Gegen das Naturgesetz

Vanessa starrte auf die leeren Packungen schwarzer Haarfarbe da am Boden lagen. Ich Haar war dünner als früher, in schwarz wirkte es noch weniger.
Aber schwarz war unauffällig. Sie setzte eine große Sonnenbrille auf um ihre gelben Augen zu verbergen und verließ das Badezimmer der kleinen Wohnung.
"Danke das du mir hilfst!", sagte sie zu dem Mann der schon an der Türe auf die wartete. Seine blauen Augen musterten sie eindringlich: "Bist du sicher das du verschwinden musst. So schlimm kann es nicht sein!" Sie lächelte und nahm ihm die Zugtickets, welche er in der Hand hielt, ab: "Ja, ich brauche einen Tapetenwechsel!" Er versuchte abzuschätzen ob er eine Change hatte die seltsame junge Frau zum bleiben zu überreden: "Ich fand die letzte Nacht sehr schön..." Vanessa unterbrach ihn sofort: "Versuch es gar nicht erst! Wir hätten es bei unserer Freundschaft belassen sollen! Du musst mich vergessen!"

"Du hast was? Igitt, sei froh das du noch Lippen hast bei den Zähnen!", Celles schrie früh am morgen das ganze Haus zusammen "du kommst später, ich mache mir die größten Sorgen und du hast was mit diesem widerlichen Dämon?" Saphira bereute jetzt schon das überhaupt erzählt zu haben, sie versuchte Celles einfach zu ignorieren. Celles folgte Saphira in die Küche: "Egal, deine Geschmacksverwirrungen können wir später besprechen, wir müssen Vanessa finden!" Janina schenkte sich einen Kaffee ein. Ihre schwarzen Locken hatte sie zu einem Zopf gebunden und sie trug ein weißes Kleid von Saphira: "Was ist wenn sie nicht gefunden werden will?" Saphira nahm sich eine Tasse und dachte über Janinas Worte nach. "Ein Köder um das Übel aus der Heimat zu locken!", die drei Frauen erschraken als Church plötzlich in der Küche stand. "Du hast mir jetzt gerade noch gefehlt!", fauchte Celles "sollen wir euch alleine lassen?" 
"Charmant wie immer!", Church grinste Celles entgegen, amüsiert über ihren angewiderten Gesichtsausdruck "ich werde euch begleiten, allerdings dürfen die Menschen nicht sehen was ich bin!" Er fuhr sich mit der Hand über sein entstelltes Gesicht, das daraufhin glatt und ohne Nähte erschien. Er grinste Celles erneut an, allerdings wirkten seine Zähne wie das normale Gebiss eines Menschen. "Wohin fahren wir?", fragte Janina. Church lachte: "Packt die Badesachen ein, wir fahren ans Meer!"
Janina und Celles waren nach oben gegangen um ihre Sachen zu packen. Saphira stand mit Church in der Küche. Immer wieder fragte sie sich warum die beiden ihn so angestarrt hatten, bis es ihr dämmerte.
"Warum sehe ich dich nicht anders als die beiden?", fragte sie ihn. Church schüttete sich die dritte Tasse Kaffee hinunter, versuchte die Tasse nicht mit seinen Zähnen zu beschädigen. "Du siehst mich so wie ich bin, ich kann dich nicht täuschen weil du nicht getäuscht werden möchtest!", erklärte er ihr.
Saphira nahm ihm die Tasse aus der Hand und küsste ihn, lang und intensiv, bis er sie wegdrückte: "Du weißt das ich dich nicht verletzen möchte" 
"Wie süß, nein, eigentlich eher zum kotzen!", Celles lehnte in der Tür "ein Dämon und ein Teufel, wider die Natur zu handeln liegt anscheinend in der Familie!"
Saphira verdrehte die Augen: "Kannst du dich einmal einfach nur um deinen Kram kümmern Celles?"

Die Stimmung im Zug war angespannt. Janina hatte sich mit ihren MP3 Player angeworfen und sich mit Kopfhörern aus dem Gespräch genommen. Celles starrte Church an, konnte nicht verstehen was ihre Schwester an diesem Dämon fand. Saphira las eine Zeitschrift und ging im Kopf die Möglichkeiten durch ihre Schwester zu finden. Sie kannten die Apartmentanlage am Meer in uns auswendig. Sie waren früher immer zu dritt dort hingefahren. Ein verwinkelter Ort voller kleiner Gassen. Das ideale Versteck. Der ideale Ort für den Jäger und den Gejagten. Nur wusste sie nicht mehr ob der Engel den Teufel oder der Teufel den Engel jagte.  Was auch immer Vanessa jetzt war. Tod, aber doch am Leben. Sie hatte sich verändert, war unmenschlich schnell und ihr aussehen hatte sich stark verändert.
"Eine Untote!", Church schien genau zu wissen was sie dachte. Saphira war erschrocken und wusste nicht ganz was sie davon halten sollte. "das Wort ist ein Widerspruch an sich!", stellte Celles trocken fest. "Aber möglich!", Church sah zu Saphira "vieles ist möglich!"
Die Sonne war am untergehen als sie die Information des kleinen Urlaubsorts erreichten. Church lächelte die Dame an: "Ich hätte gerne zwei Doppelzimmer in ihrem besten Hotel!" Celles verdrehte die Augen. "Ja gerne mein Herr, wissen sie schon wie lange sie bleiben wollen?" Saphira musterte die Frau, sie war Mitte zwanzig, blond und ein wenig überschminkt. "Mindestens zwei Nächte!", er gab ihr eine schwarze Mastercard "ich zahle gleich!" Die Dame strahlte ihn an und gab ihnen nachdem er die Rechnung unterschrieben hatte die Schlüssel, und einen Zettel. "Ich schätze ich nehme das Zimmer mit Janina?", Celles riss ihm einen Schlüssel aus der Hand. "Wir sehen uns morgen früh, gut ausgeschlafen, wir haben viel zu tun!", rief Saphira ihr nach. Celles schleifte Janina mit sich: "Das musst du uns nicht sagen!"

"Sie hat dir ihre Nummer gegeben oder?", Saphira ging zu Church auf den Balkon des Zimmers, vermied es ihn direkt anzusehen, starrte stattdessen aufs Meer.
"Eifersüchtig?", Church warf den Zettel in den Aschenbecher "Frauen lassen sich von Geld und vermeidlich gutem Aussehen so leicht blenden! Die Frauen die mehr sehen als das sind interessant. Wir stehen immer noch vor der Frage was wir hier tun. Ich habe als Mensch meine Seele verkauft und bin verdammt auf ewig als Dämon auf dieser Welt zu wandeln. Du bist die Tochter eines Teufels, dein Leben dauert länger an als das der Menschen, und doch bist du sterblich."
Saphira schloss die Augen: "Ich weiß nicht was richtig ist. Kann es falsch sein mit jemandem zusammen zu sein wenn man starke Gefühle für die Person hat?"
Saphira dachte in dieser Nacht viel über Vanessa nach. Auch sie hatte sich dafür entschieden mit einem Wesen zusammen zu sein, welches sich nicht mit ihrer Art vereinbaren lies. Ein Dämon und ein Teufel war ungewöhnlich, aber nicht so wie ein Engel und ein Teufel. Trotzdem blieb die Angst das es nach längerer Zeit ein böses Ende wie bei ihrer Schwester nehmen würde.

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