Für immer Neuseeland

                                                               KAPITEL 8  

 ( Drei Jahre später )                            

Es hatte seine Zeit gedauert, bis Walery mit all dem erlebten fertig wurde und begriff, dass ihr bisheriges Leben eigentlich gar nie richtig ihr Leben gewesen war. Sie hatte noch einen Vater und Fran war auch da. Außerdem hatte sie liebe Freunde und mit ihnen auch regelmäßig Kontakt, dank Skype. Dean und Walery sahen sich seit jenem Tag, als sie zurück nach Deutschland geflogen war, per Internet und so sie steht´s auf dem neuesten Stand. Auch mit den anderen Hobbit Darstellern hatte sie regen Kontakt und man war zu einer richtig festen Gemeinschaft zusammen gewachsen. Die einzigen, von denen sie nie wieder etwas gehörte hatte, waren Aiden und Richard. Man erzählte ihr, das Aidan wieder mit Sarah zusammen gekommen war, nachdem Walery ihr Leben wieder Deutschland hatte und die beiden nun sogar verlobt waren. Richard jedoch hatte sich sehr verändert, erzählte man ihr. Nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen waren, flog er zurück nach England und hatte wohl eine neue Rolle in einem Mittelalter Film bekommen. Bei Walery hatte er sich jedoch nie wieder gemeldet. Warum sollte er auch, immerhin war sie ohne ein Wort der Erklärung oder des Abschieds einfach so fort gegangen. Dean erzählte ihr, dass es ein Schock für Richard gewesen war, als es erfuhr dass sie zurück nach Deutschland geflogen war. Nicht einmal bei Peter hatte er nachgefragt warum und weshalb. Nichts, gar nichts! Umso sicherer war sie sich nun, das sie damals mit ihrer Annahme richtig gelegen hatte, dass Richard doch nicht der richtige gewesen wäre. Umso erleichterter war sie, dass sie sich nie weiter auf ihn eingelassen hatte, als auf ein paar Küsse. Nun freute sich Walery darauf, ihre Familie und Freunde wieder zu sehen und sie hatte auch schon weitere Pläne geschmiedet. Sie wollte nun für immer nach Neuseeland ziehen. Ihre Band hatte sich kurz nach ihrer Rückkehr nach Deutschland aufgelöst. Und jetzt hatte sie anderen Projekten denen sie sich gewidmet. Sie schrieb nun Romane für einen kleinen Neuseeländischen Verlag. Und es machte ihr sehr viel Spaß, als Autorin tätig zu sein. Peter war sehr stolz auf seine Tochter und er fand ihre Romane wundervoll. Er hatte sogar die Idee, einen ihrer Romane zu verfilmen. Aber das war noch Zukunftsmusik, da er zur Zeit schon einen anderen Film drehte. Am Nachmittag vor ihrer Abreise klingelte ihr Handy. „ Hallo Walery, wie geht es dir mein Schatz?“ Martin war am anderen Ende und sie freute sich sehr seine Stimme zu hören. „Martin, na das nenne ich eine Überraschung. Mir geht es gut danke. Ich bin bald wieder in Neuseeland. Wie geht es dir denn so?“ „ Wann genau kommst du denn Schätzchen, vielleicht kann ich es einrichten das ich für ein paar Tage kommen kann.“ antwortete Martin.  „ Das wäre ja super. Also Dean kommt auf jeden Fall, dass haben wir uns schon ausgemacht. Er hat Zeit!“ lachte Walery. „Ja ja, du und unser Fili…..!“ Martin lachte und Wall wurde dann doch leicht rot.  „ Was heißt denn da ich und euer Fili. Dean und ich sind wie Geschwister geworden, dass wisst ihr ganz genau!“   „ Ich weiß doch, ich weiß….! Ich freu mich dass es dir gut geht und dass wir uns bald wieder sehen! Also Wall, dann melde dich wenn du angekommen bist! Küsschen mein Schatz, bis bald!