Happy Birthday

Happy Birthday to you, happy birthday to you,happy birthday liebe Elena, happy birthdayto you»dröhnt es in mein Ohr und ich öffne langsam meine Augen. Ich sehe meine Eltern,über beide Ohren strahlend vor mir stehen, meine Mutter hält eine aus Früchten geformte Torte in der Hand, in der eine grosse 18 steckt.Ich richte mich auf und reibe mir den schlaf aus den Augen.«wünsch dir was.»sagt meine Mutter.«Eltern die mir eine richtige Torte zum Geburtstag bringen»denke ich mir, während ich die Kerze auspuste. Meine Eltern sind das, was auch als Gluckeltern bezeichnet wird. Auf eine gesunde Ernährung wird geachtet, Schokolade oder sonstige zuckerhaltige Produkte gibt es nicht in diesem Haus,meine Eltern bringen und holen mich zur Schule,obwohl diese gerade mal 10 Minuten von unserem Haus entfernt ist und das schlimmste für mich, meine Mutter kauft die Kleider nicht nur für  mich, sondern legt sie am Abend immer bereit und wehe ich ziehe was anderes an,dann werde ich hingstellt,als wäre ich ein schwerverbrecher. Nach der üblichen ermahnung meines Vaters,die Treppe langsam runterzugehen und der Bemerkung meiner Mutter,dass die Kleider auf dem Stuhl liegen,bin ich alleine.Ich stehe auf und gehe zum Stuhl,wo meine Kleider liegen.Bis zu dem Zeitpunkt habe ich gedacht,das es schlimmer nicht werden könne was den Modegeschmack meiner Mutter betrifft,aber beim anblick des Kleides,das über der Stuhllehne hängt wurde ich eines besseren belehrt. Ein knallpinkes Kleid,mit hellrosa rüschchen und goldgarn verziehrung,das sie wohl in der Faschingabteilung gekauft hat,dazu hellrosa Wollstrumpfhosen und Rosa Winterstiefel.Ich gehe zu meinem Kleiderschrank und reisse diesen auf. Glücklicherweise finde ich etwas,indem ich nicht aussehe,wie eine zu gross geratene fünfjährige die zum Karneval geht.Nachdem ich mich angezogen habe,stampfe ich die Treppe runter.In der Küche schaut mich meine Mutter entgeistert an. «Das hab ich dir nicht rausgelegt Elena,warum ziehst du dir was anderes an?»fragt sie mich mit bebender Stimme.«ich mach mich nicht zum Affen Mama,ich bin 18 und nicht 5.»fahre ich sie an.Ich spüre es in mir kochen,all die Jahre vollständiger kontrolle meiner Eltern,all den spott und die hänseleien,die ich wegen meinen Eltern über mich ergehen lassen mussten,weil sie mich behandelten wie ein Kleinkind.«Sprich nicht so mit deiner Mutter.Geh nach oben und zieh an,was sie dir rausgelegt hat.»faucht mein Vater.«Nein.»sage ich und nehme ein Brötchen.«Wie bitte?»fragt mein Vater.«Ich ziehe dieses Kleid nicht an.Ich bin 18 und nicht 5 ich mache mich nicht zum Affen.»sage ich ruhig,während ich Selbstgemachten Gelee auf mein Brötchen streiche.Meine Eltern schweigen,was für mich heisst,das ich vorerst meinen Willen bekomme.Ich schlinge ein halbes Brötchen im eiltempo runter,damit ich der eisigen Stimmung entkommen kann. Ich mache mich bereit für die Schule , 30 minuten und eine schweigsame Autofahrt später liefert mein Vater mich bei der Schule ab. «Bring Katha wie abgesprochen nach der Schule mit.»sagt mein Vater.Er blickt stur geradeaus.Ich steige ohne ein Wort aus dem Auto aus und atme tief durch.Ich sehe meine beste Freundin Katha auf dem Pausenhof stehen,die irgendetwas zu suchen scheint.Ich gehe zu ihr hin und als mich sieht,umarmt sie mich so fest,das ich glaube zu ersticken.«Alles gute zum Geburtstag Elena.»ruft sie dabei und erst als ich die ersten röchelnde Geräusche mache lässt sie mich los.«Entschuldigung,ich finds einfach klasse das du endlich auch 18 bist.Jetzt können wir die Clubs unsicher machen.»sprudelt es fröhlich aus Katha heraus.Ich nicke nur und Katha merkt sofort,das etwas nicht stimmt.«was ist den los Elena?»fragt sie mich besorgt.«ach meine Eltern sind sauer auf mich.»sage ich.«Sauer? Weswegen? Du hast doch heute Geburtstag,da soll niemand sauer sein.»sagt Meine Freundin. «Sie sind es aber,bloss weil ich einmal nicht das gemacht habe,was sie wollten.»klage ich frustriert.