Die Gabe, Maries Weg in ein neues ich...(kap5)

Na dann Kap ab! (Film ab)


Der Urlaub.


Direkt nach meiner Entlassung fuhren wir nach Forks. Maya nahm eine zwanzig Stündige Autofahrt auf sich, weil ich noch nicht fliegen durfte. Sie hat den Schwarzen Land Rover von ihren Dad bekommen und der war mit jede Menge Reisetaschen und was weiß ich noch, was Maya wieder alles brauchte vollgestopft.

Auf dem weg aus L.A raus, hatte ich das Gefühl es seien viel mehr Menschen auf den Straßen wie sonst. Einige hatten sogar Verletzungen oder Kleider aus einer anderen Zeit an. Wahrscheinlich ein Festival oder so! Maya fuhr so zügig wie es die Verkehrslage zuließ. Bis Sacramento hielt ich aus dann war es allerdings vorbei und ich schlief ein.

Ich weiß nicht mehr wie lange ich geschlafen habe. Als ich wach wurde, befanden wir uns schon in Portland wir fuhren so hoch, das wir auf der linken Seite das weite Meer sehen konnten. WOW was für ein Anblick. Traumhaft!

In Vancouver hielten wir, um in einem Motel zu übernachten. Wir hatten Kohldampf bis zur absoluten Schmerzgrenze und es wurde Zeit endlich was zwischen die Zähne zu bekommen, ansonsten würde das weitere Miteinander unangenehm werden. Wir konnten beide wahre Biester werden, wenn wir hungrig waren. Maya parkte direkt vor dem Motel und die Vorfreude eines saftigen Mahls wuchs.

„Warte hier, ich geh die Schlüssel holen“, sagte Maya.

„Wo sollte ich auch hin?“

Nach etwa 10 Minuten, kam sie wieder. Sie schnappte sich zwei etwas kleiner Taschen und schloss das Auto ab. Wir gingen zu unserem Zimmer. Die 8! Da Maya von oben bis unten vollgeladen war, schloss ich das Zimmer auf. Kaum öffnete sich die Tür, fiel mein Blick sofort auf das riesen Ehebett genau in der Mitte des Raumes.

Ich setzte mich sofort aufs Bett. Es war so schön weich und gemütlich, dass ich mich sofort nach hinten fallen ließ. Kaum hatte ich es mir bequem gemacht, klopfte es an der Tür. Maya stürzte sich wie eine Verhungerte…die sie auch war…auf die Tür und ließ die etwa 40 jährige Dame eintreten, die in den Händen ein Tablett mit Essen und Trinken transportierte.

„ Herzlich willkommen, hier ist eine Kleinigkeit zum Essen und Trinken wenn es nicht reicht, braucht ihr nur den Hörer abnehmen und auf die 2 drücken. Ihr seid dann direkt mit mir verbunden.“

„ Danke sehr lieb von ihnen!“ sagte Maya zu der netten Dame.

Die Dame lächelte und ging. Wir machten uns sofort übers Essen her. Schnell merkte ich, wie müde ich war. Nach einer schnellen Dusche, schlüpfte ich in ein Nachthemd, das Maya für mich eingepackt hatte und sprang ins Bett. Alles was ich noch mitbekam, war wie Maya Dusche anstellte. Wann sie zu mir ins Bett gekommen war, bemerkte ich nicht mehr. Ich war sofort eingeschlafen.

Im Schlaf erreichten mich Bilder die ich erst zu sortieren hatte. Eine Frau, nein das ist die nette Dame die uns das essen gebracht hat. Dann sah ich sie mit einem kleinen Mädchen, bestimmt ihre Tochter sie bastelten an eine Kiste mit Glitzersteinchen. Plötzlich, saß sie am kranken Bett ihrer Tochter (sie war gute 10 Jahre älter und weinte. Sie sagte zwischen ihrem schniefen immer und immer wieder:

„Sag ihr, sie soll in die Kiste schauen!“

Dieser Satz war so eindringlich und real, dass er mich erwachten ließ. Ich überlegte, wie ich ihr… also der netten Dame das beibringen sollte. Ich ging in dem Zimmer auf und ab und überlegte bis mir der Kopf schmerzte. Ich kam zu der Idee, dass ich ihr einen Brief schreiben und ihn am Tag unserer Abreise überreichen würde. Also suchte ich Zettel und Stift und machte mich daran den Brief zu schreiben.

