Ein Dank von Herzen

„Danke. Wie kann ich Ihnen nur Danken?“, fragte Zak glücklich. Er strahlte auf seinem verweinten Gesicht.
„Das war doch selbstverständlich.“, meinte er bescheiden zurück. Sie standen lange, noch am Ufer und schauten auf den See hinaus. Draußen tummelten sich die Segelboote. Von den zerstörten Booten der DLRG war nichts mehr zu sehen. Verschiedene Vögel schwammen auf dem See. Eine Nilgansfamilie hatte acht oder neun Küken. Sie schwammen alle hinter den größeren Gänsen her. Ein sehr schönes Bild. Ein Blesshuhn tauchte und war immer wieder verschwunden bis es an einer anderen Stelle wieder auftauchte. Mehrere Kanadagänse flogen schnatternd über den See und landeten auf einer Wiese.
„Ist das nicht schön hier?“, frage Zak die beiden.
„Wunderschön.“, gab der Retter zu.
„Total schön.“, stimmte der Seelsorger zu.
„Diese Vielfalt an Vögeln.“, staunte Zak und wieder genossen sie die Landschaft eine ganze Weile bis sie schritte hörten. Schnelle, sanfte Schritte. Sofort schoss Zak ein Bild in den Kopf. Ein Bild von einem Mädchen. Sie war schön, unglaublich schön. Ihr Gesicht war sanft und einfach schön. Perfekte Haut, leicht gebräunt, lange braune Haare.
„Zak?“, hörten die drei eine Mädchenstimme. Süß und einfach nur schön.
Langsam drehte er sich mit den beiden Männern zu seiner rechten und linken um. Und tatsächlich dort war ein Mädchen. Sie war perfekt. Wunder schön und bezaubernd. Sportlich und schlank, aber dennoch athletisch und nicht zu dünn. Man konnte sehen dass sie Crossfit betrieb. Ihre perfekten Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Sie trug ein lockeres, weißes, großes Tshirt mit einem großen Hacken in schwarz. Dazu trug sie von derselben Firma eine lockere graue Baumwollhose mit schwarzen Streifen an den Seiten.
„Alles Gut bei dir?“, fragte sie besorgt. Zak ging auf sie zu und sie umarmten sich lange.
„Ja. Alles ist in Ordnung.“, jetzt wo du da bist, geht es mir besser.
„Alles gut.“, meinte das Mädchen.
„Danke mein Schatz.“, flüsterte Zak in ihr Ohr, „Danke dass du da bist.“
Sie küssten sich.
„Es ist so schön dich zu sehen. Dein Lächeln auf dem Gesicht. Die Sonne geht auf.“, strahlte Zak. Seine Tränen hatte der Wind verweht und er strahlte wieder.
„Willst du nach Hause, oder sollen wir irgendwo noch einen Kakao trinken gehen?“, fragte sie.
„Ich muss noch kurz hier die Absperrung wegbringen, und dann …“, er stockte. Die Absperrung war schon weg. Gerade trug der Retter die Absperrung zum Mülleimer.
„Wir können nach Hause. Ich bin müde und möchte nur noch meine Ruhe mit dir Verbringen.“, meinte Zak erschöpft zu Livia und zum Seelsorger: „Vielen, vielen Dank. Sie waren so gut zu mir. Ich weiß nicht wie ich Ihnen danken soll.“
„Das ist doch nichts Großes gewesen. Das war mein Job.“, meinte er freundlich und bescheiden.
„Doch, Sie haben mir sehr geholfen. Ich weiß nicht wie ich ihnen Danken kann.“, betonte noch mal Zak und der Seelsorger lächelte glücklich. Doch dann wurde er wieder kurz ernst.
„Wenn was ist, dann ruf mich bitte an. Ich versuche dir zu helfen. Hier ist meine Nummer. Du kannst mich wirklich immer Anrufen, Kamerad.“, meinte er und gab Zak eine kleine Karte. Dankend nahm er die Karte an. Das nachgeschobene ‚Kamerad‘ zauberte auf Zak Gesicht ein Lächeln. Es hatte eine sehr große emotionale Wirkung auf ihn. Zum Abschluss gaben sie sich noch mal die Hand.
„Danke.“

 

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