Epilog

Victor betrat die ihm mittlerweile so vertraut gewordene Bäckerei. Julia stand am Verkaufstresen und lächelte ihn an. „Kommst du?“, fragte Victor. „Gleich“, antwortete Julia, „ich sage nur schnell den anderen Bescheid.“ Gleich darauf kam sie aus dem kleinen Aufenthaltszimmer. Unter der Arbeitskleidung, die sie kurz zuvor noch getragen hatte, trug sie ein violettes, vielleicht etwas zu autoritär wirkendes Top mit kurzen Ärmeln. Außerdem hatte sie einen knielangen Jeansrock an. Julia kam hinter der Theke hervor und umarmte Victor. Dann gingen sie gemeinsam aus dem Laden.

„Was für ein schöner Tag heute ist“, sagte Julia. „Wie wäre es, wenn wir ein Stückchen spazieren gehen?“ Sie schlugen den Weg in die Richtung des nahegelegenen Parks ein. Dort setzten sie sich auf eine Bank und genossen die Sonne, deren warme Strahlen auf die beiden fielen. „Ich bin dir so dankbar“, sagte Victor unvermittelt, „dass du mich damals so oft besucht hast. Ich konnte zwar weder sprechen noch reagieren, aber trotzdem habe ich es jedes Mal genossen.“ „Mir ging es ähnlich“, antwortete Julia. „In dir hatte ich endlich jemanden gefunden, dem ich alle meine Sorgen erzählen konnte. Auch wenn du keine wirkliche Wahl gehabt hast.“ Sie lächelte. Victor widersprach ihr nicht. Sie hatte Recht. Dennoch war er der Meinung, dass alles, was damals geschehen war, gut gewesen ist.

Beide genossen die Stille. Sie hörten einige Vögel zwitschern und spürten die warmen Sonnenstrahlen. Dann rutschte Julia ein Stück auf Victor zu und legte ihren Kopf auf seine Schulter.

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