Es beginnt

Der Samstag verging ohne ein Wort und nun sah auch der Sonntag so aus, als hätte der Vampir im Wald seinen menschlichen Kameraden völlig vergessen.

Garrett stand an seinem Fenster und nagte an seiner Lippe. War er geflohen? Hatte er ihn und alle anderen doch im Stich gelassen?

Eine feine Rauchfahne über den Wipfeln zeigte ihm, dass jemand in der Hütte war, doch warum schwieg er? Was trieb er dort? Warum ließ er ihn so lange im Dunklen?

Hatte er vergessen, womit Allister gedroht hatte?

Seine, Garretts, Lieben zu quälen, wenn er nicht verschwand – oder handelte.

Nur der, der untätig blieb, war ein Feigling.

Das waren Dionysos' Worte. Nun, Garrett hatte nicht länger vor, untätig zu sein. Der Vampir kam nicht zu ihm, also würde er eben selbst zur Hütte gehen.

In seine festen Schuhe steigend, zog er sich gegen die abendliche Kühle eine Sweatjacke über den Pullover und schnürte die Boots zu. Es dämmerte bereits und die Sonne war verschwunden. In weniger als einer halben Stunde würde es stockfinster sein. Er nahm gerade den Baseballschläger aus dem Schrank, als sein Handy piepte.

Das erste Mal seit Freitag Mittag!

Spöttisch grinsend, weil er wegen Dionysos' Verhalten immer noch beleidigt war, griff er danach und murmelte: »Oh, du erinnerst dich also an mich?!«

»Entschuldige, ich hatte viel zu tun. Komm bitte zur Hütte, du musst ein paar Leute kennenlernen. Geh nicht ohne Waffe raus! D.«, sagte die SMS und zu seinem Missfallen war Garretts Ärger fast augenblicklich verraucht.

Fehlte nur noch das wedelnde Puschelschwänzchen und Garrett wäre Dionysos' Schoßhund. Mist aber auch!

Er steckte das Handy ein und nahm den Baseballschläger. Seine Mutter war bereits im Bett, denn ihr Zug nach Brighton ging sehr zeitig. Er kontrollierte noch einmal die Haustür und die Fenster und riegelte die Hintertür hinter sich ab, bevor er den Garten Richtung Waldweg verließ.

 

Jahrelanges Herumstreifen hatte dafür gesorgt, dass der Junge diesen Weg blind verfolgen konnte, egal ob es hell oder dunkel war. Das bescheidene Mondlicht reichte aus.

Nach einer halben Stunde roch er bereits den Rauch aus Dionysos' Schornstein und sah gedämpftes Licht durch das Dickicht. Früher kam ihm der Weg länger vor, doch vielleicht täuschte es auch, weil er diesen nun kannte.

Ein lautes Schnurren am Wegesrand kündigte einen Begleiter an, der in der nächtlichen Schwärze des Waldes nur als noch dunklerer Fleck, der sich bewegte, zu erkennen war. Es war unheimlich, als Nikodemus sich bewegte, das Mondlicht in seine gelben Augen fiel und diese einen Moment leuchteten wie Taschenlampen.

»Na du? Meinst wohl, ich verlauf' mich, hm?«, murmelte Garrett und folgte dem vor sich hin mauzenden Kater, dessen Schwanz wie ein Signal in die Höhe zeigte. Katzen waren wirklich witzig.

Die Lichtung mit dem kleinen Haus wurde sichtbar. Die Fenster der Küche waren erleuchtet und es schimmerte wie eine Insel der Wärme. Denn draußen im Wald war es kalt. Nikodemus sprang vorwärts, drehte sich zu dem Jungen um, mauzte einmal langgezogen, wodurch man seine weißen Fangzähne sehen konnte und rannte zur Tür. Garrett grinste und folgte ihm, als plötzlich etwas neben ihm auf dem Boden landete.

