Die Twins

Die Twins

Schon packte mich das temperamentvolle, kleine Bündel an meiner Hand und zog mich in den zweiten Stock des Hauses zu unserem Zimmer, das schon recht heimelig mit zwei Betten ausgestattet war. An den Wänden hingen verblasste, grüne Tapeten. Es wirkte düster, aber nicht abweisend.

„Schön und welches ist meines?“, fragte ich und Ginny schmiss sich auf das Bett am Fenster.

„Oh gut, und wie ist es so im Hauptquartier?“, fragte ich betont lässig nach. Ich wollte mein Interesse an dem schwarzmagischen Haus schließlich nicht zu offen kundtun.

„Langweilig, das glaubst du nicht, Hermione. Die ganze Zeit nur putzen. Mutter scheucht uns durch die Gegend und wenn’s spannend wird, weil der Orden eine Versammlung hat, schicken sie uns in unsere Zimmer. Echt zum Kotzen und Fred und George sind auch so komisch, hängen nur immer zusammen und mir bleibt nur Ron“, beklagte sich Ginny und hob ihr langes, schönes, rotes Haar hoch, um Luft an ihren Nacken zu bekommen.

Die Tür öffnete sich und Ron trat ein. Er war in den vergangenen Wochen gewachsen, auch ich hatte mich aufgrund meines Trainings stark verändert, was ich augenblicklich durch eine weitgeschnittene und weitfallende, lilafarbene Bluse zu kaschieren versuchte.

„Hallo noch mal, na wie gefällt es dir hier?“, fragte er neugierig. „Echt unheimlich, oder? Hast du schon das Bild mit der alten Black gesehen und gehört?“, meinte Ron mit Abscheu in der Stimme. Ich packte derweil meine Sachen, die ich hier brauchen würde, aus. Den Rest ließ ich im Koffer.

„Mir gefällt es gut, Ron, unheimlich nicht wirklich und nein, welches Bild? Und eigentlich wollte ich gerne daheim bleiben, da ich diese Ferien viel zu tun habe, aber der Professor war dagegen!“, grenzte ich gleich ab und drehte mich wieder zur Schublade. Ich wusste nicht warum ich so offen sprach, aber es ärgerte mich, dass ich nun so eingeschränkt würde agieren müssen und diese Stimmung ließ ich gerade an den beiden Geschwistern aus. Sein Gesicht verzog sich auch gleich missbilligend.

„Dann willst du gar nicht bei uns sein?“, fragte er vorwurfsvoll. Er war immer so schnell eingeschnappt. Jetzt hätte ich wirklich gerne meine Augen verdreht, hielt mich aber zurück.

„Nein, natürlich nicht, Ron“, wollte ich einmal ehrlich sein, besann mich dann aber schnell eines Besseren, als ich in zwei betretene Gesichter schaute.

„Natürlich möchte ich das. Ich freue mich euch zu sehen, aber ich wollte euch nur sagen, dass ich wenig Zeit haben werde und da fällt mir ein, ich muss den Professor noch was fragen!“, und spurtete schon aus dem Zimmer. Ich gab nie gerne Rechenschafften ab. Schnell riss ich die Tür zur Küche auf und sah die drei Erwachsenen noch am Tisch sitzen beim Diskutieren, aber wegen meinem abrupten Auftauchen unterbrachen sie ihr Gespräch.

„Sorry… ich wollte Sie nicht so überfallen!“, begann ich höflich, wurde aber in meiner Entschuldigung unterbrochen, als auch, wie nicht anders zu erwarten, Ron und Ginny nachkamen.

„… aber ich müsste mit Ihnen, Professor, noch ein, zwei Dinge klären!“, ergänzte ich fordernd, innerlich mit den Augen rollend.

Alle Blicke lagen nun auf mir, von überrascht, verwundet bis neugierig interessiert.

