Dinner mit Werner von Kurzhagen

Der Abend kam und mit ihm unser Gast: Oberstaatsanwalt Werner von Kurzhagen. Um ehrlich zu sein, ich war ein wenig nervös, erhoffte ich mir doch, endlich einen kompetenten  handlungsfähigen Gesprächspartner, der uns letztendlich zum Sieg verhelfen konnte. 
Kurzhagen wurde von seinem Fahrer gebracht. Georg empfing ihn im Foyer und geleitete ihn zu uns in den Salon. Wir begrüßten ihn höflich per Handschlag und boten ihm einen  Drink an, nachdem er uns gegenüber Platz genommen hatte. Er schloss sich meiner Wahl, einem Scotch mit Eis an und wir prosteten uns zu. Ich eröffnete das Gespräch. "Zunächst einmal vielen Dank, Herr von Kurzhagen, dass sie sich die Zeit nehmen, mit uns ein persönliches Gespräch zu führen. Ich möchte vorwegnehmen, dass ich tatsächlich nicht der lästige ungehobelte Querulant bin, als den sie mich vielleicht in den letzten Tagen in den Medien wahrgenommen haben. Ich bin auch gerne bereit, mich für die Art, wie ich auf mich aufmerksam machte, zu entschuldigen, doch es war die einzige Möglichkeit, ein Gespräch mit einer kompetenten Person zu erwirken. Ein verzweifelter Hilferuf, sozusagen!" - "Das war mir sofort klar, Herr Montar. Fahren sie bitte fort!" - "Wie ihnen vermutlich bekannt ist, fiel Selinas Vater ebenfalls den Machenschaften einer Lobby zum Opfer, was bislang mangels des Unfallwagens leider nicht nachgewiesen werden konnte. Selinas Nachforschungen in dieser Richtung führten aber dazu, dass Lejbosz sie verfolgte und sie zu mir flüchtete. Mir waren Viktors Möglichkeiten durchaus bekannt, weshalb ich mit ihr in mein Seehaus flüchtete, welches nicht auf meinen Namen eingetragen ist, und somit nicht nachvollziebar war. Hier kam es zur nächsten Fehlleistung der Polizei. Dort hatte ich nach dem Erwerb meines Porsche Cayenne vor zwei Jahren den GPS-Code für den Fall eines Diebstahls hinterlegt. Dieser wurde Viktor ohne zu Zögern ausgehändigt. Einfach auf die Behauptung hin, in meinem Auftrag, mein gestohlenes Auto zu suchen." Kurzhagen schüttelte den Kopf. Er schüttelte ihn an diesem Abend noch öfter. Maria erschien, es sei angerichtet. Diese Frau war wirklich eine ganz ausgezeichnete Köchin. Auch hatte sie die Tafel wieder sehr appetitlich gestaltet und ich nahm mir vor, sie gebührend dafür zu loben, wenn es sich ergab. während eines feudalen Abendessens beließen wir es bei Höflichkeiten die man bei solchen Gelegenheiten austauscht, um erst danach wieder zur Sache zu kommen. Der Oberstaatsanwalt, schien teilweise wirklich schockiert über die unglaublichen Fehlleistungen, wie zum Beispiel die Befehlsaufhebung durch Walther, seinen Versuch meinen Transport mit dem Heli zu unterbinden, die Rüge Schmeissers für meine Rettung, den warnenden Hubschraubereinsatz... Schließlich bestätigte er mir, dass er mich in diesen Punkten durchaus verstehen konnte und wohl neben Fischer auch Walther und dessen Vorgesetzten beurlauben lassen werde. "Diese Leute werden sich verantworten müssen. Ich lasse die erhobenen Vorwürfe untersuchen und werde keine Nachsicht üben Herr Montar. Ich muss sie allerdings bitten, unser Gespräch vertraulich zu behandeln und sich öffentlich nicht mehr zum Polizeiapperat zu äussern." - "Ich nehme an, dass das nach unserem Gespräch auch nicht mehr notwendig sein wird."
In weiterer Folge erzählten wir ihm von unserem Vorhaben, die Bückerstiftung und meine Energiegwinnungsform dem Wohle der der Menschheit und deren Gesunderhaltung zu widmen. Er könne uns dazu nur gratulieren und wünsche uns dabei viel Erfolg. Er werde dafür Sorge tragen, dass intensiv nach Viktor gesucht würde und wir sollten uns bei ihm melden, wenn wir glauben, er könne unserem Vorhaben mit der Stiftung dienlich sein. Schließlich gingen wir gegen dreiundzwanzig Uhr mit großer Zuversicht und ohne Groll auseinander. Ich versäumte nicht, mich bei Maria für ihre Leistung zu bedanken. "Aber das ist doch selbstverständlich, Herr Montar! Das ist meine Aufgabe!" - "Aber seit ich im Haus bin, haben sie verdammt viel zu tun!" - "Und das ist schön Herr Montar. Georg und ich freuen uns für Selina! Und wir freuen uns, dass sie wieder Leben ins Palais Bücker gebracht haben!" - "Danke Maria! Wir werden uns jetzt zurückziehen. Gute Nacht !" Selina und ich lagen noch eine ganze Weile wach. Sie kuschelte sich wieder eng an mich und wir genossen es ganz bewusst, uns zu haben. Ein schönes Gefühl hatte uns beschlichen. So etwas wie Dankbarkeit, dass uns das Schicksal zusammengeführt hatte. Dieses Gefühl hatte nichts sexuelles, nein! Wir hatten oft und gerne Sex, leidenschaftlichen Sex. Aber heute Nacht lagen wir uns nur verliebt in den Armen. Glücklich und zufrieden streichelten wir uns zärtlich in den Schlaf...

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