Ein erster Einsatzplan...

Auch Frau Weber wollte nun aufstehen, um mich zu begrüßen, doch ich bat sie, doch sitzen zu bleiben und hieß sie herzlich willkommen. Selina gab mir einen kurzen Lagebericht und auch Frau Weber erzählte mir nocheinmal haarklein, wie sie den Hergang in Erinnerung hatte.

"Ich hoffe, der Entführer kommt nicht auf die Idee, ihn nach seinem Handy zu durchsuchen und anrufen sollte ihn auch niemand!" Max hatte bereits einen Spezialisten am Telefon, der es zu orten versuchte. Inzwischen war es zwei Uhr Früh und ich schlug vor noch etwas zu schlafen, fand aber kein Gehör. Maria war aufgewacht und fragte, ob sie was tun könne. Ich bat sie, ein Gästezimmer für Frau Weber zu richten.

Kurz darauf kam Max mit der Information zu mir, dass sich Tommys Handy ganz in der Nähe des Dorfes in einem alten Zweifamilienhaus oder dessen gegenüberliegender Garage befand. Das Signal schien aus der Garage zu kommen. Wenn sich Tommy in dem Haus befinden sollte, war er wohl so schlau gewesen, sich noch im Wagen des Handys zu entledigen. Max wollte mit ein paar Leuten in die Nähe der Gebäude fahren und zum Haus schleichen, um die beiden lokalisieren zu können. Ich war dafür und wollte mit. "Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich das zulasse!" Stellte sich Selina in den Weg! "Aber Kleines!" - "Nix, Kleines! Du bleibst schön da! Wir leisten uns einen sehr guten, aber teueren Sicherheitsdienst, der für uns die Kastanien aus dem Feuer holt, Michael! Du hattest für ein Leben genug Abenteuer und genug schwere Verletzungen! Und ich möchte noch lange mit dir spielen können, ohne dich wieder zusammenflicken zu müssen! Ich liebe dich Michael und ich brauche dich noch! Und ich will, dass du auch mal auf mich hörst! Max hat seine Leute im Griff und Josef ist auch dabei! Die brauchen dich gar nicht, nur um nachzusehn! Wie immer in solchen Situationen, würgte sie wieder mal meinen Oberarm! "Bitte Michael! Sei vernünftig!" Ich konnte Selinas Einwände schon verstehen. Ihrem Blick entnahm ich, dass sie sich nicht sicher war, ob sie mich überredet hatte. Aber sie hatte zweifellos Recht. Schweren Herzens fügte ich mich. "Na gut, Sel! Max, bitte nur bei geringstem Risiko eingreifen! Vorerst nur mal feststellen, ob Tom dort ist und ob es eine Chance gibt ihn zu befreien. Möglicherweise, wenn der Täter losfährt um das Lösegeld zu holen. Wir kriegen das Geld zusammen, also kein Risiko eingehen!" - "Wir sind es Michael! Du kannst dich auf uns verlassen!" - "Ich weiß Max! Ich bin halt auch nervös! Ich weiß, dass ich mich auf euch verlassen kann. Viel Glück, meine Herren!"

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