„Ähm, es ist so, ich habe von Montag bis Samstag einen Termin, von 14 bis 20 Uhr, den ich wahrnehmen muss und nicht absagen kann!“, sprach ich schnell mein erstes Anliegen an. Ich hatte mir noch jeweils eine Stunde am Anfang und am Ende des Termins Freiraum eingeräumt, denn man wusste ja nie wozu es noch gut sein würde.

„Und was wäre das?“, ließ sich Mrs. Weasley vernehmen.

Ich kniff kurz meine Lippen zusammen, denn das ging niemanden etwas an und außerdem hatte ich Professor Dumbledore angesprochen. Ich war mir der Blicke aller nur zu deutlich bewusst. Sirius beobachtet mich mit verschränkten Armen und zusammengezogen Augenbrauen.

„Nichts aufregendes, nur habe ich diese Stunden seit Ferienbeginn, mit Genehmigung meiner Eltern und wünsche sie fortzusetzen, da meine Eltern es auch finanziert haben. Da wo ich hin muss... das ist nicht weit entfernt von hier“, wedelte ich zur Erklärung mit meiner Hand durch die Luft. Der Professor hatte noch immer nichts gesagt, sondern beobachtete mich nur aufmerksam. Ich wich seinem Blick aus, in dieser Zeit setzte ich mich auf einen Stuhl und schenkte mir ein Glas Wasser ein. Zum Glück hatte ich daran gedacht mir keines zu beschwören. Ich musste aufpassen nicht unüberlegt den Zauberstab zu zücken, denn das wäre in dieser Gesellschaft fatal.

„Was machen Sie denn da, Miss Granger?“, stellte nun Dumbledore seine erste Frage mit ruhigem Bedacht. Ich zierte mich ein bisschen, als ob es mir peinlich wäre.

„Muss ich das sagen, Professor? Reicht es nicht, wenn ich Ihnen sage, es ist nicht gefährlich, sonst hätten mich meine Eltern nicht hingehen lassen!“, insistierte ich und rutschte unruhig auf meinem Stuhl herum.

„Es tut mir leid, Miss Granger, aber in diesen Zeiten müssen wir alle vorsichtig sein!“, sagte er großväterlich, weise und seine Augen hinter der Brille blitzten amüsiert auf über mein Unwohlsein. Ich schloss gequält meine Augen und als ich sie öffnete begann ich zögernd:„… na gut, ich habe zwei Unterrichtsstunden Ballett und drei Stunden Standardtänze am Tag, als Ablenkung, Sie verstehen und für die Hin- und Rückfahrt, veranschlage ich eine Stunde!“, führte ich peinlich geschlagen aus.

Innerlich zerriss mich eine Lachsalve, als ich die Gesichter der anwesenden Personen so sah, denn es war wirklich zu komisch! Wenn man mal eine Kamera brauchte war keine zur Hand, schade.

Herrlich! Ron starrte mit ungläubig offenem Mund, auch Ginny sah auf einmal Ron erstaunlich ähnlich, Sirius hatte das dreckigste Grinsen im Gesicht, das ich bisher von ihm gesehen hatte und ich vermute er glaubte mir kein Wort, aber er sagte nichts und strich sich nur mit seiner Hand über seinen Bart. Und Professor Dumbledore hatte ein gutmütiges Lächeln im Gesicht und sich somit gut in der Gewalt.

„Na, wenn das so ist, Miss Granger, denke ich, sollte das kein Problem sein, wie Sie ja sagten, haben Sie bei Ihren Eltern dasselbe getan, das sollte dann auch hier nicht auffallen. Macht es Spaß?“, setze er noch mit einem Augenzwinkern hinterher und wirkte enorm kindisch.

Ich bekam rote Bäckchen. „Ja Professor, sehr. Danke der Nachfrage“, nuschelte ich und sah unverwandt auf den Tisch.

„Ist das nicht ein bisschen übertrieben, sechs Stunden, sechs Tage die Woche?!“, ließ sich Mrs. Weasley lautstark vernehmen.

