Eine wunderschöne Nacht

Michael hatte gehofft, mehr als einen Kuss zu ergattern, aber er hätte niemals geglaubt, dass in Silvia so ein Vulkan schlummerte. Silvia selbst nahm nur noch wahr, dass sie diesem Mann alles geben wollte, was in ihr schlummerte. Sie verspürte ein Verlangen, wie noch nie. Sie stieg von der Couch, bedeutete ihm noch einmal, leise zu sein und zog ihn in ihr Schlafzimmer. Sie selbst hatte nie gewusst und er hätte niemals vermutet, was hinter der kühlen Oberfläche dieser schönen anmutigen Frau für ein Vulkan an Gefühl und Erotik brodelte. Und dieser Vulkan wollte heute Nacht ausbrechen. Jede Berührung trieb sie zum Gipfel der Empfindungen und innerhalb Minuten entlud sich ihr Verlangen in einem ersten wilden gemeinsamen Orgasmus, welcher eine unglaublich schöne, zärtliche, erfüllte Nacht nach sich zog. Irgendwann lagen sie völlig verausgabt beieinander. Michael küsste noch einmal ihre kleinen Narben, jene Dehnstreifchen über ihren Beckenknochen, die sie immer als Makel empfunden hatte. Ihre Figur hatte sie mit Sport und eiserner Disziplin wieder tadellos in Schuss gebracht, doch diese Gewebenarben störten sie immer, wenn sie sie sah. "Michael! Wieso küsst du diese hässlichen Dinger?"- "Aber Silvie! Du bist wunderschön! Alles an dir ist wunderschön! Diese Streifchen sind Zeichen deiner Schwangerschaft, mit der du so etwas wunderbares wie deinen Sohn zur Welt gebracht hast! Sie sind Teil deiner Schönheit wie deine Augen, Deine langen Wimpern, deine wunderschönen Brüste! Sie sind so schön wie alles an dir. Schön wie alles, was man wie dich, mit Liebe betrachtet! Du bist so wunderschön, Silvie! Und dich zu spüren ist der Höhepunkt meines Lebens..." Silvie konnte nicht glauben, dass ein Mann so perfekt sein konnte und war so glücklich wie noch nie zuvor in ihrem Leben. 
"Silvie, Liebes, ich sollte weg sein, wenn Tommy aufsteht, oder?" - "Ich wecke ihn um sieben. Es ist halb drei, Schatz. Du musst wenigstens ein paar Stunden schlafen! Ich lass dich jetzt nicht fahren. Du fährst wieder wie ein Irrer. Ich könnte es nicht verkraften, wenn dir was passiert. Bleib noch da, Michael! Ich steh um halb sieben mit dir auf und mach dir einen Kaffee. Und wenn du gefahren bist, wecke ich Tommy, ok?" 
Sie legte ihren Kopf auf seine Brust und streichelte ihn mit ihren schlanken Fingern. Erschöpft und restlos glücklich schliefen sie gegen drei Uhr ein. Silvia hatte diesmal an den Wecker gedacht. Dieser schien zu läuten, sobald sie eingeschlafen waren, denn sie waren so erschöpft in den Schlaf gefallen, dass dreieinhalb Stunden einfach zu wenig war... Silvia stand auf und stellte Kaffee hin. Dann weckte sie Michael so zärtlich, das er sie sofort noch einmal vernaschte. Wehrlos genoss sie seine Leidenschaft und der Kaffee war kalt, als er ihn noch schnell runterschüttete, bevor er aufbrach. Silvie ging mit ihm zur Tür. Sie wollte ihn einfach nicht loslassen. "Bitte komm bald zurück! Und stürz nicht ab mit dem Flieger. Ich liebe dich so sehr! Bitte komm wieder heim Michael!" - "Ich liebe dich auch, mein Engel! Bis bald!"
Sie weckte Tommy und sah aus dem Fenster. Ein Weißer Porsche blinkte und verschwand lautlos aus ihrer Straße. "Hoffentlich passiert ihm nichts. Er hat doch fast nicht geschlafen..."

Comments

  • Author Portrait

    Ein wirklich schönes, prickelndes Kapitel! :-)

  • Author Portrait

    Da ist man ja dann aufs nächste Kapitel gespannt.

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