Natürlich kein Gezeichnetes, denn zeichnen kann ich nicht, wie du weißt. Und das würde definitiv schlimmer ausfallen, als das Sprachliche, was ich dir zu verbildlichen versuchen werde. Versuchen. Nur ein Versuch.
Fertig wird das Ganze noch lange nicht sein. Vielleicht werde ich, nicht vielleicht, ich werde Dinge ändern, meine Ansichten von dir werden sich ändern, weil ich dich noch nicht kenne, du dich veränderst, so wie auch ich mich verändere, auch wenn nicht ganz bewusst, vielmehr ganz unbewusst.

Ein Versuch. Mein Versuch. Ein Bild. Mein Bild. Von dir.
Meine Antwort auf deine Frage, was für ein Bild ich von dir habe.

Du bist einer der wenigen Gleichaltrigen, mit denen ich gut auskomme.
Du kannst gut reden. Du redest viel, da gibt’s kein Stop, kein Ende. Ich mache mir keine Gedanken, dass dir die Worte fehlen könnten, dass es zu unangenehmem Schweigen kommen könnte. Denn das wird es nicht. Weil bevor es wirklich unangenehm werden kann, du ETWAS sagen wirst, oder dass es gleich unangenehm wird. (Langes Schweigen kann das definitiv, kennt jeder.)
Das macht dich sympathisch. Deine Offenheit, deine Ehrlichkeit, deine Zwanglosigkeit, dass du sagst, was du denkst, kein Blatt vor den Mund nimmst, aber doch einen gewissen Filter, der die Sensibilität deiner Worte bestimmt. Grobe lässt er in feinen Situationen nicht passieren. Aber in passenden Situationen finden auch diese ihren Weg.
Du hast Humor. Du hast Ahnung von dem was du redest, oder wenigstens gibst du mir das Gefühl, wenn du so selbstbewusst und sicher sprichst. (Stimmt also, danke für die Bestätigung.)

Du magst die Nacht mehr als den Tag. Zeigst mir den Schlosspark bei Nacht, obwohl er am Tag viel schöner ist, den Teufelsberg (Drachenberg) tagsüber, obwohl er nachts viel schöner ist.
Das ist interessant, wohl kaum gewollt, aber da ist einfach noch viel Schöneres zu entdecken. Das macht Spaß.

 

Ich habe noch so viele Fragen, kann nur Umrisse beschreiben. Zum Ausmalen, zum bunten, lebendigen, zum Erwecken des Lebens, deines Lebens in meinem Kopf, brauche ich deine Antworten auf meine Fragen, auf noch so viele Frage, die nicht weniger werden mit der Zeit.
Ich frage. Du antwortest. Auf meine Fragen über dich. Um mir ein Bild von dir zu machen. Um deine Frage zu beantworten. Was für ein Bild ich von dir habe. Wie es aussieht. Wie ich es male. (Kleine Kinder malen. Die Großen zeichnen. Ich male, weil Kindsein toll ist. Da darfst du Fehler machen, hast nicht diesen Druck, nicht die Angst eine Linie zu ziehen, weil diese eine Linie, weil jede Linie das ganze Werk zerstören könnte. Es gibt nichts zu zerstören, ich male schließlich nur. Das bedeutet nicht, dass du kein Kunstwerk bist, sondern dass ich nicht in der Lage bin das zu zeichnen.)
Also lass mich dich malen, falsche Linien setzen, sie stehen lassen und neue malen. Das sieht am Ende vielleicht ein bisschen chaotisch aus, aber ich glaube auch das passt recht gut zu dir. Zu meinem Bild von dir.
Es ist schließlich nur ein Versuch. Mein Versuch, auf die Frage, was ich für ein Bild von dir habe, zu antworten.

Noch nicht alles ist gesagt, nicht alles ausgesprochen, was in meinem Hirn umherschwirrt. Doch ganz ehrlich? Besser so. Es gibt zwei Wörter von deren Bedeutung die Menschheit keine Ahnung hat: Alles und Nichts. Also genieße die paar Worte zwischen allem und nichts.
Doch umso näher man rückt, desto enger wird es. Logisch. Da haben auch weniger Wörter Platz. Logisch. Ich werde sie dir sagen, sobald ich merke, dass es eng wird.

Das Ganze sagt weniger über dich, als über mich aus. Wenn du Fragen hast, dann frag. Um Antworten auf deine Fragen zu bekommen. Auch ich werde fragen, um mein Bild von dir malen zu können, vielleicht wird es eine Zeichnung, wer weiß..

Comments

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    Klasse!

  • Author Portrait

    Interessante Gedankengänge sehr schön zu Papier gebracht. Gefällt mir gut! :)

  • Author Portrait

    Echt schön! :)

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