„Nun, ich denke nicht, dass dies unsere Sache ist, Molly!“, stellte sich Sirius zu meiner Verwunderung auf meine Seite. Ich hob den Kopf und lächelte ihn dankbar an.

„Danke nochmal! Ich geh dann mal wieder!“, erhob mich und ging in den Flur.

Puh, erledigt. Mann, das war schon fast zu einfach gewesen. Tanz, ja genau, dass sie mir den Schwachsinn abnahmen, ich zuckte mit den Schultern, nicht mein Problem. Jetzt würde ich mal das Haus ein bisschen erkunden, da mir die beide Geschwister nicht sofort an den Fersen klebten, nahm ich mal stark an, dass in der Küche noch über meine „Tanzstunden“ diskutiert oder hergezogen werden würde.

Als erstes machte ich mit dem mich laut beschimpfenden Gemälde von Mrs. Black Bekanntschaft, das ich aber schnell hinter mir ließ, da ich auch die Ehre hatte dem kauzigen Hauselfen zu begegnen, der versuchte die erregte, ehemalige „Hausdame“ zu beruhigen und die Vorhänge vor das Gemälde zu ziehen. Dabei murmelte er wüste Beschimpfungen vor sich hin und sah sehr alt, heruntergekommen und schmutzig aus, somit hastete ich die Stufen hinauf.

Ich hatte meinen Lieblingsraum im Hause Black sehr schnell gefunden. Erster Stock, linke Tür. Hier würde ich mich die meiste Zeit aufhalten, schließlich hatte ich nur noch vier Wochen, um diese herrlichen Bücher durchzugehen. Der meiste Teil behandelte die schwarze Magie, umso spannender, aber in diesem schwarzmagischen Haus war es auch nicht wirklich überraschend. Das erfreuliche war, die meisten Werke kannte ich noch nicht, da diese Bibliothek viele Exemplare besaß, die nicht in der Verbotenen Abteilung vertreten waren. Hier würde ich mein schwarzmagisches Wissen vertiefen können und neue Ideen und Anreize finden, um neue Flüche zu kreieren. Man bedenke wie wirkungsvoll dies bei Miss Skeeter gewesen war. Hier versteckten sich wahre Schätze.

Liebevoll strich ich über die Titel der Folianten und entschied mich für zwei Bücher, die ich herauszog. Ich trug sie zur Sitzecke vor dem Kamin und machte es mir in einem der grünen Ledersessel bequem. Innerhalb kürzester Zeit fesselten mich die Bücher so sehr, dass ich ganz und gar in ihnen versank.

„Hier bist du. Komm, es gibt Mittagessen! Eh schon verspätet, da Dumbledore erst vor kurzem gegangen ist!“ Ich schreckte hoch, als mir Ron dies aufgeregt erzählte. Ich wandte nur sehr langsam den Blick von meinem Buch und blickte ihn leicht fragend an.

„Aha, danke Ron, aber ich hab keinen Hunger, bitte entschuldige mich, ich würde gerne hierbleiben!“, erwiderte ich abgelenkt und senkte meinen Blick sofort wieder auf die Buchseiten. Kann nicht jeder so ein Vielfraß sein wie du Ronald, dachte ich mir gehässig.

„Das meinst du doch nicht ernst, Hermione, wir haben Ferien und du hockst hier wie in der Hogwartsbibliothek!“, rief er frustriert und erbost aus und ärgerte mich damit maßlos.

Hallo!? War er am Ende unseres Schuljahres vielleicht auf einem anderen Planeten gelandet, wir standen vor einem verdammten Krieg und was wollte er? Essen!? Ich war kurz davor die Beherrschung zu verlieren, denn ich musste vorbereitet sein und das Wissen dieser Bücher konnte mir dabei helfen, also würde ich sie jetzt lesen, Punkt und Basta!

Ich schaute strafend zu Ron. „Ronald, ich habe keinen Hunger und ja, ich werde in meiner Freizeit lesen, du darfst dich gerne zu mir setzen“, bot ich an. „Ansonsten störe mich bitte nicht weiter“, legte ich bestimmt nach und sah demonstrativ auf mein Buch.

