Auf dem Tisch die Totenhand im flackernd Kerzenscheine liegt.
Sie riecht gar schlimm, ist stark verbrannt ob sie wohl noch weiter kriecht?

Der Rest des Körpers hängt nicht mehr dran, am hintern Ende.
Eine blutig Pfütze ziert den Tisch und ich wende,
die Hand um mir die andere Seite zu beschauen.

Wie frech von dieser Totenhand,
Da wagt sie es doch mir eine rein zuhauen!

Und so hol ich eiligst mein großes Hackebeil,
dessen Klinge von Blut getränkt und durchzogen,
hole mehrfach schwungvoll aus und zerteil,
diese freche Totenhand. Nun ist es ausgewogen.

Im Schweise meines Angesichts, so wische ich mir die Stirne,
Totenhände klein zuschlagen liegt mir ferne,
Die Lebenden, die hab ich gerne.

Und da reicht mir wer von unten her,
eine helfende Hand, die nicht übel riechend und auch nicht verbrannt.

Doch von dem toten Körper stammend,
auf dem Tisch die Einzelteile jener zerkleinerten Hand,
zusammenklaubt und gleich verschwand.

Ein Ächtzen und ein Stöhnen tönt von unterwärts des Tisches her.
Muss ich diesem Leichnahm denn noch lehren, ich mag nicht mehr.

Langsam stellt sich diese Schurke auf mit zombigleichem Gejammer,
mit dem Beil hau ich ihm auf die Mütze drauf und Schleif ihn in die Abstellkammer.

Dort wird mit dieser Leiche Schluss gemacht.
Es wird geschlagen, gespalten, zerkleinert und zerquetscht.
Nicht das dieser Tote Schurke noch einmal von den Toten erwacht.
Nur die toten Augen des toten sie schauen mich an, ich bin entsetzt.

Comments

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    Du warst aber ganz schön inspiriert heute Nacht! Kann ich davon was abhaben? :D Dein Gedicht ist schaurig-schön und meiner Meinung nach gut gelungen. Mir ist nur aufgefallen, dass du in den letzten beiden Versen vier mal Formen des Wortes "tot" benutzt, was für meinen persönlichrn Geschmack etwas zu oft war, da ich beim Lesen etwas über diese Repitition gestolpert bin. Trotzdem hat mir dein Gedicht alles in allem gut gefallen :)

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Fairy Dust

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