Er hatte keine Ahnung, was es war, nur dass es groß war. Und schwer. Er schrie erschrocken auf und zog dem Ding den Baseballschläger über. Das »Ding« keuchte mit sehr menschlicher Stimme und lachte dann leise.

»Aua«, sagte die Stimme, die einem Mann gehörte. Die Tür der Hütte ging auf und beleuchtete die Situation.

Vor Garrett stand ein kräftiger, großer Mann in Jeans, Cowboystiefeln, einem Holzfällerhemd und einem Cowboyhut auf dem Kopf.

»Jack, wie ich sehe, hast du Garrett bereits kennengelernt«, sagte Dionysos trocken und zog dann den Jungen in die Hütte. Jack folgte und rieb sich den Kopf.

»Und wie. Ein ordentlicher Schlag für so ein Leichtgewicht.«

Garrett war knallrot vor Verlegenheit.

»Es... es tut mir leid, Sir«, stotterte er Jack entgegen. Der lachte nur.

»Lass gut sein. Ich wollte dich erschrecken, habe aber wohl nicht daran gedacht.« Er deutete auf Garretts massiven Metallschläger.

»Das hast du von deinem Übermut«, sagte eine sanfte Stimme vom Tisch aus, die Garrett bekannt vorkam. Er sah genauer hin.

»Sie... Sie kenn' ich doch«, rief er und der Mann nickte mit einem Schmunzeln.

»Setz' dich, Garrett. Kakao? Es ist kalt.«

Garrett merkte, dass er erneut errötete. Dass er Kakao trank, ließ ihn wie ein Kind inmitten dieser Männer wirken. Doch er nickte, denn kalt war es wirklich.

Der dampfende Pott war so dick und cremig, dass auch der Kater neugierig wurde und auf den Tisch hüpfte. Dionysos zischte.

»Ah, Nikodemus, was habe ich gesagt? Wer auf dem Tisch sitzt, wird gegessen! Ab mit dir.« Er boxte das Tier mit sanfter Gewalt auf einen Stuhl zurück und wandte sich dann an Garrett.

»Du bist garantiert sauer, aber dafür kannst du mich später noch rüffeln. Das hier ist wichtiger.« Er deutete auf die beiden Männer.

»Unsere Verstärkung. Einen Mitstreiter erwarte ich noch, dann sind wir komplett. Weniger als Allisters Männer, aber um Längen besser. Der da ist Jack Dalton aus Texas. Du hast ja schon gemerkt, dass er ein Dickschädel ist.

Garrett lächelte verlegen. Bei Licht betrachtet sah dieser Mann unverschämt gut aus, mit blauen Augen und einem blonden Zopf. Sein markantes Gesicht mit den wohlgeformten Lippen war sauber rasiert und er sah aus, als würde er viel lachen. Für einen Vampir war er braungebrannt, denn dass er einer war, verrieten die Fänge, die er bei jedem Grinsen entblößte.

»Ich bin Rinderfarmer, Will, da ist ein harter Schädel enorm wichtig«, lachte er und steckte sich eine Zigarette an. Dionysos lächelte leicht und wandte sich dem zweiten Mann zu.

»Und das dort ist Pater Theophilus Rookwood aus Norfolk. Er ist ein Meister am Präzisionsgewehr.« Der Mann hüstelte verlegen.

Garrett betrachtete sein ruhiges, angenehmes Gesicht mit den dunklen, ordentlichen Haaren, den grauen Augen und der silbernen Brille erstmals genau. Er wirkte noch immer kühl und ernst. Garrett fragte sich, warum er ihn nicht sofort als Vampir erkannt hatte.

»Pater Rookwood, ich hab mich noch gar nicht bei Ihnen für die Hilfe bedankt.«

Der Pfarrer lächelte und Jack klopfte Garrett auf die Schulter.