Ich hörte nur, wie sich die Tür fast laut schloss, als Ron beleidigt abzog. Genervt stieß ich einen tiefen Seufzer aus und ließ meinen Kopf in den Nacken fallen. Augenblicklich wünschte ich mich in unser Haus in Chelsea zurück, wenn das mit Ron so weiter ging würde ich ihn irgendwann umbringen. Ich fand ihn recht nett und schätzte ihn als oberflächlichen Freund, aber ich akzeptierte ihn seit Jahren nur Harry zuliebe, da ich wusste dieser brauchte die Leichtigkeit und Freundlichkeit von jemandem wie Ron, aber wie dieser sich im Turnier benommen hatte, hatte ich ihm noch nicht verziehen und vergeben, anders als Harry.

Harry war einfach zu gut, um wahr zu sein.

Nun, auf Rons Empfindlichkeiten konnte und würde ich keine Rücksicht nehmen, ich musste mich auf den Inhalt des Buches konzentrieren. Nach einiger Zeit hörte ich, wie sich wieder die Tür öffnete, diesmal aber sogleich wieder leise geschlossen wurde. Ich sah nicht gleich auf, denn auf Ron war ich immer noch nicht gut zu sprechen, doch dann vernahm ich Getuschel und das hörte sich doch nach einer Störung an, die ich willkommen hieß.

Ohne aufzusehen fragte ich: „Na, ihr zwei, habt ihr mich gesucht, oder seid ihr zufällig hier?“, fragte ich süffisant.

„Na was wohl, du wolltest uns doch ausquetschen!“, und schon schmissen sich beide lachend und rumalbernd, auf die grüne Ledercouch mir gegenüber. Sie lagen mehr aufeinander und übereinander, ein wirklich zu komischer Anblick.

„Ich quetsche nie, Fred“, antwortete ich gespielt empört und sah kichernd auf ihre verschlungenen Leiber.

„Wie machst du das immer? Keiner kann uns unterscheiden, das ist sooo frustrierend!“, sagte er ernsthaft verzweifelt.

„Träum schön weiter, das werde ich euch nicht verraten, wie habt ihr vorhin so schön gesungen: Geheim, Geheim!“, frotzelte ich. Ihre Reaktion hätte ich auch so vorhersehen können, aber sie ließ mich dann doch die Augen verdrehen. In dieser Zeit zückte ich meinen Zauberstab und sprach einige Abwehr- und Verschlusszauber auf die Bibliothek, denn ich wusste, würde ein anderer als ich Zeuge der Szene werden, die sich mir gerade bot, würde es die Familie Weasley mehr als nur erschüttern. Es würde sie zerreißen, dagegen war das kleine Drama um Percy lächerlich.

„Fred, George ihr teilt euch ein Zimmer, warum müsst ihr mir immer zeigen wie sehr ihr euch liebt?“, fragte ich zuckersüß und erreichte damit wenigstens, dass sie ihren leidenschaftlichen Zungenkuss beendeten, bei dem ich eindeutig zu viel Zunge gesehen hatte und mir ihre Gesichter zudrehten, aber sie lagen noch immer aufeinander.

„Wir mögen Zuschauer!“, grinste Fred wie ein kleiner, böser Teufel.

„Ha, wer‘s glaubt, ihr seid die größten Geheimniskrämer, die es gibt, aber warum muss immer ich zuschauen wie ihr euch die Zungen in den Rachen schiebt?“, mokierte ich und trank einen Schluck von meinem Wasser und hörte mich leidend an.

„Eben, weil wir keine anderen daran teilhaben lassen können, musst du es sehen. Wir wollen dich an unserem Glück teilhaben lassen!“, wurde mir erklärt und zwei rote Köpfe wippten zustimmend.

