen zu vermieten hat. Dort angekommen schloss sie schon ihr Büro zu, ich rief und lief ihr entgegen:

„Leah …. Leeeah Warte mal!“

Sie drehte sich mit einen lächeln in meine Richtung und kam mir auch ein paar Schritte entgegen!

„He ich hab gerade Jams kennengelernt und er sagte, du vermietest auch Wohnungen?“

„Ja das tu ich, kommt morgen früh ins Büro und wir schauen uns einige Immobilien an okay!“

„Okay super, wir sind da. Einen schönen Feierabend noch.“

„Danke Tschau.“

Ich lief zügig zu Maya in die Waldhütte um ihr die Neuigkeit zu erzählen.
Dort angekommen, erwartete mich erst mal eine Standpauke alla Mama Maya.
Als ich nur die erste Stufe zur Veranda mit den Zehen berührte, ging schon die Tür auf und Maya stürmte raus und…tastete mich ab. Was zu Geier…

„Wo warst du? Ist alles in Ordnung mit dir? Ich hab mir tierische Sorgen gemacht! Warum hast du nicht Bescheid gesagt? Das Essen ist auch angerichtet.“

„Woahhhh Maya mir geht’s gut, mach mal langsam. Ich war nur etwas spazieren und hab eine gute Nachricht zu verkünden!“

„Wie was gute Nachricht?“

„Ja warte doch nur ab, las uns rein und essen dabei erzähl ich dir alles.“

Gesagt getan, wir gingen rein aßen und ich erzählte ihr das wir morgen zu Leah kommen können. Das sie auch Wohnungen und Apartments vermietet!
Ja und das ich Jams getroffen habe, hab ich ihr auch erzählt. Sie dachte gleich, ich würde ihn gleich ausführen dabei habe ich nichts dergleichen gedacht oder gefühlt wie bei Leeland. Oh Leeland, ich werde heute Abend mal mit ihm schreiben oder vielleicht telefonieren…

Wir gingen dann auch früh ins Bett, und ich konnte Leeland eine Nachricht schreiben:

<He Leeland,
ich bin´s Marie,
irgendwie fang ich an dich zu vermissen,
hoffe bist noch wach und wir können telefonieren
Lg Marie>


Es dauerte nicht lange und es klingelte. Mein Herz pochte schneller und kochendes Blut stieg in mir hoch, ich nahm sofort ab.

„Ja?“

„Hallo schöne Frau!“

„Hallo, wie geht’s dir?“

„Jetzt sehr gut, ich freu mich von dir zu hören! Wie geht’s DIR?“

„Auch ganz gut denke ich!“

„Wieso denkst du? Was ist los?“

Dann erzählte ich ihm alles und das wir hier bleiben wollen. Von meinem Unfall nach unserer Begegnung in der Disco. Die langen Stunden im Krankenhaus. Auch das, was ich so im Koma gesehen und gehört habe. Ich fühlte, dass er mich ernstnahm und auch nicht lachte und somit erzählte ich von meiner neu errungenen Gabe und was ich schon für Begegnungen durch sie hatte.

„WOW was für eine Frau, das macht dich noch interessanter! Und das mit Forks bekommen wir schon hin, weil ich hab nicht vor dich dann noch einmal sooo lange nicht zu sehen.“

Ich war so fassungslos und glücklich den er war mein Jang ich sein Jing!
Es tat gut das alles raus zu posaunen ohne Angst zu haben als verrückt gehalten zu werden. Ich fühlte mich auch irgendwie um einiges leichter!

Wir verabredeten uns dann gleich zum Treffen wenn ich wieder in L.A bin. Ich war so glücklich und voll mit Schmetterlingen im Bauch, das ich
traumlos einschliff. Ich war noch so ausgelaugt von den letzten Tagen das es mir richtig gut getan hatte schnell einzuschlafen naja und Leeland, der war auch nicht ganz unbeteiligt dabei!

Am nächsten Morgen standen wir pünktlich vor Leahs Büro. Ich war nur am Grinsen. Maya starte mich nur immer fragend an, doch ich erzählte ihr nichts von meinem nächtlichen Telefonat, noch nicht!

Leah hatte dann auch einige kleinere Wohnungen die wir uns anschauten. Die ersten 4 waren es nicht, dann zeigte sie uns eine kleine Blockhütte mit drei Zimmern und einem Bad und das war’s dann. Es war süß und bezahlbar auf Dauer und fürs erste Perfekt! Perfekt für uns…

Morgen dann, war unser letzter Urlaubstag hier und wir mussten dann erst mal wieder zurück nach L.A und da alle Segel streichen. Um hierher zurück zu können!

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