Eine erste Spur?

Wir mussten mit Branka Kontakt aufnehmen und Bertl würde die Jungs von der Zeitung ordentlich zur Kasse bitten. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, für unsere Klinik einen Tomographen anzuschaffen und ich hatte vor, alles Geld, das aus den Rufmord-Klagen rauskam in dieses Projekt zu stecken. Allerdings war auch der Verkauf mehrerer Montar-Hauskraftwerke nötig um dieses Vorhaben zu finanzieren. Bildgebende Diagnostik ist ungemein wichtig aber fast unbezahlbar!
Max hatte den neuen Drohbrief zur SPUSI gebracht und wollte mich nach München begleiten, mir jedoch wäre lieber gewesen ihn bei Sel und Mel zu wissen, weil ich das Gefühl hatte, das der Täter auf dieser Seite agieren würde. Er hatte jedenfalls erreicht was er vorgehabt hatte: Ich war ständig in Sorge um meine Familie und konnte mich kaum auf meine Aufgaben konzentrieren. Außerdem machte ich, wie angedroht, nachts kaum ein Auge zu. Zwar hatte Selina mittlerweile eingesehen, dass für sie und Melina Personenschutz derzeit absolut notwendig war, ich legte es aber fortan in ihr Ermessen, wann sie sich, wie intensiv, mit Security umgab. Ich wagte es nicht, die "Dosis" heimlich zu erhöhen, weil meine Sel dass sicher erkannt hätte und das unweigerlich zu einer neuerlichen Konfrontation geführt hätte... Selina wiederum, wollte mir Personenschutz mit auf die Reise geben. Abends kam uns eine gute Nachricht zu Hilfe. Auf dem letzten Brief waren Fingerabdrücke gefunden worden.  Zwei Teilabdrücke und ein wirklich aussagekräftiger Daumenabdruck. Ich bat Selina, mit Frau Weber zu sprechen. Selina rief sie sofort an.
"Guten Abend, Frau Weber! Selina Bücker, Montar-Bücker..." - "Ah, Guten Abend! Was kann ich für sie tun Selina?" - "Das ist jetzt nicht ganz einfach zu erklären, Frau Weber. Michael hat sie doch damals gebeten, Tommy den Brief nicht zu zeigen." - "Ja, ich habe es auch nicht getan. Aber ich habe ihn trotzdem nochmals zurechtgewiesen, weil sein Verhalten Michael gegenüber untragbar war. Und ich habe ihm die Wahrheit gesagt, genauso wie auch sie das getan haben, aber er wollte das gar nicht glauben. Das einzige, was ich nicht getan habe, ist, dass ich diesen Brief laut Herrn Montar vernichten sollte! Aber ich habe ihn noch! Ich war und bin der Ansicht, das Thomas Herrn Montar Respekt und Dank schuldet und irgendwann, vielleicht erst wenn ich merke, dass ich nicht mehr lange zu leben habe, möchte ich diese Lüge meiner Tochter richtigstellen, denn das war nicht in Ordnung, was sie damals getan hat!" - "Da bin ich völlig ihrer Meinung Frau Weber!" Aber jetzt haben wir ein Problem! Michael wird bedroht. Und zwar auf eine Weise, die auch Tommy verdächtig erscheinen lässt. Michael ist aber nicht zur Polizei gegangen, weil er Tommy, falls er damit etwas zu Tun haben sollte, die Chance geben möchte, ohne Vorstrafe davon zu kommen, da die Drohungen immer massiver werden, müssen wir aber sehr bald Bescheid wissen, denn wenn er noch einen Schritt weitergehen sollte, nimmt Michael keine Rücksicht mehr. Und das würde für Tommy, sollte er dahinter stecken, bedeuten, dass wir ihn nicht mehr finanziell unterstützen und ihn ohne Rücksicht auf Verluste anzeigen würden."
Frau Weber war sprachlos. "Wissen sie... er verbringt viel Zeit mit Typen, die mir nicht gefallen... was kann ich denn tun?" - "Frau Weber, wir brauchen unbedingt etwas, auf dem seine Fingerabdrücke sind!" Erstens, wissen wir dann, ob er es tut und zweitens, ist es noch und ich betone NOCH nicht zu spät!" - "Auf dem Tisch steht noch das Glas, aus dem er vorhin getrunken hat..." - "Genau das brauche ich, Frau Weber. Kann ich es abholen lassen?" - "Er wird noch ungefähr eine Stunde weg sein, schaffen sie das?" - "Ja, Frau Weber! Danke! Ich schicke ihnen Jemanden von unserem Sicherheitsdienst..."
Max holte das Glas persönlich und fuhr sofort zu seinen Ex-Kollegen...

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