„Da kommt mir was anderes, wie seid ihr eigentlich Angelina und Alicia wieder losgeworden?“, wollte ich, fies wie ich war, die beiden ärgern. Fred löste sich nun abrupt von George und setzte sich seufzend auf und strubbelte durch sein rotes Haar.

„Das war gar nicht so einfach, echt. Weiber, die waren so was von nervig!“, jaulte der eine Twin genervt auf.

„Warum, ich fand sie ganz nett!“, meinte George und sah wimpernklimpernd zu Fred.

„George, ärgere deinen Bruder nicht so, du weißt wie eifersüchtig er ist!“, sagte ich tadelnd und beobachtete das Eifersuchtsdrama vor meinen Augen.

Seit wann die beiden eine Beziehung hatten? Meiner Ansicht schon immer, aber in sexueller Hinsicht, wusste ich davon seit dem vierten Schuljahr. Ich hatte sie eines Nachts in den Gewächshäusern in flagranti erwischt, wie und in welcher Weise überlasse ich eurer Fantasie. Seitdem unterstütze ich sie in ihrer Beziehung und half ihnen wo ich konnte, da den beiden bewusst war, dass sie ihre Gefühle zueinander geheim halten mussten, weil die Gesellschaft und ihre Familie mit Ablehnung und Ekel reagieren würden.

Ich tolerierte ihre Verbindung insofern, da ich mich nicht zu ihren Richtern aufschwingen wollte, das ging mir zu weit, sie wussten, dass sie Verbotenes taten und ich übersah es großzügig, aber ich maßte mir nicht an, moralisch über sie zu richten.

Wir vertrauten uns gegenseitig, da sie etwas von mir wussten und sie mir geholfen hatten und ich würde ihr Geheimnis auch bewahren. Wie stand ich zu ihrer Liebe? Ich fand es jetzt nicht wirklich schlimm. Sie waren schwul, ich hatte nichts gegen Schwule, bitte, jedem das seine. Hier kam nur noch im Speziellen dazu, dass sie Geschwister waren, aber gleichgeschlechtliche, also fand ich das jetzt zwar gewöhnungsbedürftig, aber da so keine inzestösen Kinder entstehen konnten, bitte, wenn sie es so wollten.

Und wenn wir mal alle ehrlich zueinander waren, wer konnte sich schon Fred oder George mit einem anderen vorstellen? Diese beiden gehörten zusammen, da war kein Platz für andere Partner, so wie diese beiden interagierten. Also meinen Segen hatten sie und das wussten sie und deshalb durfte ich auch immer wieder Zeuge sein wie sie sich küssten.

„Raus mit der Sprache, was habt ihr mit dem Geld vor?“, fragte ich neugierig nach.

„Nun, wir wollen damit den Grundstein für unseren eigenen Laden legen“, kam es ernst von George, der sich in die Couch kuschelte.

„Genau, wir erfinden gerade ganz viele neue Scherzartikel. Wir wollen die dann in der Schule verkaufen und erstellen derweil Pläne für einen eigenen Laden in der Diagon Alley!“, erklärte Fred sehr enthusiastisch.

„Was ist mit dem Ministerium?“ wollte ich wissen.

„Ach, was Mum sich einbildet ist mir völlig egal, ich werde kein Percy!“, meinte Fred aufgebracht und wedelte erregt mit seinen Händen in der Luft rum.

„Genau, das war schon immer unser Traum und mit dem Geld können wir das nun angehen, wir sparen schon seit Jahren dafür“, erzählte mir George ruhiger aber nicht weniger von Vorfreude erfüllt.

„Gute Idee, hab euch eh nie hinter einem Bürotisch gesehen. Meine Unterstützung habt ihr, solltet ihr noch mehr Geld brauchen, oder Moment, wie viel habt ihr von Harry bekommen?“, fragte ich überlegt und biss mir auf die Unterlippe.

„1.000 Galleonen!“, meinten beide gleichzeitig strahlend.

