Unter der glühenden Sonne eines fremden Landes lag ich auf staubigem Boden und sog mit jedem Atemzug Pulverdampf in meine Lungen und keuchte mit jedem Mal rasselnd einen Teil meines Lebens aus.
Voller Hass starrte ich auf den sengenden Feuerball, der meine Kehle austrocknete, meine Haut verbrannte. Würde man mich rächen?
Da schob sich eine Hand in mein Blickfeld, und sie hielt eine Feldflasche, kein Bajonett. Und die Augen des Fremden waren voll von Erbarmen, nicht von Zorn. Er gab mir zu trinken und hielt meine Hand. Und beim Sterben erkannte ich den Menschen unter der fremden Uniform.
Doch zu spät.

Comments

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    Das ist jetzt die dritte Kurzgeschichte, die ich von dir lese und ich muss sagen, dass ich jedes Mal weiterlesen möchte, wenn ich am Ende angelangt bin. Ich bin aber auch froh, dass die Geschichten so offene Enden haben, weil sie mich zum Nachdenken anregen und ich sie dadurch nicht einfach wieder vergesse. Du schreibst so, dass einem deine Worte in Erinnerung bleiben :)

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    Bildträchtig und so wunderbar gut wie üblich :) Schade, dass es nur eine Kurzgeschichte ist. Der Text hört sich nach dem Ende einer sehr sehr guten, längeren Geschichte an *****

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    Berührend. Menschen haben eben immer zwei Seiten und es gibt viele, die dienen, aber anders denken.

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