“ verabschiedete sich Martin. Walery lachte und sie freute sich wirklich wahnsinnig, bald ihre guten Freunde wieder zu sehen. Martin war ihr ebenso wie die anderen sehr ans Herz gewachsen und mehr noch, Martin war für sie wie eine Art Onkel geworden. Kaum hatte Wall aufgelegt läutete ihr Handy erneut.  „ Wally ich bin´s Dad, wie schaut es nun aus, wann kommst du meine Kleine?“ Peter war am anderen Ende und klang sehr ungeduldig. „ Hm, also wenn du mich weiter deine Kleine nennst, dann muss ich mir das aber echt noch mal überlegen! Hahahaha…. Nein, das war ein Scherz. Ich nehme den Flieger gleich morgen früh um sieben. Bin dann also am Abend da.“ Walery liebte es ihren Vater zu necken.  „ Jag mir nicht immer so einen Schrecken ein. Du weißt ganz genau, meine armen Nerven! Hahahaha….. aber sehr schön, Fran und ich sind schon ganz aus dem Häuschen. Wir können es noch gar nicht richtig glauben das du für immer bei uns bleiben wirst!“  Walery musste schmunzeln. „Ich freu mich auch riesig auf euch Dad und darauf bei euch zu leben. Hier hält mich nichts mehr und außerdem ist es so für mich viel praktischer, als Autorin zu arbeiten. Holst du mich dann morgen am Flughafen ab?“ „Wall, ich komme leider nicht dazu, ich bin erst in drei Tagen wieder zurück. Zur Zeit verweile ich noch in London mit Fran. Aber Dean wird dich abholen und ich denke das dir das dann doch etwas lieber ist als dein alter Herr Vater, hab ich Recht?“ Peter lachte und Walery wurde erneut etwas rot.« Was alle nur mit Dean und mir haben!?« dachte sie so bei sich, doch es schien wohl mehr als offensichtlich zu sein, dass er noch immer viel für sie empfand. Und ihr Vater, als auch die anderen hätten es nur zu gerne gesehen, wenn sie und Dean zusammen gekommen wären. Nun ja, erstens kommt es immer anders und zweitens als man denkt!

ENDLICH, Neuseeländische Luft. Herrlich! Walery war nun wieder da, in ihrer alten neuen Heimat. Und wie hätte es auch anders sein sollen, wurde sie schon sehnlichst von Dean erwartet. Auch wenn sie in den vergangenen drei Jahren regelmäßig Kontakt hatten und sich per Internet sehen konnten, so war es doch etwas völlig anderes ihn nun wieder live vor sich zu sehen. Und sie muss zugeben, sie war schon sehr nervös. Dean sah verdammt gut aus, besser als sie ihn in Erinnerung oder per Internet gesehen hatte. Langsam ging sie auf ihn zu und er lächelte sie an. Er kam ihr einige Schritte entgegen, als er dann vor ihr stand und sie eindringlich ansah.  „ Da bist du ja endlich!“ Er nahm sie in seine Arme und gab ihr einen Kuss. „ Wie war dein Flug Baby?“ hauchte er ihr zu.  „ Viel zu lang und anstrengend. Ich bin heilfroh endlich wieder festen Boden unter meinen Füßen zu haben!“ sagte sie und lächelte.  „Na dann komm, lass uns zu deinem Vater fahren! “ Dean nahm ihren Koffer und legte seinen linken Arm um ihre Hüften. Wie ein Liebespaar gingen sie nach draußen und stiegen in Deans Wagen. Während der ganzen Fahrt unterhielten sie sich, als hätten sie die letzten drei Jahre keinen Kontakt mehr gehabt. Es war einfach herrlich wieder hier zu sein, und Dean ebenfalls hier zu haben. Als die beiden am Haus von Peter angekommen waren, stieg Dean noch nicht gleich aus, er sah Walery zärtlich an, „ Weißt du eigentlich wie froh ich bin dass du wieder hier bist? Ich kann es noch gar nicht wirklich fassen. Vor allem, das du jetzt für immer hier sein wirst.