»Aszension« [10.02.] Einundvierzigste Scherbe

Aszension

Schwarz
des Dunkels reines Herz,
der See von Mutter Nacht
umfängt im gläsern Stundenglas
den Raum; und Licht erwacht -

im Rot
ein Schattenvorhang liegt
vor hellem Schein und weht
den Wind, der die Dynamik bringt
und Einsamkeit vergeht -

im Gelb
ein Wille steigt herauf
aus dunklem Grund ins weite Meer,
so wie ein Wal durch Wellen pflügt
entsteht das Leben und noch mehr -

im Grün
versammelt es sich dann,
erbaut den Tempel namens Welt
und Freude strömt in jenen Bau:
die Liebe nun die Welt erhellt -

im Blau
dringt Schatten durch das Licht,
so wie zuvor, bloß umgekehrt;
die Zeit war gut, ein Ende naht,
die Ewigkeit bleibt uns verwehrt -

im Weiß
erklimmen wir die Treppe,
die Stufen in ein fernes Land
und alles fügt sich dort zusammen:
einst schwarz und doch dem Licht gesandt.

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