Liebe Dame,
ich weiß nicht wie ich anfangen soll, aber ich muss es ihnen irgendwie schreiben auch mit der Gewissheit, sie können mich für verrückt halte. Und bitte Verzeihen sie mir, wenn ich alte Wunden öffne. Ich fang einfach mal an. Ich hatte die Nacht so ein Traum. Er war so real und lässt mich nicht mehr los. Ich denke es war so was wie eine Vision, die mir ihre Tochter gesendet hat und zwar hab ich Bilder empfangen. Wo ich sie, mit ihrer Tochter an einem kranken Bett sitzend gesehen habe. Da war auch ein Bild mit einer Kiste, wo sie beide Glitzersteinchen ran geklebt hatten. Ihre Tochter sagte einen Satz. „Sag ihr, sie soll in die Kiste schauen“, immer und immer wieder hatte sie dies gesagt. Also bitte halten sie mich nicht für verrückt, aber ich denke… sie sollten in die Kiste schauen!
Ganz liebe Grüße,
alles Gute für die Zukunft
und mein hochachtungsvolles Beileid!
Marie Brown
Da es wie mein Blick auf die Uhr verriet, erst 3Uhr war haute ich mich noch mal ins Bett und schlief traumlos ein.

Auf einmal wackelte und bebte das Bett unter mir so extrem, das ich bald raus fiel. Ein Blick zur Seite ließ mich erkennen, Maya war aufgestanden als hätte sie verschlafen. Naja, da ich nun schon fast auf dem Boden lag, kann ich auch aufstehen. Maya ist sofort ins Bad, also machte ich erst einmal das Bett und packte die überflüssigen Sachen von mir ein.

Kaum war ich damit fertig, klopfte es an der Tür. Nach einem gemurmelten ja von mir, steckte die Dame ihren Kopf durch die Tür. Ich ging zu ihr und nahm ihr das Tablett ab, stellte es auf den Tisch und drehte mich zur Frau.

„Warten sie, ich muss ihnen was geben.“

Ich gab ihr den Brief, den ich die Nacht verfasst hatte und sagte „Bitte lesen sie ihn durch, es ist wichtig… denke ich“ dann ging sie wieder.

Kurz danach, stapfte Maya endlich aus dem Bad.

„Oh du bist schon wach.“

„So wie du aus dem Bett gesprungen bist, ist das auch kein Wunder. Ich lag fast auf dem Boden, Maya.“

„Was?“

„Egal, ich geh jetzt duschen“, winkte ich ab und grinste sie frech an.

Als ich geduscht und angezogen aus dem Bad trat war alles aufgeräumt, die Reisetaschen eingepackt und neben der Eingangstür bereitgestellt und auf dem Tisch war alles hübsch gedeckt mit den Sachen vom Tablett.

„Las uns essen und dann weiterfahren ok?“

„Ok ich hab sowieso Hunger wie ein Bär“, stimmte ich Maya zu.

Wir aßen in Ruhe auf und besprachen wie wir weiterfahren würden. Anschließend, gab ich den Schlüssel ab, während Alice die Taschen ins Auto lud. Auf dem Weg zum Büro, hörte ich wie die Dame und ihr Mann sich unterhielten und freuten. Als ich nähertrat, sah ich wie sie sich in den Armen lagen. Als sie mich bemerkten, fielen sie mir um den Hals.

„Danke Isabella, danke für alles.“

„In der Kiste war eine Brief und Versicherungspapiere für eine Lebens Versicherung, die wir uns nun auszahlen lassen können um das Motel zu renovieren, wie es Jana wollte. Danke dass sie das uns gesagt haben, Gott möge sie schützen.“

„Gerne“ sagte ich erstaunt.

Selbst total verblüfft und nicht wissend, was ich sonst sagen sollte. Ich legte den Schlüssel auf die Theke und darunter die 20 Dollar für das Zimmer und ging zu Maya. Als ich dann die Stufen vom Büro runter ging, die zum Parkplatz führten stand eine Frau da. Sie starte mich an, sie sah aus als sei sie ins Wasser gefallen.

Ich ging an ihr vorüber zu Alice die schon im Auto saß und das Tom Tom (Navi) startklar machte. Sie nannte es immer ganz ausgefallen TOM. Ich setzte mich ins Auto und sagte:

„Was meinst du, was mit der Frau da passiert ist? Die sieht aus, als sei sie ins Wasser gefallen“

„Hä?? Was für eine Frau?“

„Na die da an der Treppe zum Büro steht!“

„Marie da steht keine Frau! Hast du Fieber? Zeig mal her?“

„Nein ich bilde mir das nicht ein!“

Sagte ich überzeugend und wehrte ihre Hand ab, die sie mir auf die Stirn klatschen wollte. Maya schaute sich noch einmal genauer um und runzelte die Stirn.

