Halb Zwölf...

"Junge, wenn sich herausstellen sollte, dass du mich reinlegen wolltest, gehst du sofort über den Jordan und ich schnapp mir deine Oma! IST DAS KLAR?!" - ""JA, Sir!" antwortete Tom wie im Film. Danter wusste nicht recht, was er davon halten sollte, aber er glaubte auch, dass es Montar um den Jungen ginge. Oma versuchte immer wieder weinerlich, Tommy was zu sagen, doch der machte auf cool und sagte: "Gib still, Oma! Das verstehst du nicht! Mir passiert nichts! Wir bitten Michael ein Wenig zur Kasse! Es trifft ja keinen Armen!" - "Na du hast es ja faustdick hinter den Ohren, Junge!" Er zog einen langen, weißen Kabelbinder aus der Gesäßtasche und reichte ihn Tom. Seine Waffe richtete er auf ihren Kopf. "Mach ihre Hände hinten an der Lehne fest!" - "Hören sie, das hält sie nicht aus! Sie ist Herzkrank!" - "Tu gefälligst, was ich sage, sonst ist sie tot! Und mach ja nicht zu locker! Ich trau dir nämlich nicht, also pass gut auf, was du tust!" Tom war klar, dass er sich schon bisher am Limit bewegt hatte. Mehr konnte er für Oma nicht tun. "Hast du Montars private Handynummer?" - "Nein, aber ich glaube Oma hat die von Selina." - "Die hab ich selbst!" Tom hob die Brauen. "Aha!" - "Mal sehen, ob sie diesmal da ist, wenns ums zahlen geht... Dreh dich um, Hände nach hinten!" Es klickte. Thomas hatte er mit Handschellen gefesselt. Vermutlich, um ihn leichter wo anhängen zu können. "Komm jetzt! Wir beide machen eine Reise!" - "Aber Omas Tabletten!" - "Die muss ihr heute ein Anderer geben! Komm jetzt, wir rufen sowieso bald an! Deiner Oma passiert nichts! Los jetzt! Wenn Montar ordentlich blecht, bist du auch bald wieder frei!"

Sie ließen Oma an den Stuhl gebunden zurück und gingen zum Auto. Tom hätte zu gern dafür gesorgt, dass die Tür nicht ins Schloss fiele, aber er hatte keine Möglichkeit. Danter zog sie zu. Wer immer auch zu Oma kommen würde, musste sich erst Zugang zu ihr verschaffen... Danter öffnete die Schiebetür und bugsierte Tom hinten in den VW-Bus. Eine Matratze lag am Fahrzeugboden. "Da hast du es gemütlich auf der Fahrt", lachte Danter. "Ich fixiere dich nicht, damit du dir nicht wehtust. Mach ja keine Dummheiten! Ich würde es im Spiegel sehen und dann würdest du es bereuen, klar?" - "Klar!"

Gegen halb Zwölf Uhr Nachts rief ich Selina an. "Hi, Liebling! Es ist super gelaufen heute!" - "Super! Warte mal, da kommt noch ein Anruf herein... Michael! Das ist die Nummer von dem mit den Bildern!" - "Danter? Geh ran, Schatz!" - "Ok! Bleib in der Leitung, bitte!" Doch schon nach kurzer Zeit hörte ich nur noch das Besetzt-Zeichen...

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