»Ein anständiges Kerlchen hast du da, Will. Höflicher Junge.«

Auch der Pfarrer nickte. »Für Dank besteht keine Notwendigkeit. Ich wusste bereits, dass du zu Dionysos gehörst, bevor du zur Tür reinkamst. Der Geruch hat es mir verraten damals. Und bitte, nicht so förmlich. Ich bin Phil. Pater Rookwod nennen mich nur die Leute aus meiner Gemeinde.«

»Ok, dann... Phil und... und Jack?«

Die beiden Vampire nickten und Dionysos betrachtete es zufrieden. Man verstand sich, eine Hürde weniger. Und die beiden würden keinen Versuch unternehmen, ein bisschen an Garretts Adern zu knabbern. Das war auch wichtig.

»Was habt ihr die vergangenen zwei Tage gemacht?«

 

Dionysos überließ es den anderen beiden, zu berichten und machte sich daran, ein ordentliches Essen auf den Tisch zu bringen. Sie würden die Energie brauchen. Heute Nacht wollten sie die Straßen von verfaultem Ungeziefer befreien. Während er also dicke Fleischstücken zerschnitt, würzte und briet, erzählte Jack.

»Als erstes haben wir einen Ausweichplan für dich und deine Mutter aufgestellt, falls es gar nicht anders geht. Will wird euch in dem Fall nach Sandfort bringen und von da aus mit meinem Flugzeug nach London. Außerdem war jeder von uns auf Solomission, Ghoule und Nester ausfindig machen. Allister scheint sich in einer alten Werkhalle am anderen Ende des Tals zu verbergen. Da einzusteigen wäre unklug. Besonders, wenn wir dich dabei haben und Will sagte, du würdest darauf bestehen, dabeizusein.«

Garrett nickte. »Ja, aber ich komme klar.«

»Nein, kommst du nicht. Ich lasse nicht zu, dass du blind in die Gefahr rennst. Gehorche mir oder ich schicke dich weg, noch heute Nacht!«, fauchte Dionysos und Garrett bekam rote Ohren. Jack grinste.

»Will hat Recht. Ich bin zwar auch für Kopfüber in den Kampf, aber ich will leben und das willst du doch auch. Wir locken ihn raus. Er meint, die Stadt gehört ihm. Will zeigt ihm durch unsere Anwesenheit, dass das nicht so ist. Das wird ihn schon rausholen. Und dann ist er dran. Er hat, wenn ich mich recht erinnere, für das Ausplaudern einiger Geheimnisse das Baumeln am Kirchturm gewonnen, war mir nicht so?«

Dionysos lachte hart auf und stellte Teller auf den Tisch.

»Iss mit, Garrett, du wirst es brauchen.«

Eine riesige Platte mit dicken, scharf angebratenen Steaks unterschiedlicher Fleischsorten gesellte sich dazu und Garrett machte runde Augen. Sie waren zu viert, wer sollte das alles essen?

Doch er hatte die Rechnung ohne die Vampire gemacht. Dionysos hatte ihm zwei große Stücken auf den Teller gelegt, die er mit Müh und Not schaffte, obwohl es köstlich war. Die Vampire verputzten munter das Doppelte bis Dreifache und wirkten nicht im Mindesten vollgefressen danach.

»Hast du was für Anouk aufgehoben? Nicht, dass wir einen auf den Deckel bekommen, weil nix mehr da ist«, lachte Jack mit Blick auf die traurige leere Platte und rülpste hinter vorgehaltener Hand. Dionysos nickte.

»Ich ahnte schon sowas.«

Garrett sah in die Runde. »Ist Anouk... männlich oder weiblich?«

Dionysos wollte gerade antworten, als es an der Tür klopfte. Vielmehr trat dort jemand mit dem Fuß gegen.