„Marie da ist niemand, wir sind die einzigen hier!“

Ich schaute auch nochmal zur Treppe und musste feststellen, dass die Frau weg war! Ich sagte lieber nichts mehr dazu. Plötzlich war ich mir selbst nicht mehr so sicher.

Was war das? Was ist mit mir los? Warum bekam ich die Bilder in der Nacht? Die sich dann als wahr erwiesen? Dann die Frau? Die nur ich sehen konnte. Ich fand keine plausible Antwort. Und nach Meilen, in denen ich nur aus dem Fenster gesehen hatte, kam mir der Junge wieder in den Sinn. Und diese komische Aufgabe, von der er redete. Ganz ehrlich aber,…war ich jetzt sowas wie ein Medium? Quatsch…so einen scheiß gab es einfach nicht. Aber…

Maya holte mich mit den Worten: „Unsere Hütte, steht in der Zepeda Rd“ aus meinen Gedanken.

„Wie, sind wir schon in Forks?“

„Nein noch nicht, aber in den nächsten Minuten.“

„Oh das ist gut, weil ich dringend auf die Toilette muss.“

„Ja mein Mariechen, wir sind gleich da“, kicherte sie und fing sich einen ernsten Blick von mir ein.

Aber glücklicherweise hatte sie Recht. Einige Minuten später, standen wir vor der Hütte. Aus einer anderen, eine etwas kleinere die links lag, kam auch schon die Vermieterin auf uns zu und stellte sich vor.

„Hallo ich bin Leah Morgen die Vermieterin!“

Wir begrüßten uns und stellten uns vor und da sagte Frau Morgen.

„Ihr könnt Leah zu mir sagen.“

„Kommt ich zeig euch eure Unterkunft! Und alles was noch wichtig für euch ist.“

Sie ging die drei Stufen zur Veranda hoch zu der eingangs Tür und schloss sie auf. Sie ließ uns eintreten. Wow, war das schön eingerichtet! alles sah aus als hätte man es aus Bäumen geschnitzt und mit süßen Akzenten versehen. Kleine Kissen mit Rosen, passend zu den vorhängen und den Decken die über der Sofalehne hingen. Traumhaft schön, wie ein puppen Haus!

Die Küche war klein aber ausreichend, das Bad besaß Badewanne wie Dusche. Und es gab zwei Schlafzimmer mit je ein großes Doppelbett. Vom Wohnbereich konnte man durch die Glastür direkt raus auf den dahinter folgenden Strand gehen, wo ein großer See war!

„Ich habe euch den Kühlschrank und die kleine Vorratskammer auf gefühlt. Ich hoffe, dass ihr damit bis Montag hinkommt. Ich werde euch nun mal alleine lassen, dann könnt ihr euch einrichten. Wenn was ist, ich bin noch bis 18 Uhr in meinem Büro.“

Sie ging und ließ uns allein. Maya war daraufhin auch gleich mal wieder in der Küche verschwunden und dann schrie sie förmlich:

„Oh mein Gott, das reicht nicht nur bis Montag, das reicht bis wir wieder fahren.“

Durch das Geschrei, kam ich aus dem Staunen in die Realität zurück und da wartete eine volle Blasse darauf gelernt zu werden. Ich rannte so schnell ich konnte auf die Toilette und erleichterte mich. Nach der Erkundung der Hütte, nahm sich jeder ein Zimmer vor und wir packten alles aus.

Wie ich so am Auspacken war, merkte ich, dass Maya alle meine Sachen die ich im Schrank in L.A hatte, mitgenommen hatte. Naja hoffentlich bekomm ich die alle hier unter? Dann war ich endlich fertig mit dem auspacken und schob die letzte Schublade der Kommode zu. Ich hörte das Geschirr in der Küche klappern und grinste. Maya war anscheinend ganz in ihrem Element.

Naja, irgendwie hatte ich auch schon Hunger. Mittag gab es heute noch nicht, das merkte auch mein Magen sofort. Und wurde laut und ungemütlich. Ich stampfte in die Küche und machte mich sofort über die Schnitten und den Salt her, die Maya so liebevoll hergerichtet hatte. Es war wie immer lecker wie sau.

Den Abend machten wir nichts weiter als früh ins Bett zugehen. Ich las noch ein paar Seiten eines Buches. Schlief dann schon bald durch den lauten Wind und das Zirpen der Grillen ein.

Comments

  • Author Portrait

    man merkt echt, wie dein schreibstil immer besser wird! sehr toll :D

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