Familienrat

Michael bebte vor Zorn! Hilflosem Zorn. "Was glauben die eigentlich? Die drohen mir eiskalt! " - Michael beruhige dich! Zorn bringt dich hier nicht weiter! Mirko hatte den richtigen Ton getroffen und vor Allem, die richtige Aussage. Silvia hielt das Foto in Händen und betrachtete es. Sie waren in voller Fahrt fotografiert worden mit einem starken Teleobjektiv vermutlich, denn sie alle drei waren deutlich zu erkennen. Sie war blass geworden. Michael nahm Silvia das Foto ab. Er schüttelte den Kopf. "Siehst du das, Mirko? Das ist kurz vorm Limskifjord, vor Koversada. Da ist in einiger Entfernung draussen ein Polizeiboot in die Gegenrichtung gefahren. Von denen muss die Aufnahme gemacht worden sein. Verstehst du, was ich damit sagen will? Ein Polizeiboot! Wie mächtig sind die Schweine? Sie haben auf all meinen Konten Monopoly gespielt um mir Steuervergehen anzuhängen, mir in Massachusetts eine Nutte auf den Hals gehetzt und hier lassen sie mich von der hiesigen Polizei beschatten! Und sie tun das mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre das Gesetz auf ihrer Seite! Wie weit reicht der Arm dieser Mafia?"  Mira war, informiert von Branka, zu ihnen gekommen. "Michael, bitte gib nach! Du hast jetzt Familie! Die beiden lieben dich! Und sie brauchen dich!" Lass dich nicht auf einen Kampf ein, den du nicht gewinnen kannst!" - "Mira ich habe fünfzehn Jahre lang daran gearbeitet, der Menschheit eine saubere und leistbare Form der Energie zu bringen. Ich habe etwas entwickelt, das ich zum Wohl der Menschheit erdacht habe und scheitere an der Gier der Mächtigen?"  Mirko sah Michael fest in die Augen. "Hör zu , mein Sohn! Hab ich dich einmal schlecht beraten?" - "Nein Mirko, das hast du nie! Und was aus mir geworden ist, verdanke ich euch beiden!" - "Darum geht es nicht, Micha! Du solltest deine Entdeckung zurückstellen und sie in ein paar Jahren langsam in den Markt einfließen lassen. Du liebst die beiden! Du hast nun endlich eine Familie, aber nur solange du am Leben bleibst. Sei vernünftig, Junge. Das Konsortium hat seine Finger überall drin. Das geht so bis in Regierungskreise und Staatsanwaltschaften! Die Regierung braucht die Lobbys und Energiekonzerne, deren Arbeitnehmer und Steuerzahler.  Sie würden dir gegenüber niemals Recht sprechen! Zeigst du die Drohung an, machst du dich lächerlich. Wenn du mich fragst: Lenk ein, genieße deine Erfolge der anderen Patente, die du schon entwickelt hast und werde glücklich mit deiner Silvie!"

Michael hatte Mirko stumm zugehört und ihn dabei nicht aus den Augen gelassen. Von Mirko sah er nun zu Mira und schließlich zu Silvia, die ihn, wie auch Tommy nicht eine Sekunde aus den Augen gelassen hatte. Sie zitterte ein Wenig und sah Michael ängstlich an. Er nahm ihre Hand. "Ich liebe euch beide Silvie und ich würde nie zulassen, dass ihr wegen meines Dickschädels in Gefahr kommt. Ich war wohl ein naives kleines Träumerlein, das glaubte, die Welt verbessern zu können. Aber das haben schon andere Größen erfolglos versucht. Auf meine Familie, auf euch beide, habe ich noch länger gehofft, als auf meine Entdeckung und ihr seid das Allerwichtigste für mich! Eure Sicherheit hat absolute Priorität! Deshalb werde ich einlenken, wenn sich der Drecksack wieder meldet. Ich würde mir nie verzeihen, wenn euch was zustossen würde. Wir können auch von meinen bisher erteilten Lizenzen gut leben, auch wenn es mich kränkt, mein Lebenswerk verheimlichen zu müssen. Wir müssen nur fest zusammenhalten. Ich würde es nicht verkraften, euch zu verlieren. Mit euch an meiner Seite bin ich auf jeden Fall ein reicher Mann. Vielleicht war es gut für mich, dass meine Mutter so eine Versagerin war. Von Mira und Mirko habe ich wenigstens gelernt, was Familie bedeutet. Und ich denke, sie haben mich auch diesmal gut beraten..."

            

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