»Ah, wenn man vom Teufel spricht.« Der Vampir stand auf und öffnete, doch nicht den Besucher bemerkte Garrett zuerst, sondern das abscheuliche Souvenir. Ein abgeschlagener Ghoulkopf, sauber vom Hals getrennt wie der Kopf einer Butterblume, hing wie eine groteske Handtasche an der Hand eines... Mädchens!

»Hey, ehrlich, ihr habt hier voll das Ungezieferproblem. Nicht cool! Ich bin kaum da und soll gleich gefressen werden.« Sie warf den Kopf in den Wald und trat ein.

»Hey, Dio. Lang nich' gesehen«, grinste sie und Dionysos wandte sich an Garrett.

»Das ist Anouk. Beantwortet das deine Frage, Garrett?«

Dieser nickte und das Mädchen wusch sich als erstes die Hände, bevor sie alle weiteren begrüßte.

»Sorry, dass ich zu spät bin. Auf die Züge kann man sich auch nicht mehr verlassen. Ich nehm' nie wieder nen Bummelzug aus den Highlands nach London. Da geht man ja krachen. Hätt' ich das gewusst, wäre ich gelaufen.«

»Zuspätkommen ist das Vorrecht der Frauen, Anouk«, schmunzelte Phil, worauf das Mädchen lachte.

»Ich kenn' eine Menge Frauen, die hätten es gern, wenn ihr Mann mal zu spät kommt, wenn du verstehst, was ich meine.«

Phil wurde rot, während Jack lauthals zu lachen begann und Dionysos nur den Kopf schüttelte. Garrett hingegen war fasziniert von ihr.

Sie war jung. Sehr jung, nicht viel älter, vielleicht sogar jünger als er! Sie war Asiatin und hatte ein zuckersüßes, freches Puppengesicht mit Stupsnase und einem Mund, der an ein Blütenblatt erinnerte. Ihre Augen waren braun und in ihr nussbraunes, langes Haar, das sie in einem Pferdeschwanz trug, waren bunte Strähnen eingewebt. Sie trug eine enge Jeans, die zeigte, dass sie nicht nur klein, sondern auch zierlich war, ein dunkles Shirt, an dem eine Kapuze mit pinkem Innenfutter dran war und eine dunkelblaue Jeansjacke, die voller bunter Aufnäher und Smileys war. Ihre Stiefel, die aus schwarzem Jeansstoff zu sein schienen, wurden von Buttons geschmückt. Um den Hals trug sie große Hello Kitty-Kopfhörer und auf dem Rücken einen Rucksack und etwas, das wie eine Schwertscheide aussah. Das erklärte den sauberen Schnitt bei dem Ghoul.

Alles in allem sah sie aus wie eine fleischgewordene Heldin aus einem Teenhero-Manga. Es fehlten nur die gigantischen, der Schwerkraft trotzenden Megabrüste. Garrett war froh drum.

»Lach nicht, Jack. Ich wette, du bringst das auch fertig«, grinste das Mädchen, bevor sie sich knuddelnderweise dem Kater widmete.

»Zu früh... äh... ankommen? Klar. Aber das Schmuddelzeug, was du meinst... bis jetzt hat sich nie jemand beklagt.« Sein grinsender Blick ging zu Dionysos und er zwinkerte verschwörerisch.

Garrett schwirrte allmählich der Kopf von all den neuen Erkenntnissen und Geheimnissen. In der Küche war es warm und Jacks Zigaretten machen die Luft auch nicht besser.

»So, das interessanteste zum Schluss«, kicherte Anouk und setzte sich neben Garrett. »Hi, ich bin Anouk. Und du?«

»G-Garrett...« Er war es nicht gewöhnt, dass andere so auf ihn zugingen. Außer sie wollten ihn schlagen. Anouk hingegen musterte ihn genau. Nicht abwertend oder abschätzig wie seine Mitschüler oder missbilligend wie seine Mutter, sondern neugierig, mit Interesse für seinen Stil. Garrett wurde rot unter ihrer Musterung und erst Recht, als sie seine Haare anfasste.

