Fresserchen wird gierig...

Kremer saß im Fond des Kommandowagens und dachte über die jüngsten Ereignisse nach. Major Skovic war hundertprozentig befreundet mit den Leuten. Ihre Geheimhaltung war sehr zweifelhaft. Andererseits hatte er von ihrer Seite nichts zu befürchten und sie war nicht zu Unrecht eingeschritten. Wären die Polizisten etwas früher gekommen, hätte er große Probleme bekommen. Er hatte ihr sein Ehrenwort als Offizier gegeben, also brauchte er nicht mehr darüber nachzudenken. Irgendwo ist Schluß! Sie würde ihn sicher nicht anschwärzen, also war es am Besten, den Vorfall zu vergessen. 
Er wies den Chauffeur an, zur Halle mit den Autos zu fahren. Es interessierte ihn brennend, was es mit dem ML auf sich hatte. Als sie dort ankamen, ging er zum Heck des Wagens und öffnete den Kofferraum. Erschrocken wich er zurück! Das Loch im Kofferraumboden nahm bereits die Hälfte der gesamten Fläche ein. Aber man konnte trotzdem nicht hindurch sehen. die Ränder waren irgendwie unscharf , ja unwirklich! Er wagte es nicht, in das Loch zu greifen, aber er wollte zumindest dessen Rand befühlen. Er war noch nicht ganz mit der Hand am Rand, da spürte er einen Ruck an seinem Handgelenk. Sofort zog er die Hand reflexartig zurück und machte einen Satz nach hinten. "Was zum Teufel war das denn?" Fragte er mehr sich selbst, als die beiden Gehilfen. Zu dritt standen sie nun vor der unheimlichen Erscheinung, von der dieser Wagen heimgesucht wurde. Kremer schickte einen der beiden zum Auto um die Kamera. Er musste das unbedingt aufnehmen. Als er sie hatte, trat er wieder ein Wenig näher an den ML heran. Als er die Kamera zum Gesicht führte, wurde sie ihm blitzschnell aus der Hand gerissen und verschwand in dem Loch! Während er noch völlig überrascht der Kamera hinterher sah, fragte einer seiner Leute: "Herr Kremer, wo ist ihre Armbanduhr?" - "Das war der Ruck, den ich vorhin am Handgelenk gespürt habe! Meine Herren, ich denke jetzt wird die Sache langsam bedrohlich!"  Kremer sah sich in der Halle um. In der Ecke stand ein Stoß abgefahrener Reifen. Er ging darauf zu und holte sich Einen davon. Aus einem Abstand von ca drei Metern warf er den PKW-Reifen in den Kofferraum. Er blieb am Rand liegen. Die Männer sahen sich an. Nun holte er eine der Felgen, die neben den Reifen gestanden hatten und warf sie ebenfalls in den Kofferraum. Sie riss den Reifen gleich mit, denn sie verschwand sofort in der undefinierbaren Öffnung.

Da am folgenden Morgen noch kaum Aufträge da waren, schickte Gernot den Lehrling Toni Zum Kehren auf den Hinterhof. Toni kam gleich darauf aufgeregt zum Chef zurück. "Meister, wo der ML gestanden hat, da liegt jetzt Zeug rum!" - " Was für Zeug?" - "Ein Autoreifen, eine Felge, eine Kamera und eine Armbanduhr...

Comments

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    Also doch ein Art schwarzes Loch! Oh das ist so spannend!

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    Und Felix ist nach 55 Kapiteln immer noch gierig wie die Geschichte weitergeht. :-)

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Fairy Dust

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