“ Er lächelte und legte seine Hand auf ihre.  „ Ich bin auch sehr froh darüber und ich bin mir mehr wie sicher dass es die richtige Entscheidung war.“ „ Ja, da bin ich mir ebenso sicher!“ Dean beugte sich zu ihr und gab Walery einen zärtlichen Kuss auf ihren sinnlichen Mund und sie erwiderte ihn ebenso zärtlich. Dann ließ er von ihr ab und stieg aus seinem Wagen aus. Er öffnete ihre Seite des Wagens und verbeugte sich, „ Mylady… steht´s zu Diensten!“ Dean zwinkerte ihr schelmisch zu. Walery musste lachen, „ Du bist und bleibst einfach der Fili!“ „ Ja es gibt Dinge im Leben, die wird man nie mehr wieder los! Zum Glück, denn als Fili lernte ich dich kennen Wall und dafür bin ich mehr wie nur dankbar!“ Dean hatte seine Arme nochmals um ihre Hüften gelegt und sie erneut an sich heran gezogen. Walery senkte verlegen ihren Blick, denn auch wenn sie in all den Jahren sehr gute Freunde geworden waren, so hinterließ jeder Blick und jede Berührung von ihm einen leichten Schauer auf ihrem Rücken. Doch selbst wenn sie gewollt hätte, Walery konnte ihm ihr Herz nicht ganz und gar schenken, da es noch immer einem anderen gehörte.  „Wir sollten hinein gehen Dean, ich bin müde vom Flug und würde mich gerne frisch machen.“ „Alles was du willst Baby!“ Dean küsste sie und begleitete sie dann zur Tür. „Kommst du denn nicht mit hinein?“ fragte sie als Dean plötzlich ihren Koffer abstellte und stehen blieb.  „ Nein Wall, ich habe in der Stadt ein kleines Hotelzimmer. Außerdem denke ich, ist es besser so. Ich kann nicht garantieren das ich brav sein kann, wenn ich auch noch in der Nacht in deiner Nähe bin!“ Dean schmunzelte schelmisch und hatte diesen Fili Blick. Walery erschauderte.  „ Dean, du kannst es einfach nicht lassen oder? Hallo? Wir sind beste Freunde, hast du das vergessen?“ Sie buffte ihm leicht gegen seine Schulter, doch in seinen Augen konnte sie sehen, dass es ihm ernst war.  „ Ich weiß und ich werde es nicht vergessen, aber ich kann meine Gefühle nun mal nicht abstellen, aber ich habe gelernt damit um zu gehen, dass außer unseren Küssen, nichts weiter passieren wird und ich dein Herz niemals für ganz haben kann. Es gehört noch immer ihm, hab ich Recht?“ Dean sah sie durchdringend an. Walery sah zu Boden. „Trotzdem fällt es mir nicht ganz so leicht vernünftig zu sein und deswegen, schlafe ich lieber in einem Hotel!“ wieder zwinkerte Dean sie an doch Wall konnte erkennen dass es diesmal mehr gespielt war. Sie kannte Dean einfach schon zu gut.  „ Bitte sei mir nicht böse mein lieber Fili. Du wirst immer einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben sein und bleiben, neben Fran und meinem Dad natürlich!“   „ Na das will ich dir aber auch geraten haben!“ Dean lachte und sie spürte dass nun wieder alles gut war. Erleichtert atmete sie auf. Dann schloss sie dir Tür auf, drehte sich nochmal zu ihm um und verabschiedete sich von ihm. „ Danke dass du mich von Flughafen abgeholt hast und auch dafür das du da bist!“ Wall umarmte Dean. Als sie sich von ihm löste sah er sie mit enttäuschten Blick an.  „ Jetzt muss ich aber los, bevor ich noch über dich her falle!