»Du bist der süßeste Junge, den ich seit langem gesehen habe.«

Garrett glaubte, sein Kopf müsse explodieren und dass die drei anderen Männer so blöde grinsten, machte sein Unbehagen nicht besser.

»Schade, dass du zu Dionysos gehörst.« Phil und Jack lachten und Dionysos brummte: »Anouk!«

»Na etwa nicht? Ich kann ihn deutlich riechen, deinen Geruch. Also gehört er zu dir. Ich meine, ich finde das ja toll. Ich liebe BL.«

Sie kicherte, Dionysos schloss gestresst die Augen und Garrett verstand nur Bahnhof.

»Äh... BL?«, fragte er und Anouk guckte überrascht, grinste aber gleich wieder wie ein schwärmender Backfisch.

»Boys Love. Jungenliebe. Schwule Jungs... das ist so süß!«, quietschte sie und nun war es an Garrett, zu lachen. Was es nicht alles gab – ein Vampir und gleichzeitig Fangirl. Tolle neue Zeit.

Er warf einen Blick zu Dionysos, den das Gerede zunehmend verlegen machte. Garrett wunderte sich allerdings, dass er es einerseits geheim hielt, doch hier 3 Vampire waren, die wussten, dass er Männer bevorzugte.

»Äh, also... s-so ist das ja gar nicht...«, stammelte Garrett, doch Anouk hatte sich ihr Bild schon gemalt. In den schönsten Farben.

»Egal! Ab jetzt bist du mein Freund. Du siehst aus, als könntest du einen gebrauchen.« Sie hakte sich bei Garrett unter und drückte ihm einen Schmatzer auf die Wange, bevor sie sich an Dionysos wandte.

»Sag, Dio, hier riecht es lecker. Habt ihr mir was übrig gelassen?«

Dionysos stellte ihr das übrige Fleisch hin und die Männer verließen die stickige Küche, um Luft hineinzulassen und die Lage zu peilen. Garrett blieb bei dem Mädchen.

»Wie alt bist du?«, fragte er schließlich.

»59.«

»Ich meine... als du...«

»Verwandelt wurdest? 17. Das war '72. Ich kam auch aus so 'nem Kaff hier, nur nicht so hübsch. Bin abgehauen mit 70 Pfund in der Tasche und unter die Räder gekommen, wie man so schön sagt.«

»Hat dich niemand gesucht?«

»Anfangs ja, aber ich konnte nach der Verwandlung nicht mehr zurück. Mittlerweile lebt meine Mutter wieder in Frankreich, mein Vater ist tot. Irgendwer meinte mal, es wird leichter, wenn erstmal alle gestorben sind, die man als Mensch kannte. Naja...«

»Woher kennst du Dionysos?«

»Er hat mir mal den Arsch gerettet. Hätte mich killen können, hat er aber nicht getan. Sein Ruf mag hart sein, aber er ist fair. Und ziemlich cool.« Sie schob sich einen Bissen in den Mund und zwinkerte.

»Mal ernsthaft... du und er, was ist das?«

Garrett blickte mit roten Wangen auf seine Hände.

»Nichts. Ich... er sagt, ich erinnere ihn an seinen jüngeren Bruder«, murmelte er und war sich unterschwellig bewusst, wie bedauernd seine Stimme klang.

»Ah, Kopf hoch. Yaoi klappt immer«, lachte Anouk, wurde aber ebenso wie Garrett und die Männer draußen in der selben Sekunde aufgeschreckt.

 

Ein fürchterlicher Schrei, laut, langgezogen, wie in Höllenqual ausgestoßen, hallte bis auf den Hügel und zu der Hütte hinauf.

Eine Sekunde stand die Zeit für alle still.

»Mum...«, hauchte Garrett schließlich und war zur Tür raus, bevor der umkippende Stuhl auf den sauberen Fliesen zum Liegen kam.

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