Ein Erklärungsansatz



Ein fahler Lichtstrahl

„Zak. Zak! Alles gut bei dir?“, rief Livia, sie rüttelte an ihm. Doch er saß starr da, schaute unentwegt und entsetzt auf das Plakat, welches wieder nur das Bild zeigte, von dem modernen Seenotkreuzer.
„Da, da, sie schieden von uns und wir werden es auch.“, stammelte er und zeigte auf das Plakat.
„Hey, was ist los mit dir?“, fragte Livia besorgt. Sie wollte ihn eigentlich besuchen um sich bei ihm zu entschuldigen.
„Ich habe es gesehen. Ich weiß es. Ich weiß alles.“, meinte er totenbleich. Trank gierig das Wasser, welches sie ihm mitgebracht hat. Langsam kam wieder Farbe in sein Gesicht.

„Was hast du gesehen?“, fragte sie noch mal ruhig.
„Den Seenotrettungskreuzer in schwerer See. Wie er unterging. Da auf dem Plakat. Es war plötzlich da. Ich spürte das Salz auf der Haut, den Wind in meinen Haaren. Schmeckte die See. Und dann ging sie plötzlich unter. Der majestätische Rettungskreuzer.“, meinte Zak und trank gierig.
„Die Flut nahm sich ihn.  Sie verschlang den Seenotkreuzer. Mit einem mal. Diese See. Sie war groß und schwarz und bedrohlich. Der Kreuzer, so groß und doch so klein.“, er atmete heftig und schnell, „Der war weg. Plötzlich. Alles ausgelöscht. Tod.“

„Du hattest eine Vision. Schatz. Alles wird gut.“, meinte ruhig Livia, „Ich sehe schon dir geht es wieder ein wenig besser.“
Er stand auf mit den Worten: „Ich muss an die frische Luft.“
Draußen war es windig. Sie gingen die verkehrsberuhigte Straße entlang. Grüßen den Nachbarn, der im Vorgarten arbeitete und bogen dann zum Spielplatz ein.
„Jetzt wo ich wieder klar denken kann, wird mir noch mehr klar.“, fing Zak plötzlich an. Sie gingen langsam Hand in Hand. Auf dem Spielplatz setzten sie sich auf eine Drehscheibe.
„Ich glaube dass Hinter der Botschaft was steht.“, erklärte er sich.
„Aber es waren doch drei?“, fragte Livia.
„Ja aber dennoch war es eine. So wie die zu uns kamen, waren sie aufbauend. Sie fing harmlos an und wurde dann immer härter. ‚Es blüht der Baum unter dem Lärm der Seile. Es funkelt der Diamant im Schatten der Rinde.‘ Das klingt doch ganz nett. Und sagt dennoch schon was aus. Weißt du, so wie ein Gedicht. Und ich glaube das war alles so geplant. Weil auch die Kollegen vom U-See haben uns beide ja angesprochen und uns um Hilfe gebeten. Ich glaube das ist super geplant. Dass auch diese zeitliche Diskrepanz stimmt. Zuerst du, dann werden wir fast abgefackelt. Du verfolgst einen Wagen und dann kurze Zeit später kommen die Kollegen vom U-See. In dieser Zeit hätte der oder die prima die dritte Botschaft am U-See hinterlegen können.“

„Aber wieso sind die dann sofort zu uns gekommen? Die hätten doch sicherlich die Polizei eingeschaltet oder das weggeworfen.“, argumentierte Livia dagegen.
„Vielleicht wurde ihnen der Zettel so gegeben, dass sie sofort wussten dass sie damit zu uns kommen müssen.“
„Kann ich mir nicht vorstellen.“, beharrte Livia, „Außerdem wusste doch keiner vom U-See dass wir hier anzutreffen sind.“
„Stimmt. Dann schreiben wird da ein Fragezeichen hin. Aber vielleicht passt der Rest ja.“, meinte Zak, „Fangen wir noch mal von vorne an.“
Er zückte sein Handy und rief die Bilder auf.
„Wir sind uns doch einig, dass sich der erste Satz auf den Diamanten Fall in der Wasserskianlage im  Langenfeld ereignete. Dort wo zuerst der Rächer die Anlage manipuliert hatte und von den Schmugglern als willkommene Ablenkung benutzt wurde. Die dann auf dem Campingplatz die Diamanten bei der Festnahme und der Verfolgung im Baum versteckt hatten. Wo wir der Polizei nachher den anonymen Hinweis lieferten?“
„Ja sind wir. Aber nun weiter.“, meinte Livia und las auf dem Handy nach, „ Aber wo gehört das denn hin? ‚Ein gellender Schrei‘: ist damit immer noch der Fall gemeint, da wo der Junge so schwer stürzte oder ist das was anderes? Weil es würde auch auf einen allgemeinen Einsatz hinweisen.“
„Das sehe ich auch so. Weil der Rest mit den Quinten ist ja bestimmt das Martinshorn. Schließlich ist die Quinte ja die Signaltonfolge beim Rettungsdienst und der Polizei.“, ergänzte Zak.
„Dann passt auch das Chaos da hinein. Aber was heißt der Satz:  Jede Rettung ist zu spät. Das zeigt doch, dass all der Aufstand damit nichts zu tun hat.“, schlussfolgerte Livia, als eine laute Stimme zu hören war.

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