...die kleinen Schmetterlinge, die so zerbrechlich waren... (M)

Grace' Sicht:

"Thomas?", murmelte ich verschlafen. Ich bin in meinem Bett aufgewacht. Wie spät ist es eigentlich? Mit einem Seufzer setzte ich mich auf und sah zu meinem Wecker. Acht Uhr in der Früh. Verdammt... welcher Tag war heute? Ich fuhr herum und rannte geradewegs hinunter in die Küche und wen sah ich dort? Ist klar.
"Hey, Grace! Ausgeschlafen?" Thomas saß da und trank... Kaffee? Langsam konnte ich ihn riechen, er erfüllte den ganzen Raum. "Nein, nicht ganz." Er blickte zu mir und seine Miene wurde ernst. "Hast du geträumt?" Ich blinzelte drei Mal, bis ich es verstand. Genau... gestern. Jeremy. "Grace... wenn etwas ist: Sag's mir" Ich konnte ein Lächeln hervorbringen. "Klar doch." "Versprochen?" ich nickte und ging zum Küchenschrank um mir eine Kaffeetasse zu holen. Als ich das kleine Türchen öffnete und die Tasse schon in meiner Hand lag rutschte ich auf etwas aus und fiel auf meinen Rücken. Die Tasse flog in einem rießigen Bogen über Thomas' und meinen Kopf und zersprang dann als sie klirrend auf den Boden fiel. "Grace!" Erschrocken fuhr Tom hoch und rannte zu mir. Ich spürte etwas nasses unter mir. Wie Wasser da hin kam, war mir ein Rätsel. Ich stöhnte leise und griff nach meinem Hinterkopf. Durch den gewaltigen Aufprall, bin auch mit dem Hinterkopf aufgeprallt. Dieser pochte ununterbrochen und ich spürte wie eine Beule entstand. "Oh Gott, geht's dir gut? Grace!" Thomas hob mich auf und mit wackeligen Beinen torkelte ich ins Wohnzimmer, wo ich mich auf die Couch legte. Alles tat weh- und in dem Moment, ob man es glaubt oder nicht, war das Schlimmste, dass ich immer noch nicht wusste, welcher Tag heute war.  "Tom?" Er war mir gefolgt und hockte neben mir. Seine Augen sprachen für sich - er war besorgt und erschrocken. "Ich hol' dir einen Kühlbeutel. Ich komme gleich." "Nein! Warte!" Ich wusste nicht was ich da tat. Ich zog ihn zu mir und er sank wieder auf den Teppich.  Ein kleiner Grinste breitete sich auf meinem Gesicht und ich fühlte mich wie ein Idiot. Er aber grinste auch und wir grinsten uns gegenseitig an - ich konnte mir schon vorstellen wie geistesgestört es aussehen musste, aber das war mir in diesem Moment total egal. Ich wollte nicht, dass er ging. Etwas in mir glaubte, dass er nicht mehr zurück käme. Wieso? Wäre es tatsächlich so leicht ihn...  zu verlieren? Ich durfte nicht daran denken... es war schmerzhaft- wirklich schmerzhaft. Vorsichtig, als wär ich aus Porzellan, nahm Tom mich in seine Arme, streichte mir sanft eine Strähnen, meiner zerzausten dunklen Haare, hinter mein Ohr und lächelte mich an. Da strahlten die ersten Sonnenstrahlen and diesem Tag herein und erleuchteten alles in ein wunderschönen Farbton. Alles versank in ein Gemisch aus verschiendenstem orange. Seine Augen - sie glänzten wie kleine Kristalle, ich berührte seine Wange und zog meine Hand so schnell wieder weg, als hätte ich mich verbrannt. Ich schluckte. "Grace", er wendete den Blick nicht von mir ab. "Tom", sein Name... er klang wie das schönstes Wort auf Erden. Ich genoss es, ihn auszusprechen. Langsam schloss ich meine Augen. Ich spürte seine Hand nach meiner greifen. Seine Finger verhakten sich in die meinigen. Wärme durchströmte meinen Körper und ich wünschte mir nichts ersehnlicher als ihn für immer hier zu haben und eines wusste ich :die kleinen Schmetterlinge, die so zerbrechlich waren, sie flatterten wie wild herum auf der Suche nach... nach einer kleinen Lücke in meiner Seele, die noch zu füllen war. Thomas war der Einzige, der es konnte. Und er hat es genau in diesem Moment getan. Er hat mich vollständig gemacht.

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