"Was würdest du tun, wenn du nur noch ein Jahr zu leben hättest?" Wir sitzen am Strand und haben mit unseren Hintern kleine Kuhlen in den weichen Boden gemacht. "Ich weiß nicht, das hier, glaube ich, " sage ich. Er nimmt eine handvoll Sand und lässt ihn durch seine Finger rieseln. Das Meer rauscht in meinen Ohren und in meinem Herzen. Vor uns laufen lustige kleine Vögel auf der Linie, wo das Meer den Strand berührt auf und ab. Sie sehen aus, als würden sie vor dem Wasser davon laufen, aber sobald die Wellen zurückgehen stürzen sie sich wieder waghalsig in die Fluten. Da ich nichts mehr sage hakt er nach. "Was meinst du mit: das hier?" Ich schaue in die untergehende Sonne. Ich habe eine Gänsehaut, aber nicht, weil mir kalt ist, sondern weil ich es hier so unendlich schön finde. "Na hier bleiben eben. Nicht mehr zurück nach Hause gehen, meinem Chef eine Postkarte schreiben und ihm sagen, dass ich kündige. Jeden Morgen mit der Sonne aufstehen, baden gehen, Eis essen, mit der Gitarre am Meer sitzen und schmutzige Lieder singen, jeden Tag neue Leute kennenlernen, meine Freunde einladen und mit ihnen bis zum Sonnenaufgang feiern, am Strand schlafen.. einfach Leben halt." "Hört sich schön an," sagt er. Und dann "Schade, dass das wir so alt werden müssen."

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    Schön geschrieben, nur die Wendung hat mich etwas überrascht. Außerdem bin ich mir nicht sicher, in welche Richtung mich der letzte Satz "schubsen" möchte, d.h. mit welchem Gedanken du mich zurücklassen möchtest. Zusammen mit dem Klappentext wird es etwas eindeutiger...

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