“ lachend ging Dean zurück zu seinem Wagen und winkte ihr noch einmal zu bevor er einstieg und los fuhr. Walery ging ins Haus und als sie wieder in der Diele stand, wie damals vor drei Jahren, kamen wieder sämtliche Erinnerungen hoch. Doch sie musste und wollte nur noch nach vorne schauen. Richard gab es in ihrem Leben nicht mehr! Sie ging nach oben in ihr Zimmer und fing an ihren Koffer aus zu packen, dann ging sie ins Bad und nahm eine schöne heiße Dusche. Danach ging es ihr schon viel besser. Wall legte sich ins Bett und war schon nach wenigen Minuten eingeschlafen. Am nächsten Morgen erwachte sie gut erholt und mit bester Laune. Wall hatte wirklich durch geschlafen. Sie duschte, zog sich schnell an und ging nach unten in die Küche. „ Da ist ja meine Kleine!“ Peter nahm sie in seine Arme und drücke seine Tochter ganz fest an sich.  „ Ach, was hab ich dich vermisst Wall! Wir alle haben dich vermisst!“  „Ja das kann ich bestätigen. Peter hat mich fast wahnsinnig gemacht!“ Fran lachte und Peter gab ihr einen liebevollen Klaps auf den Po. Es war wundervoll wieder hier zu sein, endlich hatte Walery wieder ein zuhause.  „ Wie sieht denn dein Plan für den heutigen Tag aus?“ wollte Fran wissen.  „ Du ich habe mir darüber noch gar keine Gedanken gemacht. Hättest du denn einen Tipp für mich?“ gespannt sah sie abwechselnd zu Fran und ihrem Vater.  „ Nun ich könnte mit dir nach London fahren. Wir verbringen dort ein paar schöne Shopping Tage. Was meinst du dazu?“ Fran zwinkerte Walery fröhlich zu. „ Nun, da halt ich mich raus, Shoppen ist Frauensache.“  Walery und Fran lachten.  „ Okay, fahren wir nach London zum Shoppen!“ damit war die Sache entschieden.  „ Dann geh ich mal packen. Ist ja nicht so, als hätte ich nicht erst gestern ausgepackt“ lachte Wall spitzbübisch und lief vor Fran davon die ihr einen Klaps auf den Po geben wollte.  „Pack nicht allzu viel ein Wall, wir gehen in London eh shoppen, da kannst du dir genug Klamotten kaufen!“ rief Fran noch hinter Walery her.  „Ja okay, hab schon verstanden. Ich beeile mich!“ rief Walery von oben zurück. Innerhalb von ein paar Minuten war sie fertig und es konnte losgehen.  „ Hey bevor ihr los düst, hab ich da noch etwas für dich Wall.“ Peter kam auf seine Tochter zu und überreichte ihr einen kleinen Umschlag, sie öffnete und hielt eine Bankkarte in ihren Händen.   „Was ist das Dad?“ Walery sah ihren Vater fragen an.  „Nun, wonach sieht es denn aus mein Schatz? Es ist einen Kreditkarte, DEINE Kreditkarte!“ Peter legte seinen Arm um Frans Schulter und beide lächelten.  „Ähm…..ich weiß jetzt gar nicht was ich dazu sagen soll.“ Walery war so gut wie sprachlos. „Na, wie wäre es denn mit einem einfachen DANKE DAD!?“ Peter zog seine Augenbrauen hoch und grinste.  „ Ha,ha sehr witzig……. Natürlich danke! Trotzdem, das kann ich doch nicht annehmen. Es ist nicht mein Geld und……“ Peter unterbrach Walery. „Blödsinn, du bist meine Tochter. Mein Geld ist auch dein Geld. So und nun ab mit euch, und viel Spaß in London! Bin schon gespannt was ihr euch alles Schönes kaufen werdet!“ Peter schob seine Tochter zur Haustür und verabschiedete sie und Fran mit einem Kuss. Kurze Zeit später waren Fran und Sie auf dem Weg. Unterwegs rief Walery Dean an um ihm zu sagen dass sie für ein paar Tage mit zum Shoppen nach London fuhr. Dean lachte und meinte, kaum sei ich wieder unter Peters Fittiche, ginge es auch schon los mit dem Star Leben. Shoppen, in der Weltgeschichte herum fliegen. Walery musste lachen.  „ Okay dann hab viel Spaß Baby und wenn du magst komm ich gerne nach. Du brauchst es einfach nur zu sagen!“ und Wall wusste das sie es auf jeden Fall tun würde.

 

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