Und wieder drehen sich die Gedanken, wie kleine Gnome vertieft in ihr Spiel. Sie wirbeln und toben und machen alles kaputt. Zerstören die Menschen, zerstören Welten … zerstören mich. Sie vertreiben die Helligkeit, geben dem Dunkeln Raum. Fröhlichkeit weicht Trauer, ein Lächeln erstirbt und wird starr. Tränen in den Augen, die Gnome gewinnen an Kraft. Sie schreien und jubeln, die Macht ist ihr Ziel.
Ich kann nicht mehr stehen, die Beine geben nach. Am Boden liegend geht der Schmerz weiter, verbrennen bei lebendigem Leibe. So fühlt es sich also an, von innen zu sterben. Nach außen nichts sichtbar, kein Laut ist zu hören. Psychisch und physisch, der Unterschied ist klar. Physisch ist echt und psychisch nicht wahr.
Die Wunden im Innern sind schlimmer denn je. Nichts kann sie heilen, schweigen ist Tod. Die Gnome treiben es immer weiter, sie geben nicht auf. Sie gehen bis ans Limit, bis du nicht mehr aufstehen kannst. Sie fesseln dich mit Gefühlen, Gedanken, alles steht gegen dich. Du kannst sie nicht zähmen, sie lachen dich aus. Je mehr du kämpfst desto schwächer wirst du und du hast ja sowieso keine Chance.
Was psychisch war wird physisch, dein Körper versagt. Er ist der erste der aufgibt und doch hat er doch recht. Du wirst es nicht schaffen, dein Schicksal steht fest. Du wirst nie wieder lachen, Hoffnung ist dir fremd. Die Kontrolle ist dir willkommen, du lässt dich ganz langsam fallen. Übergibst ihnen die Verantwortung, sie sollen dich leiten. Die Gnome haben dich soweit gebracht, nun sollen sie es auch beenden.
Der Abgrund ist tief, die Knochen schwer wie Blei. Wenn du fällst, fällst du tief und wachst nicht mehr auf. Das Blut ist Erlösung, die Augen schwer wie noch nie. Dein Leben verfließt, ganz langsam löst du dich auf. Du fühlst dich nicht schuldig, endlich wirst du leicht. Ein Windstoß hebt dich hoch, vollendet das Werk. Die Gnome haben ein weiteres Leben geraubt. Du aber fühlst nichts mehr, du bist plötzlich kalt. Kein Schmerz, keine Tränen, die Erleichterung ist groß. Das hast du dir immer gewünscht, es war dein heimlicher Traum. Losgelöst von allem, dein Leben ist endlich vorbei. Niemals wieder musst du kämpfen, die Gnome lassen endlich ab. Sie suchen bereits ihr nächstes Opfer und du siehst ruhig dabei zu. Du weißt genau was passieren wird, dir ist es egal. Du bist jetzt frei, dein Weg ist zu Ende. Alle Qualen vorbei, du bist jetzt ein Schatten. Gesprungen in den Tod, getragen von den Gnomen.

Comments

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    Finde es auch sehr gut geschrieben, kann so denke ich, sehr gut nachempfinden was du damit ausdrücken willst. 5/5

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    sehr interessant, gefällt mir gut!

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    Sehr gut und berührend geschrieben aber sehr traurig und beklemmend.

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