„Gut, ich kauf mich in euer Geschäft mit ein, ich werde Rangok anweisen euch 2.000 Galleonen auszuhändigen, oder habt ihr ein eigenes Verlies?“, lächelte ich hintersinnig, lehnte mich in meinen Sessel und zog meine Beine unter mich.

„Wa… was… was, Hermione… das… wie?“, stotterten sie mir was vor, dabei wirkten sie sehr perplex.

„Beruhigt euch Jungs, freut euch, ich glaub an euch und möchte euch unterstützen und wenn ich das Geld nicht über hätte, würde ich es euch nicht geben. Bitte nehmt es!“ Ich streckte ihnen meine Hände auffordernd entgegen. Nun saßen mir zwei Twins gegenüber, wie man sie selten sah, sprachlos und mit offenem Mund, ein bisschen blass im Gesicht und mit kugelrunden Augen.

„Danke“, meinte George „ Ja, danke Hermione, du bist die Beste!“, kam es freudig erregt von Fred.
„Nein, du bist das Beste was uns passieren konnte, wir lieben dich!“ sagte George bestimmt und neigte leicht seinen Kopf. „Ach, wir haben ein Konto bei Gringotts eröffnet, so viel Geld gehört auf die Bank, da vertrauen wir den Kobolden“, kam es von Fred erklärend.

„Du bist ein Schmeichler George, aber gerne doch. Ich will, dass ihr glücklich seid. Und ich werde Gringotts anweisen das Geld eurem Verlies gutzuschreiben“, schaute ich sie intensiv an. Sie nahmen sich an der Hand und lächelten sich scheu an.

„Hoffentlich wissen dich Harry und Ron zu schätzen“, erwiderte Fred plötzlich, darauf sagte keiner erst mal was, denn so ganz sicher war ich mir da nicht und die anderen beiden wohl auch nicht, doch dann fiel mir was ein.

„Sagt mal, bekommt ihr eigentlich alles was ihr für eure neuen Ideen und Produkte braucht?“, fragte ich zweifelnd nach.

„Du bist zu schlau, Hermione. Nein, leider nicht. Einiges steht auf der schwarzen Liste, oder ist gleich ganz verboten. Wir wissen leider noch nicht, wie wir dies alles zu erschwinglichen Preisen bekommen können“, klang er leicht traurig. Ich überlegte angestrengt.

„Sagt mal, sind die Mitglieder des Ordens auch die Mitglieder, die schon im ersten Krieg dabei waren?“, fragte ich dann überlegend, da mir dank Ritas Buch eine Idee gekommen war.

„Mhm, was wir so beobachten konnten ja, für wen interessierst du dich?“, fragte Fred hinterhältig und da erkannte man das verschlagene Geschick der Twins.

„Mundungus Fletscher!“, tat ich kund.

„Du meinst Dung, komischer Kauz!“, Fred zog angeekelt die Mundwinkel nach unten.

Ja, so hatte ich ihn mir vorgestellt nach der Beschreibung von Miss Skeeter.

„Dann habt ihr die Lösung für euer Problem. Beauftragt ihn euch die Sachen zu besorgen, nach deiner Reaktion zu urteilen hat er beste Kontakte zur Knockturn Alley und wenn er so abgefuckt ist wie ich denke, könnt ihr gut handeln“, nickte ich bestimmt mit meinem Kopf und durfte ihre Reaktion miterleben.

„Mensch, Schönste. Du bist genial, das müssen wir genau besprechen, George, damit wir ihn dann in die Mangel nehmen können“, meinte er nun ganz aufgeregt und zappelte auf der Couch herum wie ein Kleinkind.

„Du bist wirklich unglaublich, danke dir für alles und bis später. Wir müssen jetzt viel planen“, kam es plötzlich auch ganz hektisch von George. Schon hörte ich einen Knall. Diese Spinner! Das Apparieren sollten sie echt noch üben, dagegen war ich leise wie ein Bienensummen.

„Bis später“, murmelte ich vor mich hin, während sie schon weg waren.

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beta
Fairy Dust

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