«Was solltest du den tun?»fragt Katha vorsichtig.«Ich sollte so ein scheiss Karnevalprinzessinenkleid anziehen aber ich habe mich geweigert und jetzt sind sie sauer.»erzähle ich ihr.«Mein gott deine Eltern haben echt einen knall,tut mir leid Elena.Ich sag es dir schon seit Jahren,aber die behandelnd dich wie ein dummes kleinkind. Es ist gut, dass du dich endlich mal gewehrt hast.»sagt Katha und kaum hat sie den Satz beendet,ertönt die Schulglocke.Den restlichen Morgen rede ich nur noch das nötigste,vom Unterricht bekommen ich kaum was mit, zusehr bin ich in gedanken.Punkt 12 Uhr läutet die Schulglocke. Katha und ich gehen zum Parkplatz,wo mein Vater bereits auf uns wartet.«Hi Katha,Hallo Elena.»begrüsst mein Vater uns knapp.Während der Fahrt spricht hauptsächlich Katha ich versuche ihr zuzuhören und nicke gelegentlich um so zu tun,als wäre meine volle aufmerksamkeit bei ihr.Zu Hause angekommen,begrüsst meine Mutter Katha überschwänglich, während ich ein kühles Hallo bekomme. Sie führt uns ins Wohnzimmer wo wir uns aufs Sofa stellen. «Nun der Morgen ist nicht gerde schön veraufen, du hast uns mit deinem Verhalten sehr verletzt Elena.»sagt mein vater,die enttäschung über mein unmögliches verhalten höre ich in seiner Stimme. Ich will etwas einwerfen aber mein Vater fährt umbeirrt fort«Du hast heute aber Geburtstag und den wollen wir trotzallem feiern. Nun da du 18 bist wird es zeit dir etwas zu sagen Elena .»Meine Mutter rutscht unbehaglich auf ihrem Stuhl hin und her und wirft dabei meinem Vater zweifelnde Blicke zu,aber mein Vater schenkt diesen keine beachtung. «Du bist nicht unser richtiges Kind,wir haben dich adoptiert.»sagt mein Vater.Mir klappt die Kinnlade runter,ich weiss nicht,was ich sagen soll.Nach ein paar Augenblicken fasse ich mich wieder.«wer ist meine richtige Mutter?»frage ich leise.«Das sagen wir dir nicht.»antwortet meine Mutter. Da spüre ich sie wieder,die wut,die sich ihren Weg bahnt. «Wir wollen nicht, das du deine leibliche Mutter kennenlernst.Basta Elena.»sagt mein Vater bestimmt,doch dieser Satz, bringt mein inneres Fass zum überlaufen.«ich hab ein recht zu erfahren wer meine leibliche Mutter ist, egal ob ihr wollt oder nicht. Ihr behandelt mich wie ein dummes Kleinkind aber ich bin  18 verdammt nochmal.Mein ganzes Leben habt immer nur ihr bestimmt ,nie durfte ich drausse spielen oder mit zu Schulausflügen gehen. Ich bekomme keine Torte zum geburtstag, oder geschenke die ich mir gewünscht habe.Ihr lebt mein Leben,nichts darf ich selber bestimmen!ich mein es kann nicht sein das eine 18 jährige immer noch von der mutter eingekleidet wird oder immernoch abgeholt wird, obwohl der Weg nur 10 minuten dauert.Ich will mein leben leben. Drum sagt entweder ihr, wer meine Mutter ist oder ich gehe zum Jugendamt.»schreie ich.Der ganze Frust all der jahre der überbehütung  brodelt in mir.Die antwort meines Vaters giesst noch mehr Öl in die flammen und vergrösstert es. Er sagt nein.Ich stehe auf und gehe aber bevor ich das Wohnzimmer verlasse drehe ich mich nochmals um.«ich werde nicht Jura studieren sondern Medizin.Happy Birthday.»sage ich und gehe.

Comments

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    Hey, ganz herzlich willkommen bei uns, Naomi! Mir gefällt was und wie du schreibst! Leider ist es wegen der Zeichensetzung ein bisschen schwer zu lesen. Du solltest durchgehend nach jedem Punkt und nach jedem Beistrich ein Leerzeichen machen - nicht davor ;-) dann ist es viel angenehmer zu lesen. Ich hoffe du nimmst mir die Anmerkung nicht übel und ich bin wirklich schon gespannt auf mehr von dir! Ganz liebe Grüße, Hannah :D

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    Gut geschrieben! Willkommen bei uns!

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